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Seehofer entschieden für Hackbacks

Ob die Wissenschaft dem Minister diesen Wunsch noch erfüllen kann, ist unklar. Das könnte auch für eine weitere Forderung Seehofers gelten. Er sei "entschieden dafür", dass auf Basis einer rechtlichen Grundlage auch im zivilen Bereich "Gegenangriffe" gegen Hacker erlaubt sein sollten. Auch von der Leyen sprach sich dafür aus, dass die Behörden die Fähigkeiten für solche Hackbacks beherrschen sollten. "Auf einem ganz anderen Blatt Papier steht, ob man sie einsetzt", fügte die Ministerin hinzu. Bislang fehlt dazu in Deutschland die rechtliche Grundlage.

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Kritik an den Plänen kam umgehend vom Chaos Computer Club (CCC). Die Ausrichtung der Agentur unter Verteidigungs- und Innenministerium lasse "große Zweifel aufkommen, ob es hier wirklich um Cybersicherheit und nicht vielmehr um die Ausweitung der Cyber-Bewaffnung geht", hieß es in einer Stellungnahme. Statt dessen sollte die Cybersicherheits-Strategie strikt defensiv ausgerichtet werden. "Der Wunsch der deutschen Geheimdienste, mit NSA und GCHQ 'auf Augenhöhe' mitzucybern, darf nicht Maßstab einer Strategie für Sicherheit im digitalen Raum sein", warnte der CCC.

Grüne warnen vor Militarisierung des Internets

Auch die Grünen warnten vor einer "Militarisierung des Internet". Der Grünen-Netzpolitiker Konstantin von Notz forderte statt dessen, die IT-Infrastruktur stärker gegen Angriffe abzusichern. So müsse die Bundesregierung Sicherheitsstandards beschließen und dafür sorgen, dass Sicherheitslücken geschlossen und nicht aufgehalten würden, sagte Notz dem Südwestrundfunk. Notz verwies darauf, dass die Attribution bei Hackerangriffen sehr schwierig sei. Der Bundestag sei 2015 beispielsweise von einem britischen Server aus angegriffen worden. "Ich stelle mir vor, dass wir jetzt Server in Großbritannien angreifen. Da wünsche ich frohe Verrichtung", sagte Notz.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel zufolge orientiert sich Deutschland mit der Idee an ähnlichen staatlichen Cyber-Agenturen in den USA oder Israel. Diese identifizierten disruptive Cybertechnologien bereits in der Entwicklungsphase, investierten dann meist in die entsprechenden Startups oder Firmen und gelangten auf diese Weise an hochmoderne Cyberwaffen, noch bevor diese auf dem Markt verfügbar seien.

Von der Leyen nannte hingegen die Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums, die Darpa, als Vorbild. Diese habe in ihrem 60-jährigen Bestehen unter anderem Techniken wie das Internet, GPS und die Sprachsteuerung bei Smartphones gefördert.

 Neue Behörde: Agentur für Hackbacks und Quantenkryptographie
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User_x 30. Aug 2018

und wo sind deine Fakten?

Trockenobst 30. Aug 2018

Nehmen wir mal den Fall eines Botnet, dass bestimmte Industrieanlagen ausfallen lässt...

Proctrap 30. Aug 2018

Das dürfte weniger sein als google in Projekte steckt, OSS, Erforschung und eigene...

User_x 29. Aug 2018

.

fg (Golem.de) 29. Aug 2018

Danke für den Hinweis! Fehler ist schon korrigiert. Viele Grüße, F. Greis Golem.de


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