Vier Plugin-Hybride in der Oberklasse
In diesem Jahr schon erhältlich sind neue Plugin-Hybride für die Limousinen A7 und A8 L sowie für die SUV Q5 und Q7. Vor allem als Dienstwagen sind Plugin-Hybride inzwischen attraktiv. Denn seit Anfang 2019 müssen Arbeitnehmer, die einen Dienstwagen privat nutzen, bei Elektroautos monatlich nur noch ein halbes Prozent des Bruttolistenpreises steuerlich geltend machen. Die Autohersteller können mit dem theoretisch niedrigen CO2-Wert der Hybride zudem ihren Flottenverbrauch senken. Zuletzt hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm beschlossen, die Dienstwagenregelung auch für Plugin-Hybride bis 2030 zu verlängern.
Allerdings ist die Dienstwagenregelung stark umstritten, da es bei der Förderung keine Rolle spielt, ob der Dienstwagennutzer das Ladekabel überhaupt auspackt. Dennoch können es sich gerade Oberklassehersteller wie Audi nicht erlauben, dieses Segment nicht zu bedienen.
Maximal 456 PS
Bei Probefahrten mit dem A8 und dem Q5 um Umland von München hat sich zumindest gezeigt, dass die Verbindung von Verbrenner- und Elektroantrieb gut funktioniert. Audi setzt dabei auf einen Parallelhybrid, bei dem Verbrennungs- und Elektromotor gemeinsam auf den Antrieb wirken. Das Hybrid-Modul besteht aus einer permanent erregten Synchronmaschine (PSM) und einer Trennkupplung, die zwischen Verbrennungsmotor und dem Getriebe sitzen. Damit können die Fahrzeuge rein elektrisch fahren, aber auch dem Verbrenner mit einer Boost-Funktion zusätzliches Drehmoment liefern.
Mit 700 Newtonmetern liegt dieses noch über derjenigen des Tesla Model 3 Performance. Die Elektromotoren liefern dabei rund 100 Kilowatt Leistung bei 350 Newtonmetern Drehmoment. Als Verbrennerbasis dient beim A7 und Q5 ein Vierzylinder-Benzinmotor (2.0 TSFI) mit 185 kW (252 PS), beim A8 L und Q7 ein Sechszylinder-Benziner (3.0 TSFI) mit 250 kW (340 PS). Die maximale Systemleistung liegt damit beim A8 bei 330 kW (449 PS) und bei Q7 bei 335 kW (456 PS).
Großer Akku mit wenig Reichweite
Die elektrische Reichweite liegt mit angegebenen "mehr als 40 Kilometern" nach WLTP im derzeit steuerlich begünstigten Bereich. Dabei verfügt der Akku beim A7, A8 und Q5 über eine Kapazität von 14,1 Kilowattstunden (kWh), beim Q7 sogar über 17,3 kWh. Das ist noch etwas mehr als beim aktuellen Plugin-Hybrid der Mercedes S-Klasse, dem 560 e. Mit einer solchen Energiemenge schaffen es effiziente Elektroautos wie der Hyundai Ioniq mehr als 100 Kilometer weit.
Dabei haben sich die Audi-Ingenieure durchaus Mühe gegeben, um die Plugin-Hybride möglichst sparsam fahren zu lassen. Dazu beitragen sollen der prädiktive Effizienzassistent (PEA) und die prädiktive Betriebsstrategie (PBS). Demnach regelt der PEA "das Antriebs- und Rekuperationsverhalten situativ auf unmittelbare und naheliegende Parameter der prädiktiven Streckendaten". Dazu zählen "vorausliegende Ortsschilder, Kreuzungen, Kreisverkehre, die Topografie mit Kurven, Steigungen und Gefällen, bekannte Tempolimits aber auch vom Radarsensor erfasste vorausfahrende Fahrzeuge".
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Neue Plugin-Modelle: Audis Oberklasse wird elektrischer | Automatische Geschwindigkeitsregelung |










Verbraucht weniger und kann rein elektrisch fahren. Beschleunigung ist nur ein netter...
Genau das glaube ich nicht. 100 Euro pro kWh bedingt zwischen 30 und 100 kWh 7000 Euro...
Was nützt ein kleinerer cW-Wert, wenn gleichzeitig die Stirnfläche immer größer wird?
Warum brauchen die so lange um etwas auf A5-Level entweder als Hybrid oder als BEV zu...