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Jabra-Kopfhörer mit perfekter Steuerung

Das Besondere am Elite-85h-Kopfhörer fällt sofort auf: Es gibt keinen Ein-Aus-Schalter. Stattdessen schaltet sich der Kopfhörer automatisch ein oder aus, je nach Position der Ohrmuscheln. Sobald diese so gedreht sind, dass der Kopfhörer aufgesetzt werden kann, schaltet er sich ein. Werden sie zur Seite gedreht, schaltet er sich aus. Das ist extrem clever gelöst, wir gewöhnen uns schnell daran.

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Am Kopfhörer sind zwei sichtbare Tasten, eine davon regelt die ANC- und Hear-through-Funktion, die andere dient zum Stummschalten des Mikrofons und zum Aufrufen eines digitalen Assistenten. Richtig gelesen: Der Hersteller hat sein Versprechen gebrochen; der Elite 85h bietet nicht die angekündigte Funktion, digitale Assistenten ohne Knopfdruck auf Zuruf zu aktivieren.

Auf Nachfrage von Golem.de begründet Jabra den Schritt folgendermaßen: "Die zu erwartende Benutzererfahrung entspricht nicht den eigenen Erwartungen. Momentan können die Speicheranforderungen für die Integration aller Sprachassistenten nicht durch die Chipsatztechnologie, die uns und anderen Kopfhörerherstellern zur Verfügung steht, erfüllt werden. Jabra verzichtet daher auf eine Beeinträchtigung des ANC, der Akkulaufzeit und der verwendeten fortschrittlichen Klangverarbeitungsalgorithmen, um ein erstklassiges Klangerlebnis mit dem Elite 85h zu schaffen."

Knopfbedienung ist einem Sensorfeld überlegen

Auf der rechten Hörmuschel befinden sich die Steuerungselemente für Musik und Telefonie. Dabei setzt Jabra auf klassische Drucktasten, die sich unter einer Gewebeoberfläche befinden und daher zunächst nicht auffallen. Eine Taste steuert Musik und Anrufe und liegt in einer vorbildlich zu erfühlenden Mulde. Die zwei anderen Tasten regeln die Lautstärke und haben Punkte als Markierungen, die ebenfalls gut erfühlt werden können. Alle drei fallen durch einen angenehm dosierten Druckpunkt positiv auf, jeder Tastendruck macht genau, was wir wollen. Sehr schön: Wie auch beim Microsoft-Kopfhörer können wir die Lautstärke am Kopfhörer regeln, wenn wir diese im Kabelbetrieb nutzen.

  • Links oben Boses Quiet Comfort 35 II, rechts oben Sonys WH-1000XM3, links unten Jabras Elite 85h, rechts unten Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links Jabras Elite 85h, rechts Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Elite 85h haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrpolster der Elite 85h tragen sich angenehm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bügel beim Elite 85h knarzen leicht beim Aufsetzen und Absetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones haben ein Drehrad. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrpolster der Surface Headphones tragen sich angenehm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tasten zur Musik- und Telefonsteuerung befinden sich unter einer Gewebeoberfläche und sind sehr gut zu erfühlen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones lassen sich nicht zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die linke Tasche für die Elite 85h ist kleiner als die auf der rechten Seite befindliche Tasche der Surface Headphones. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links liegen die Elite 85h in der Tasche, rechts liegen die Surface Headphones in der Tasche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Elite 85h haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Lautstärketasten dienen auch einem Titelsprung, die Belegung ist absolut intuitiv. Es gibt sogar einen Sonderbefehl, um direkt einen Track zurückzuspringen - sehr angenehm. Wie auch Microsofts Surface Headphones hat der Elite 85h eine Ohrerkennung, die allerdings abschaltbar ist. Der Elite 85h lässt sich umfassend und narrensicher bedienen - alles klappt, wie erwartet.

