Neue Netflix-Profile im Hands-on: PIN-Schutz ist gut, Jugendschutz schlecht

Netflix-Profile lassen sich neuerdings mit einer PIN schützen, und es gibt eine Alterseinstufung, die aber schlecht umgesetzt ist.

Ein Hands-on von veröffentlicht am
Netflix-Profilverwaltung enttäuscht bei den Jugendschutzeinstellungen.
Netflix-Profilverwaltung enttäuscht bei den Jugendschutzeinstellungen. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0)

Netflix wertet die bisherige Profilverwaltung auf und ermöglicht es, jedes Profil bei Bedarf mit einer PIN zu schützen. Außerdem gibt es mehr Optionen bei der Konfiguration eines Kinderprofils, die aber in der Umsetzung erhebliche Schwächen aufweisen. Mit der Vergabe einer PIN soll verhindert werden, dass Kinder mal eben zu einem anderen Profil wechseln und dadurch Inhaltebeschränkungen umgehen können, die von Eltern eingerichtet wurden.

Inhalt:
  1. Neue Netflix-Profile im Hands-on: PIN-Schutz ist gut, Jugendschutz schlecht
  2. Ständige Änderung des Netflix-Katalogs

Innerhalb eines Netflix-Profils kann definiert werden, ob nur die Inhalte abhängig von der jeweiligen FSK-Bewertung mit dem Profil angeschaut werden dürfen. Weiterhin werden aber standardmäßig bei uns alle Inhalte in der Netflix-App angezeigt, es werden keine Inhalte ausgeblendet, die nicht der FSK-Einstufung entsprechen. Auch nachdem wir die Kids-Umgebung aktiviert hatten, blieb es zunächst so.

Erst als wir die Kids-Umgebung wieder deaktiviert hatten, wirkte sich die FSK-Einstufung auf die in der App angezeigten Inhalte aus. Wohlgemerkt: Wir mussten die Kids-Umgebung dann nicht mehr aktivieren, es genügte die Festlegung der FSK-Stufe, jedenfalls in der Android- und iOS-App.

Netflix-App auf Fire-Tablet zeigt immer alle Inhalte

In der Netflix-App für Fire-Tablets waren hingegen immer alle Inhalte sichtbar. Fire-Tablets sind bei vielen Eltern beliebt, weil sie vergleichsweise preisgünstig sind. In unserem Fall halfen auch mehrere Neustarts der Netflix-App nichts. Wenn ein Film oder eine Serie nicht von der im Profil definierten FSK-Einstufung abgedeckt sind, gibt es beim Beginn der Wiedergabe eine Fehlermeldung, das Abspielen ist dann nicht möglich. Hier muss Netflix nachbessern, damit die Profilverwaltung fehlerfrei funktioniert.

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator/-in Active Directory / Exchange (w/m/d)
    Universität Potsdam, Potsdam
  2. Informatiker / Wirtschaftsinformatiker als Projektmanager (m/w/d) IT-Organisationsentwicklung
    Handwerkskammer Rheinhessen, Mainz, Ulm, Saarbrücken, Halle (Saale), Osnabrück
Detailsuche

Ergänzend dazu können gezielt einzelne Inhalte bestimmt werden, die mit einem Profil nicht angeschaut werden dürfen. Allerdings wurden diese bei unseren Versuchen nicht automatisch in der iOS-App ausgeblendet, sondern waren weiterhin sichtbar. Die Umsetzung ist unkomfortabel: Die Eltern müssen den entsprechenden Titel kennen und diesen manuell eingeben. Es fehlt eine Möglichkeit, durch den Netflix-Katalog zu stöbern und nicht gewünschte Titel auswählen zu können.

Keine proaktive Auswahl erlaubter Inhalte

Es gibt derzeit auch nur die Möglichkeit, ergänzend zur Alterseinstufung bestimmte Inhalte auszublenden. Und dabei lassen sich nur Titel eingeben, die es aktuell im Netflix-Katalog gibt. Wenn ein Titel derzeit nicht im Katalog vorhanden ist, kann dieser nicht vorsorglich ausgewählt werden. Zudem fehlt eine Option, gezielt nur bestimmte Filme oder Serien mit dem Profil abspielen zu dürfen, was Eltern eine umfangreichere Kontrolle bieten würde.

Alle Einstellungen für die Alterseinstufungen sind nur auf der Netflix-Webseite im Browser möglich. In der Netflix-App fehlen die Optionen komplett. Wer also eben mal schnell am Fernseher die Konfiguration ändern will, muss dafür erst die Netflix-Webseite aufrufen. Das ist unpraktisch, falls Eltern zum Beispiel einen Titel entdecken, bei dem sie nicht wollen, dass dieser im Kinderprofil angeschaut werden darf. Auch in der Netflix-App für Smartphone und Tablet sind keine Einstellungen möglich, hier bleibt nur der mühsamere Weg über den Browser.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Ständige Änderung des Netflix-Katalogs 
  1. 1
  2. 2
  3.  


katze_sonne 23. Apr 2020

Wie ich schon geschrieben habe - es ist ewig lange her, dass ich die Filme gesehen habe...

robinx999 09. Apr 2020

8 oder 9 Jährige kaufen hier durchaus schon mal alleine ein. Die günstigsten...

Hotohori 09. Apr 2020

Da es meist so geplant ist, ist das auch nicht Faulheit oder Inkompetenz sondern schlicht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google
Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren

Die zahlreichen Drohungen der russischen Zensurbehörde zur Blockade von Youtube werden wohl nicht umgesetzt. Die Auswirkungen wären zu stark.

Google: Russland will Youtube aus Selbstschutz nicht blockieren
Artikel
  1. Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co: Die Qual der VPN-Wahl
    Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co
    Die Qual der VPN-Wahl

    Wer sicher im Internet unterwegs sein will, braucht ein VPN - oder doch nicht? Viele Anbieter kommen jedenfalls gar nicht erst in Frage.
    Von Moritz Tremmel

  2. Link Buds S: Sonys neue ANC-Hörstöpsel sind besonders klein
    Link Buds S
    Sonys neue ANC-Hörstöpsel sind besonders klein

    Sony hat weitere Bluetooth-Hörstöpsel unter der Marke Link Buds vorgestellt. Die meisten Link-Buds-Besonderheiten gibt es beim neuen Modell allerdings nicht.

  3. Nintendo, Kerbal Space, Mars: Costa Rica kämpft gegen Ransomware-Akteure
    Nintendo, Kerbal Space, Mars
    Costa Rica kämpft gegen Ransomware-Akteure

    Sonst noch was? Was am 18. Mai 2022 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Cyber Week: Bis zu 900€ Rabatt auf E-Bikes • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 480,95€ • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" 165 Hz günstig wie nie: 404€ [Werbung]
    •  /