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Neue Fertigung in Houston: Apple entfernt Foxconn-Schriftzug in Pressebild

Apple wird seine Fertigung in Houston ausbauen – Hinweise auf Foxconn werden in einem Pressebild allerdings getilgt.
/ Tobias Költzsch
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Die Mitarbeiterin hat auf dem Foto keinen Foxconn-Schriftzug auf ihrem Kittel - im Video schon. (Bild: Apple)
Die Mitarbeiterin hat auf dem Foto keinen Foxconn-Schriftzug auf ihrem Kittel - im Video schon. Bild: Apple

In Zukunft wird Apple in seinem Werk in Houston auch Mac Minis fertigen: Im Laufe des Jahres soll die Produktion des kleinen PCs in Texas starten. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) ankündigt, soll auch die Fertigung von KI-Servern in dem Werk ausgebaut werden.

In der Mitteilung sind verschiedene Fotos der Fertigung zu sehen, ebenso ein kleines Video. Im Video ist noch der Schriftzug von Foxconn auf dem Laborkittel zu sehen, auf dem Foto fehlt dieser hingegen.

An der Stelle, wo bei der Mitarbeiterin der chinesische Schriftzug 富士康科技 im Video zu sehen ist, fehlt auf dem Foto jegliche Beschriftung. So wie der Kragen fällt und die Haube sitzt, lässt sich mit ziemlicher Sicherheit ausschließen, dass das Foto später mit einem anderen Kittel aufgenommen wurde.

Hinweise auf Bearbeitung des Fotos

Imgur(öffnet im neuen Fenster) hat Hinweise auf eine Bearbeitung gefunden: Der Kittel hat ein kariertes Muster, das an einer Stelle auf dem Foto unterbrochen ist. Eine Linie an der Stelle, wo der Foxconn-Schriftzug prangte, hört auf einmal auf.

Warum Apple das Foto bearbeitet und dort den Schriftzug entfernt hat, dies aber im Video nicht getan hat, ist unklar. Naheliegend ist, dass Apple den Fokus von Foxconn weg auf sich lenken will. Dann hätte das Unternehmen aber auch den Schriftzug im Video entfernen sollen.

Mit der Ankündigung der zusätzlichen Fertigung dürfte Apple auf den Druck der US-amerikanischen Regierung reagieren. Der US-Präsident Donald Trump erhöht vor allem seit Beginn seiner zweiten Amtszeit den Druck für US-Unternehmen, die Fertigung in die USA zu verlegen – auch, wenn dies ökonomisch keinen Sinn ergibt.

Apple fertigt seine Geräte hauptsächlich in Asien. Experten zufolge wäre die Herstellung etwa von iPhones in den USA viel zu teuer, zudem fehlten qualifizierte Mitarbeiter. Apple versprach dennoch, 600 Milliarden US-Dollar in den USA zu investieren.


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