Neue Arbeitsweisen: Deutsche Unternehmen haben sich in Coronazeit angepasst
Die Arbeitgeber sehen gute Voraussetzungen dafür, dass die deutsche Wirtschaft gestärkt aus der Coronakrise hervorgeht. So hätten viele Firmen in die Digitalisierung investiert, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) am 8. September 2020 unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage im Auftrag der BDA sowie von Microsoft.
Die Umfrage zeige, dass Unternehmen in der Coronapandemie eine hohe organisatorische Anpassungsfähigkeit bewiesen hätten. Zwei Drittel der Befragten sagten demnach, dass sie sich während der Pandemie neue Arbeitsweisen angewöhnt hätten. Die Hälfte habe angegeben, dass ihre Firma insgesamt flexibler geworden sei. Knapp die Hälfte der Beschäftigten gebe an, dass ihr Unternehmen in Software investiert habe.
Die Firmen hätten die "richtigen Weichenstellungen" vorgenommen, erklärte Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung bei Microsoft Deutschland: "Ich bin zuversichtlich, dass wir kein Digitalisierungs-Strohfeuer erleben, sondern tatsächlich einen langfristigen Digitalisierungsschub sehen werden."
Arbeitswelt wurde vielfach modernisiert
BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter erklärte anlässlich einer Veranstaltung unter dem Namen #futurework20(öffnet im neuen Fenster) in Berlin: "Wir haben in der Krise einen massiven Modernisierungsschub in der Arbeitswelt erlebt." Investitionen in die Digitalisierung seien Investitionen in die Zukunft. Dies trage entscheidend zur Anpassungsfähigkeit der Unternehmen bei. Flexibilität habe sich für Unternehmen wie Beschäftigte als entscheidender Vorteil erwiesen.
Zu den prominenten Beispielen für eine veränderte Unternehmenskultur in Deutschland gehört Siemens . Das Unternehmen hatte bereits bekanntgegeben, auch nach einem Ende der Coronapandemie weiter stark auf mobiles Arbeiten und Homeoffice setzen zu wollen. "Wir haben gesehen, wie produktiv und effektiv das mobile Arbeiten sein kann" , erklärte Jochen Wallisch, Manager in Siemens' Personalbereich, im Juli 2020.
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