Echo Link: viel Nerverei für viel Geld

Die Amazon-Neuvorstellung Echo Link kam Mitte Dezember 2018 auf den Markt - und ist ebenfalls bisher nicht für Deutschland geplant. Eigentlich sollte seit mindestens einem Monat auch das Produkt Echo Link Amp verfügbar sein, aber Amazon hat die Markteinführung auf unbestimmte Zeit verschoben und nennt keinen Termin für einen Verkaufsstart. Beide Produkte haben - anders als es der Name erwarten lässt - keine eingebauten Mikrofone. Damit sie per Spracheingabe bedient werden können, ist also ein zusätzlicher Echo-Lautsprecher erforderlich.

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Echo Link dient dazu, eine Musikanlage Alexa-fähig zu machen. Dabei verspricht Amazon eine bessere Klangqualität als mit einem Echo Dot oder Echo Input , die nur einen Bruchteil des 200 US-Dollar teuren Echo Link kosten.

Für das viele Geld erhalten die Nutzer allerlei Probleme. Käufer bemängeln auf der Amazon-Homepage besonders die Sprachsteuerung als unpraktisch. Sie müssten den Raumnamen des Echo Link immer mit ansagen, weil die Musik sonst auf dem Echo Dot statt auf der Anlage abgespielt werde. Laufende Musik werde bei Zuruf nicht wie sonst üblich in der Lautstärke reduziert. Auch der Zugriff auf Musik im lokalen Netzwerk sei nicht möglich, weil Amazon verbiete, dass entsprechende Skills in einer solchen Konfiguration genutzt würden.

  • Echo Link Amp (Bild: Amazon)
  • Echo Link Amp (Bild: Amazon)
  • Echo Link Amp (Bild: Amazon)
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  • Echo Link (Bild: Amazon)
  • Echo Link (Bild: Amazon)
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Echo Link Amp (Bild: Amazon)

Käufer kritisieren auch, dass es mit Echo Link nicht möglich ist, Musik etwa von einem lokalen CD-Player auf anderen Echo-Lautsprechern im Rahmen von Alexas Multiroom-Audio-System abzuspielen. Amazon bestätigt, dass dies derzeit nicht unterstützt wird. Ob die Funktion per Update nachgereicht wird, ist nicht bekannt. Auch hier hat Amazon ein Produkt auf den Markt gebracht, bei dem nicht einmal die von Käufern erwarteten Grundfunktionen einwandfrei funktionieren.

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Eine Stufe weiter will Amazon mit dem Echo Link Amp gehen. Es ähnelt dem Echo Link, hat aber schon einen eingebauten Verstärker. Das Produkt richtet sich an Kunden, die vorhandene Passiv-Lautsprecher in das Alexa-Ökosystem einbinden wollen. Aber auch hier benötigen Käufer noch einen Echo-Lautsprecher, um auch die Sprachsteuerfunktionen von Alexa nutzen zu können.

Probleme des Echo Link wird es so auch beim Echo Link Amp geben

Aller Voraussicht nach werden die Beschränkungen bei der Sprachsteuerung des Echo Link auch für den Echo Link Amp gelten. Denn die Kopplung mit einem Echo-Lautsprecher wird vermutlich ähnlich realisiert werden. Damit gibt es eigentlich nicht viel Hoffnung, dass die Verzögerung bei der Markteinführung des Echo Link Amp damit zusammenhängt, die Probleme des Echo Link beim Amp-Modell zu beseitigen. Denn auf der Produktwebseite des Echo Link Amp nennt Amazon die gleichen Beschränkungen bei den Multiroom-Audio-Funktionen wie beim Echo Link. Amazon selbst nennt keinen Grund, warum Echo Link Amp nicht planmäßig im vergangenen Jahr erschienen ist.

Bisher können wir die in Deutschland neu erschienenen verfügbaren Zubehörgeräte wie Echo Sub und Echo Connect insgesamt nicht empfehlen. Und der Blick in die USA stimmt nicht sehr hoffnungsvoll: Obwohl es etwa den Echo Connect dort schon länger gibt, hat Amazon die Zeit nicht zur Lösung der Probleme genutzt. Auch lässt sich nicht erkennen, dass Amazon daran arbeitet, sich auf die Alexa-Kernfunktionen zu konzentrieren und das Zwei-Klassen-System aufzugeben.

Das Alexa-Zwei-Klassen-System besteht weiter

Für Alexa-Nutzer bleibt es so ein großes Ärgernis, dass Lautsprecher von Drittanbietern nicht für Alexa-Anruffunktionen genutzt werden können, obwohl es technisch keinen erkennbaren Grund gibt, diese Funktion nach über einem Jahr noch immer nur für die eigenen Echo-Geräte anzubieten. Hier agiert Google vorbildlicher: Wenn ein Google-Assistant-Lautsprecher nicht direkt von Google ist, stehen alle Funktionen des Google Assistant trotzdem zur Verfügung.

Die Öffnung der Alexa-Multiroom-Audio-Funktion hat bisher nur ein Gerät hervorgebracht, das dies unterstützt: Polks smarte Soundbar namens Command Bar, mit der sich aber keine Echo-Lautsprecher als Rücklautsprecher nutzen lassen. Ausschließlich eine Multiroom-Audio-Nutzung mit anderen Echo-Lautsprechern ist möglich. Bisher haben keine weiteren Dritthersteller von Alexa-Lautsprechern angekündigt, Amazons Multiroom-Audio-System zu unterstützen - bei Sonos gibt es keine Pläne in dieser Richtung.

Es bleibt zu hoffen, dass Amazon seine Strategie noch einmal überdenkt. Einige wenige, dafür gute und gut durchdachte Geräte dürften bei den Kunden jedenfalls besser ankommen als viele Enttäuschungen.

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 Neue Echo-Geräte: Eine Menge Enttäuschungen
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uschatko 04. Feb 2019

Meine Einsatzzwecke für Alexa: - Multiroom-Musik (Haus mit 2 Etagen, plus Garten und...

Anonymer Nutzer 04. Feb 2019

Sind ganz okay, vermutlich liegt es wohl eher an der Kompression.

Anonymer Nutzer 04. Feb 2019

Verdammt, wir haben locker 80 Millionen Straftäter in Deutschland. Hast du jeden über...

Glitti 04. Feb 2019

Und wenn nicht das, dann zumindest ein optionales Kabel mit Infrarotsender, welches in in...



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