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Neue Play-Store-Richtlinien: Google verbietet Apps mit störender Werbung

Neue Richtlinien für Googles Play Store verbieten Adblocker-Apps und Apps mit störender Werbung. Das Blocken von Werbung bleibt mit anderen Methoden aber möglich.

Artikel veröffentlicht am ,
Solche Werbung will Google künftig nicht mehr dulden.
Solche Werbung will Google künftig nicht mehr dulden. (Bild: Google)

Google hat seine Richtlinien für App-Entwickler überarbeitet und dehnt diese nun auf Werbeanzeigen auf. "Apps mit irreführender oder störender Werbung sind nicht zulässig", heißt es in dem neuen Abschnitt zu Anzeigen. Werbeanzeigen in Apps müssten sämtlichen Richtlinien für Apps entsprechen. Weiter heißt es: "Werbeanzeigen dürfen nicht so geschaltet werden, dass sie zu ungewollten Klicks führen. Ein Nutzer darf nicht gezwungen werden, auf eine Werbeanzeige zu klicken oder personenbezogene Daten für Werbezwecke preiszugeben, damit er eine App in vollem Umfang nutzen kann."

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Zudem dürfen die Anzeigen "weder andere Apps noch andere Werbeanzeigen oder den Gerätebetrieb beeinträchtigen, darunter System- oder Geräteschaltflächen und -ports". Ebenfalls wird in den neuen Richtlinien erstmals das Bereitstellen von Adblocker-Apps ausdrücklich untersagt. Im Punkt "Missbrauch von Geräten und Netzwerken" werden Apps verboten, "die (...) etwa andere Apps auf dem Gerät, Google-Dienste oder das Netz eines autorisierten Mobilfunkanbieters, stören, unterbrechen, beschädigen oder in unerlaubter Weise darauf zugreifen". Als Beispiel nennt Google "Apps, die andere Apps bei der Schaltung von Werbung blockieren oder stören".

Browser-Apps bleiben erlaubt

Für Nutzer ändert sich dadurch nichts, da Google bereits vor drei Jahren mehrere Adblocker-Apps aus dem Play Store geworfen hat. Dabei berief sich das Unternehmen auf Punkt 4.1 der bisherigen Richtlinien, wonach keine Produkte vertrieben werden dürfen, durch die "Geräte, Server, Netzwerke oder sonstiges Eigentum oder sonstige Dienstleistungen von Dritten beeinträchtigt, gestört oder beschädigt werden oder auf sie in unerlaubter Weise zugegriffen wird". Nach Ansicht von Google störten Adblocker andere Dienste oder Produkte auf unerlaubte Art und Weise.

Nicht verboten sind demnach Browser-Apps, die einen Adblocker integriert haben, oder Adblocker-Plugins für Browser. Dazu zählen beispielsweise Firefox (mit Plugin), Adblock Browser oder Adblock Fast. Da diese Apps keine anderen Apps "stören" oder "unterbrechen", sind sie den Richtlinien zufolge weiterhin erlaubt. Über andere Wege als den Google Play Store lassen sich Adblocker-Apps weiterhin installieren.

Googles Dilemma mit Adblockern

Für Google selbst sind Adblocker in mehrerlei Hinsicht ein Problem. Zum einen basiert Googles eigenes Geschäft weitgehend auf kostenlosen Diensten, die über Werbung finanziert werden, was durch Adblocker untergraben wird. Zum anderen bietet Google unter anderem mit Android eine Plattform an, die nur dann für Nutzer interessant ist, wenn dafür relevante Apps und Dienste angeboten werden.

Nach Ansicht von Androidpolicy.com kann sich Google daher nicht erlauben, sämtliche Werbeblocker aus dem Play Store zu verbannen. Das könnte Nutzer zur Konkurrenz von Apple treiben, da iOS 9 Werbeblocker erlaube. Ebenfalls wolle Google die Nutzer nicht an andere Android-Anbieter wie Amazons Appstore verlieren.

Mobilfunkprovider wollen Werbung selbst blockieren

Mit seinen neuen Richtlinien verfolgt Google daher eine Art eigenes "Acceptable Ads"-Programm wie der Adblock-Plus-Anbieter Eyeo. Vermutlich will das Unternehmen der zunehmenden Verbreitung von Werbeblockern auf mobilen Endgeräten entgegenwirken. Einer Erhebung von Globalwebindex zufolge ist der Anteil der Adblocker-Nutzer in jüngster Zeit sprunghaft gestiegen. Demnach gaben selbst 37 Prozent der Smartphone-Nutzer inzwischen an, Werbeanzeigen auf ihrem Gerät zu blockieren. Weitere 42 Prozent sind der Umfrage zufolge interessiert an dem Einsatz eines Adblockers. Sollten tatsächlich rund 80 Prozent der Nutzer Werbeanzeigen blockieren, würde demnach auch das Geschäftsmodell von Google beeinträchtigt.

Dies ist jedoch nicht nur von Adblockern bedroht. So hat der britische Mobilfunkanbieter Three kürzlich einen Vertrag unterzeichnet, um die Auslieferung mobiler Anzeigen bereits auf Netzwerkebene zu blocken. Three Uk und Three Italy greifen dabei auf eine Technik des Anbieters Shine Technologies zurück. Entsprechende Pläne waren bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden. Three will damit jedoch mobile Anzeigen nicht komplett verhindern, sondern den Kunden mehr Kontrolle und Auswahl bieten. So sollen nicht die Kunden, sondern die Werbetreibenden die Kosten für den Datentraffic der Anzeigen zahlen.



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Arkarit 02. Mär 2016

Wieso, die gibt es doch immer noch. Ist halt viel Spam-Müll zusätzlich dazugekommen...

Labbm 02. Mär 2016

Nach dem gleichen Prinzip und insgesamt billiger funktioniert auch adguard. https://m...

css_profit 02. Mär 2016

Schon 2013 hat Google alle Adblocker-Apps aus dem PlayStore geschmissen weil sie gegen...

Werbung ist... 02. Mär 2016

Werbung ist unter den geistigen Verschmutzungen die verbreitetste und giftigste. (Kalle...

Pjörn 02. Mär 2016

Internetseiten mit derartigen Praktiken kommen bei mir grundsätzlich auf die whitelist...


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