Neue Geschäftsbedingungen: Snapchat möchte Bilder veröffentlichen und verkaufen

Snapchat Inc. hat die Snapchat-Version 9.18 veröffentlicht und zugleich die allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung aktualisiert. Nutzer der Android- und iOS-App müssen beiden zustimmen, um Snapchat nutzen zu können. Die Terms of Service(öffnet im neuen Fenster) und die Privacy Policy(öffnet im neuen Fenster) gestatten Snapchat Inc. die vielfältige Nutzung und das Sammeln von Daten.
Konkret steht in den neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Datenschutzerklärung, dass Snapchat unter anderem berechtigt ist, Bilder und weitere Inhalte zu hosten, zu speichern, zu nutzen, auszustellen, zu reproduzieren, zu verändern, anzupassen, zu bearbeiten, zu veröffentlichen, auszustrahlen, zu veräußern, zu verteilen oder zu bewerben und mit jeder Art heutiger oder zukünftiger Verbreitungsmethoden öffentlich zu zeigen.
Obendrein speichert Snapchat Inc. den Namen, das Anzeigebild, die Stimme, die Nutzungsdaten, Geräte- und Ortungsinformationen, das Telefonbuch des Anwenders, Cookies sowie besuchte Webseiten, den Browser-Typ und die IP-Adresse. Diese Informationen verkauft Snapchat Inc. an seine Partner und, laut Hersteller immerhin anonymisiert, an Werbeunternehmen.
Passend zu den neuen Geschäftsbedingungen und der Datenschutzerklärung unterstützt Snapchat seit einigen Wochen sogenannte Replays: Die App zeigt Bilder für Geld noch einmal. Drei Replays kosten 99 US-Cent, Nutzer können das Bild aber auch schlicht per Screenshot speichern - der Sender bekommt dies allerdings mitgeteilt. Snapchat ist bei jugendlichen Nutzern beliebt, unter anderem für erotische Selfies, auch als Sexting(öffnet im neuen Fenster) bekannt.