Neue iPhones, Apple Watch: Apple hebt Preise deutlich an

Alle neuen iPhone-14-Modelle, Smartwatches und Kopfhörer von Apple kosten mehr als ihre Vorgänger - die Preissteigerungen sind teilweise empfindlich.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Merklich teurer als sein Vorgänger: das iPhone 14 Pro
Merklich teurer als sein Vorgänger: das iPhone 14 Pro (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)

Wer die Präsentation der neuen Apple-Geräte am 7. September 2022 gesehen hat, wird sich am Ende der jeweiligen Vorstellungen möglicherweise erst einmal nicht viel gedacht haben. Wie üblich wurden die Preise der neuen Modelle in US-Dollar angegeben. Eine kurze 1:1-Umrechnung in Euro schien zunächst keine so arge Preissteigerung anzudeuten.

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Allerdings werden US-Preise immer ohne die von den Bundesstaaten unterschiedlich erhobenen Steuern kommuniziert. Kurz nach dem Ende der Keynote kamen dann die Euro-Preise für Deutschland - und die haben es in sich.

Alle neuen Geräte sind teurer als ihre Vorgänger, teilweise liegen die Preissteigerungen bei über zehn Prozent. Das iPhone 14 ist ab 1.000 Euro erhältlich, das iPhone 13 startet bei 900 Euro. Das iPhone 14 Pro beginnt bei einem Preis von 1.300 Euro, der Vorgänger war 150 Euro günstiger. Das iPhone 14 Pro Max kostet ab 1.450 Euro, 200 Euro mehr als das iPhone 13 Pro Max. Das teuerste neue iPhone geht preislich bis 2.100 Euro, für Apples Smartphones ein neuer Rekord.

Auch Apple Watch und neue Airpods Pro sind teurer

Auch die Apple Watch 8 ist mit einem Einstiegspreis von 500 Euro 70 Euro teurer geworden, was einer Preissteigerung von über 16 Prozent entspricht. Die neuen Airpods Pro kosten 300 Euro anstatt 280 Euro wie das vorige Modell - immerhin auch eine Preissteigerung von über sieben Prozent, wobei Apple hier noch im üblichen Marktdurchschnitt liegt.

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Einer der Gründe für die Preissteigerung dürfte die Schwäche des Euros beziehungsweise die Stärke des US-Dollars sein. Bekam man zur Jahreswende 2022 noch um die 1,14 US-Dollar für einen Euro, sind wir jetzt bei Parität angelangt - es gibt also einen US-Dollar für einen Euro. Diese Kursverschiebung rechnet Apple bei seiner Preisgestaltung ein und gibt sie an die Konsumenten im Euro-Raum weiter.

Auch die anhaltenden Störungen in den Lieferketten könnten zu erhöhten Preisen geführt haben. Apple war in den vergangenen zweieinhalb Jahren immer wieder von Schließungen seiner Zulieferer in China betroffen, da das Land immer noch eine No-Covid-Strategie verfolgt und ganze Gemeinden bei nur wenigen Fällen in den Lockdown schickt. Das störte die Fertigung zahlreicher Apple-Geräte.

Besonders beim iPhone 14 dürfte die deutliche Preissteigerung für Kunden in Deutschland schwerer zu verdauen sein: Das Smartphone unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht deutlich vom iPhone 13 - inklusive gleichem SoC wie im Vorjahr. Zwar unterstützt das iPhone unter anderem Satellitenkommunikation im Notfall, die meisten Nutzer dürften diese Funktion aber nie verwenden. Apple hat die Kamera etwas verbessert, aber die war auch schon beim iPhone 13 sehr gut.

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Neue Hauptkamera bei den Pro-Modellen

Etwas deutlicher sind die Unterschiede beim iPhone 14 Pro, auch wenn das neue SoC A16 Bionic seinem Vorgänger sehr ähnlich ist. Apple hat bei seinen beiden teureren Modellen die Hauptkamera auf 48 Megapixel und Pixel-Binning aktualisiert. Zudem wurde die Notch durch ein Loch im Display abgelöst, das clever in die Benachrichtigungsanzeige eingebunden ist. Ob Nutzern das den deftigen Aufpreis wert ist, ist eine individuelle Entscheidung. Den aktuell schnellsten WLAN-Standard Wi-Fi 6E unterstützen die neuen iPhones übrigens nicht.

Interessant dürfte der Ausblick auf Googles neue Pixel-Smartphones sein, die am 6. Oktober 2022 präsentiert werden. Dann wird sich zeigen, ob Google die Preise vergleichbar mit Apple anzieht. Samsung hat, womöglich auch dank des günstigeren Wechselkurses zwischen südkoreanischem Won und Euro, bei seinen neuen faltbaren Smartphones nur den Preis des Galaxy Z Flip 4 angehoben - um 50 Euro auf 1.100 Euro. Das Fold 4 ist im Preis stabil geblieben.

Ein weiterer Grund für die Preissteigerungen darf letztlich auch nicht verschwiegen werden: Apple könnte einfach Interesse haben, mehr mit seinen Geräten zu verdienen. Wahrscheinlich ist, dass eine Mischung aus allen Faktoren zu den erhöhten Preisen geführt hat.

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FunnyGuy 12. Sep 2022 / Themenstart

Gibt anscheinend genügend Leute die mit dem Preis keine Probleme haben. Klammert man den...

Schmihaba 12. Sep 2022 / Themenstart

Zieh doch in die USA und lass deine Kinder durch einen Metalldetektor laufen wenn sie in...

Teeklee 12. Sep 2022 / Themenstart

Aber im Endeffekt muss ich trotzdem mehr bezahlen... Ich zahle in Euro und Apple verkauft...

Teeklee 12. Sep 2022 / Themenstart

Als ob Apple sowas zugeben würde... Aber ja die gleiche Problematik mit dem Einfrieren...

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