Elite 85 mit sehr langer Akkulaufzeit

Der Kopfhörer wirkt hochwertig verarbeitet, allerdings fällt uns ein unangenehmes Knarzen auf, das beim Aufsetzen und Abnehmen zu hören ist. Er sitzt etwas angenehmer als der Microsoft-Kopfhörer und ist dichter am Tragekomfort des Sony-Kopfhörers. Der Elite 85h unterstützt Bluetooth 5.0, und es können problemlos zwei Geräte parallel verwendet werden. Anrufer können uns gut verstehen, wenn wir darüber telefonieren, und wir hören diese ebenfalls gut.

Bei der Akkulaufzeit gehört der Jabra-Kopfhörer zum absoluten Spitzenfeld: Mit 39 Stunden Akkulaufzeit werden die vom Hersteller versprochenen 36 Stunden sogar noch um drei Stunden übertroffen. Damit schafft das Jabra-Modell eine fast dreimal so lange Akkulaufzeit wie die Microsoft-Konkurrenz und fast doppelt so viel wie der Quiet Comfort 35 II, der bis zu 23 Stunden erreicht. Zum Vergleich: Sonys WH-1000XM3 schafft schon sehr gute 28 Stunden, Jabra legt nochmal elf Stunden drauf. Nach 2,5 Stunden sind die Akkus wieder geladen. Der Kopfhörer kann während des Ladevorgangs weiterhin genutzt werden.

Bassarmer Klang

Klanglich ist der Elite 85h schwächer als Microsofts Kopfhörer. Das Klangbild ist sehr hell und klar, der Mittenbereich ist ausgeprägt, dafür ist der Bassbereich viel zu schwach. Ansonsten ist der Klang ausgewogen und raumfüllend, bleibt aber hinter den sehr guten Klangergebnissen des Sony-Kopfhörers deutlich zurück, die im Bassbereich viel zu leisten wissen.

Der Elite 85h liefert eine stärkere ANC-Leistung als die Microsoft-Konkurrenz, Gespräche im Büro werden besser gedämmt, Anschläge der Tastatur sind merklich leiser, und auch die Fahrgeräusche in der Berliner S-Bahn werden deutlicher verringert. Allerdings kämpft auch Jabra mit einem deutlich hörbaren Rauschen im Ruhebetrieb. Auch wenn das Grundrauschen leiser als bei der Microsoft-Konkurrenz ist, stört es.

  • Links oben Boses Quiet Comfort 35 II, rechts oben Sonys WH-1000XM3, links unten Jabras Elite 85h, rechts unten Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links Jabras Elite 85h, rechts Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Elite 85h haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrpolster der Elite 85h tragen sich angenehm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bügel beim Elite 85h knarzen leicht beim Aufsetzen und Absetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones haben ein Drehrad. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrpolster der Surface Headphones tragen sich angenehm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tasten zur Musik- und Telefonsteuerung befinden sich unter einer Gewebeoberfläche und sind sehr gut zu erfühlen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones lassen sich nicht zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die linke Tasche für die Elite 85h ist kleiner als die auf der rechten Seite befindliche Tasche der Surface Headphones. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links liegen die Elite 85h in der Tasche, rechts liegen die Surface Headphones in der Tasche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Tasten zur Musik- und Telefonsteuerung befinden sich unter einer Gewebeoberfläche und sind sehr gut zu erfühlen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Im ANC-Bereich schneidet der Elite 85h dennoch schwächer ab als die Konkurrenz von Bose und Sony. Beide können typische Bürogeräusche noch stärker dämmen, wobei Sony hier vor Bose liegt. Mit dem Jabra-Kopfhörer bleiben Stimmen weiterhin verständlich, bei den beiden anderen werden diese so weit gedämpft, dass die einzelnen Wörter weniger gut zu verstehen sind, die Ablenkung wird weitestgehend eliminiert.

Intelligente Windreduzierung und toller Hear-through-Betrieb

Vorbildlich gelöst ist Jabras automatische Windreduzierung. Der Kopfhörer merkt, wenn der Wind pfeift, und schaltet die Mikrofone so, dass die Windgeräusche nicht stören. Noch leistungsfähiger ist hier zwar das Sony-Modell, allerdings geschieht die Windreduzierung nicht automatisch und ist nur in der App zuschaltbar und nicht am Kopfhörer selbst.

