Abo
  • Services:

Neue Bildschirmtechnik: Bei Micro-LED-Displays ist Samsung ehrlich

Nach LED-, QLED- nun auch Micro-LED-Fernseher? Geht es nach den Experten der Display Week, stimmt das dieses Mal. Die Micro-LED-Technik ist echt und kein Marketing.

Artikel veröffentlicht am ,
The Wall auf der CES 2018
The Wall auf der CES 2018 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

In diesem wie auch im vergangenen Jahr wurde auf der Display Week gerne über das Marketing des Mischkonzerns Samsung gelästert. Nach LED-TV und QLED-TV kommt dieses Jahr aber kein dritter Fall dazu, den die Forscher für spitze Bemerkungen für ihre Vorträge nutzen können. The Wall ist tatsächlich ein Micro-LED- oder µLED-Display, wie wir auf der Display Week anerkennen müssen. Wir erinnern uns: LED-Fernseher von Samsung haben mit LED-Displays eigentlich nichts zu tun. Und QLED-Fernseher haben gar keine QLEDs, sondern einen QDEF genannten Filter mit Quantenpunkten im Panel, sind also eigentlich QD-LC-Displays, üblicherweise mit LED-Beleuchtung. Samsungs Marketing ist gerne kreativ.

Stellenmarkt
  1. McFIT GMBH, Berlin
  2. Grand City Property, Berlin

Samsungs The Wall braucht hingegen keine grenzwertige Kreativität zur Vermarktung. Die LEDs sind tatsächlich klein, wie etwa Ioannis Kymissis von der Columbia-Universität anerkennend sagte. Er hielt auf der Display Week einen vierstündigen Einführungskurs in die Micro-LED-Thematik. 0,84 mm beträgt der Abstand zwischen den Pixeln (Pixel Pitch), die damit eine auf den Platz bezogen relativ hohe Auflösung bieten können und zudem prinzipbedingt sehr lichtstark sind. In der Regel schaffen LEDs Helligkeiten im Bereich mehrerer Millionen Candela je Quadratmeter, die dann auf eine größere Fläche über Linsen und Lichtleiter verteilt werden.

Sonys Micro-LED-Display Cledis ist hingegen ein Grenzfall. 1,25 mm Pixel Pitch bietet das Display. Laut Kymissis nennt man in der Branche 1 Millimeter als Grenze, das wäre damit eher ein Mini-LED-Display. Allerdings hat Sony auch kein großes Marketing bezogen auf die Technik betrieben, obwohl Sony bereits 2012 ein erstes Display auf Fernseherniveau zeigen konnte. Sony hält sich aber ohnehin eher zurück, wenn es um Displaytechniken geht. Der einstige OLED-Pionier nennt seine Technik Crystal LED, nur der volle Name des Produkts, Crystal Light Emitting Diode Integrated Structure, deutet auf die Basistechnik hin.

Neben QLED und OLED ist die Micro-LED-Technik eines der groß diskutierten Themen der diesjährigen Display Week. Offenbar steht die Technik kurz vor dem Durchbruch und die Teilnehmer warten gespannt auf weitere Beispiele.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Samsung C27H711Q für 309€, MSI Optix MPG27C für 359€ und PlayStation Plus...
  2. (u. a. Adobe Photoshop Elements & Premiere Elements für 77,90€ und Corsair STRAFE RGB für 109...

FreiGeistler 28. Mai 2018

Kann es Kaffee kochen?

ThadMiller 24. Mai 2018

" Wenn man auf die Netflix Taste drückt (selbst im ausgeschalteten Zustand) vergeht keine...

ThadMiller 24. Mai 2018

Danke!

Clown 24. Mai 2018

Gab mal so ne Webseite, die nen live Test gemacht hat. Da konnte man mehrere Webcam...

DerSchwarzseher 23. Mai 2018

krach *fp kram natürlich


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 590 - Test

Wir schauen uns AMDs Radeon RX 590 anhand der Nitro+ Special Edition von Sapphire genauer an: Die Grafikkarte nutzt den Polaris 30 genannten Chip, welcher im 12 nm statt im 14 nm Verfahren hergestellt wird.

Radeon RX 590 - Test Video aufrufen
Aufbruch zum Mond: Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten
Aufbruch zum Mond
Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten

Hollywood-Romantiker Damien Chazelle (La La Land) möchte sich mit Aufbruch zum Mond der Person Neil Armstrong annähern, fördert dabei aber kaum Spannendes zutage. Atemberaubend sind wie im wahren Leben dagegen Armstrongs erste Schritte auf dem Mond, für die alleine sich ein Kinobesuch sehr lohnt - der Film startet am Donnerstag.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Solo - A Star Wars Story Gar nicht so solo, dieser Han
  2. The Cleaners Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen
  3. Filmkritik Ready Player One Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
Job-Porträt Cyber-Detektiv
"Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    •  /