Neue Fire-TV-Oberfläche im Test: Die bisher beste Fire-TV-Erfahrung
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Amazon hat mit der Verteilung des Updates der Fire-TV-Oberfläche begonnen. Wir konnten die neue Betriebssystemversion auf einem Amber-Smart-TV testen und stellen fest: Die neue Fire-TV-Oberfläche hat kaum noch etwas mit der bisherigen Menügestaltung (g+) zu tun.
Die bisher unterhalb des Werbe- und Empfehlungsbereichs angesiedelte Hauptnavigationsleiste wurde ganz nach oben verfrachtet und hat im Zuge dessen andere Menüpunkte erhalten. Beim vorherigen großen Update wurden die Bereiche für Filme und Serien in der Suchen-Rubrik versteckt, nun sind diese Rubriken wieder prominent zu finden – eine klare Verbesserung.
Neuerdings gibt es ergänzend zur Hauptnavigationsleiste eine Seitenleiste, in der weitere Funktionen und Einstellungen des Betriebssystems zu finden und nicht mehr länger in der Hauptoberfläche integriert sind. Das fördert die Übersichtlichkeit ein wenig, weil bisherige Einstellungen im Inhalte-Bereich im Vergleich deplatziert wirkten.
Streaming-Apps sind eben wichtig
Die dritte auffällige Neuerung ist der neue App-Bereich auf dem Startbildschirm, der zuvor Teil der Hauptnavigationsleiste war und jetzt eine eigene Reihe hat. Bisher durften hier sechs häufig benötigte Apps prominent eingebunden werden, es scheint keine echte Beschränkung mehr zu geben.
Wir konnten im Test 33 Apps unterbringen und hatten dadurch alle installierten Apps direkt auf dem Hauptbildschirm. Dazu müssen wir natürlich seitlich durch die Reihe scrollen, aber nicht wie bisher erst ein Untermenü aufrufen, um alle Apps zu erreichen. Schade ist, dass die App-Leiste erst an zweiter Stelle kommt, direkt davor gibt es eine Reihe mit Empfehlungen von Filmen und Serien der installierten Apps.
Indem die Streaming-Apps anderer Anbieter stärker in den Fokus rücken, erfüllen die Fire-TV-Geräte mit dem Update eher die Anforderungen eines modernen Streaminggeräts. In Anbetracht der Vielzahl an Streamingabos ist es wichtig, dass sie besonders bequem erreichbar sind. Hier liefert das neue Fire-TV-Update gute Bedingungen.
Amazon integriert Inhalte anderer Apps
Amazon bemüht sich, möglichst viele Inhalte anderer Streamingabos in die Fire-TV-Oberfläche zu integrieren, und das hat einen entscheidenden Nachteil: Weil passende Markierungen fehlen, wird es sehr unübersichtlich. Im Unterschied etwa zu anderen Abos wie Disney+, Netflix oder HBO Max vermischt Amazon bei Prime Video seit jeher munter Leih- sowie Kauftitel mit Aboinhalten, so dass das Abo selbst schonmal unübersichtlicher ist als bei der Konkurrenz.

Das ist auf den Fire-TV-Geräten nach dem Update nicht besser: Weiterhin muss immer erst jeder Titel einzeln angesteuert werden, um zu erfahren, ob der Film oder die Serie in einem der gebuchten Abos enthalten ist. Immer wieder werden Filme und Serien prominent in der Oberfläche angezeigt, die in keinem der gebuchten Abos enthalten sind.
Im Test hatten wir kein Abo von Prime Video oder Paramount+, trotzdem waren deren Filme und Serien immer wieder in der Oberfläche zu finden. Dadurch ist nie erkennbar, ob die vielen präsentierten Inhalte ohne weitere Kosten angeschaut werden können.
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