Neue Play-Dienste: Google deaktiviert Android-Fernwartung

Im August 2013 hatte Google mit der Verteilung des Gerätemanagers für Android-Geräte begonnen. Seitdem ist es möglich, bei einem Geräteverlust die Daten darauf aus der Ferne löschen zu können. Diese Sicherheitsfunktion deaktiviert Google ungefragt und ohne Rückmeldung bei der Installation der neuen Play-Dienste, wie Android Police(öffnet im neuen Fenster) bemerkt hatte. Golem.de hat das Problem bestätigen können.

Der Gerätemanager wird nach der Installation der Play-Dienste 40.30 oder 4.0.31 deaktiviert, obwohl dieser vorher explizit eingeschaltet war. Wer sich also etwa bei einem Gerätediebstahl darauf verlässt, dass er die Daten darauf im Notfall löschen kann, hat dann das Nachsehen. Es ist nicht bekannt, ob das von Google so gewollt ist oder ob das ein Fehler ist.
Die neuen Play-Dienste werden im Hintergrund installiert. Der Nutzer bekommt davon nichts mit und es gibt auch keinen Hinweis darauf, nachdem die Dienste aktualisiert wurden. Wer den Android-Gerätemanager verwendet, muss also selbst überprüfen, ob er bereits die neue Play-Dienste-Version hat und den Gerätemanager wieder einschalten.
Welche Version der Play-Dienst installiert, ist in der App-Übersicht der Einstellungen zu finden. In der Liste der Applikationen muss der Eintrag "Google Play-Dienste" in der Liste mit allen Apps gesucht und geöffnet werden. In den Details ist dann die Versionsnummer zu sehen. Wenn hier die Version 4.0.30 oder 4.0.31 zu sehen ist, ist das Update vorhanden und der Android-Gerätemanager muss wieder aktiviert werden.
Dazu muss in den Android-Einstellungen der Bereich Sicherheit geöffnet werden. Danach findet sich unter dem Menüpunkt Geräteadministratoren der Eintrag Android Geräte-Manager. Der Haken dahinter muss aktiviert werden, damit die Fernwartungsfunktionen wieder verfügbar sind. Neben der Fernlöschfunktion kann damit auch ein Gerät gesperrt werden.