Auch das Jabra-Modell hat einen Hear-through-Betrieb. Anders als bei Microsoft und Sony klingt dieser genau so, als hätten wir keinen Kopfhörer auf. Fahrgeräusche oder ähnliches werden nicht störend verstärkt, alles klingt sehr natürlich, und auch Ansagen in der Bahn können wir gut verstehen, während wir Musik in moderater Lautstärke hören.

  • Links oben Boses Quiet Comfort 35 II, rechts oben Sonys WH-1000XM3, links unten Jabras Elite 85h, rechts unten Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links Jabras Elite 85h, rechts Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Elite 85h haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrpolster der Elite 85h tragen sich angenehm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bügel beim Elite 85h knarzen leicht beim Aufsetzen und Absetzen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones haben eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones haben ein Drehrad. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ohrpolster der Surface Headphones tragen sich angenehm. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tasten zur Musik- und Telefonsteuerung befinden sich unter einer Gewebeoberfläche und sind sehr gut zu erfühlen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Microsofts Surface Headphones (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Surface Headphones lassen sich nicht zusammenfalten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die linke Tasche für die Elite 85h ist kleiner als die auf der rechten Seite befindliche Tasche der Surface Headphones. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links liegen die Elite 85h in der Tasche, rechts liegen die Surface Headphones in der Tasche. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Jabras Elite 85h (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Elite 85h haben mehrere Betriebsmodi, zwischen denen manuell oder automatisch gewechselt werden kann. Der Kopfhörer analysiert dafür die Umgebung und aktiviert das passende Profil etwa für den Aufenthalt in ruhigem Umfeld, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder für Spaziergänge. Eine ähnliche Technik hat auch Sonys WH-1000XM3. Beide Verfahren reagieren uns zu träge, wir können uns damit nicht anfreunden. Beim Jabra-Kopfhörer dauert es 30 bis 60 Sekunden, bis eine veränderte Umgebung erkannt ist. Bei einer halbstündigen S-Bahn-Fahrt durch Berlin schaltete der Modus fast an jeder Station um - aber mit entsprechender Verzögerung. Wenn die Bahn hält, läuft immer der falsche Modus, und der passende wird erst aktiviert, wenn der Zug schon wieder fährt.

Für die Konfiguration des Kopfhörers stellt Jabra die Sound+-App für iOS und Android bereit. Diese ist klar strukturiert, der Klang kann mit einem Equalizer angepasst werden. Es gibt eine Ortungsfunktion, und bei Bedarf kann Alexa als digitaler Assistent eingerichtet werden. Ansonsten wird der auf dem Smartphone hinterlegte Assistent genutzt. Zudem kann in der App eingestellt werden, wann sich der Kopfhörer bei Nichtnutzung von selbst ausschaltet.

Jabras Elite 85h lässt sich vorzüglich bedienen, hier stimmt einfach alles, und die coole Einschaltautomatik ist praktisch. Im Hear-through-Betrieb, bei der automatischen Reduzierung von pfeifendem Wind und bei der Akkulaufzeit leistet Jabra Vorbildliches. Die ANC-Fähigkeiten sind zwar besser als bei der Microsoft-Konkurrenz aber schwächer als das, was Sony und Bose leisten. Der Klang ist zu bassarm und die automatische Profilerkennung konnte uns so nicht überzeugen.

 Surface Headphones: Guter Klang, schwaches ANCVerfügbarkeit und Fazit 
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Eisboer 27. Mai 2019

Scheint mir eine sehr persönliche Geschichte bei dir zu sein. Von deinem Fehler habe ich...

Unix_Linux 24. Mai 2019

ich weiss nicht ob das funktioniert aber, versuch doch mal den kopfhörer aufzumachen und...

Zuckerbäckerlein 24. Mai 2019

Ich persönlich werde es künftig von Qualität und Service abhängig machen. Der beste...

schnitzel128 23. Mai 2019

Vielen Dank für deine Rückmeldung! Ich habe die Denon Kopfhörer hier vor mir, genauso wie...

Eisboer 23. Mai 2019

Ja, natürlich. Wie bei jedem Kopfhörer ever, da sie ja direkt auf dem Kopf anliegen. Ich...


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