Neue 800-Volt-Plattform: Renault setzt weiter auf die E-Mobilität
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Der französische Autohersteller Renault will mit zwölf neuen Modellen bis zum Jahr 2030 seine Marktposition stärken und seine gesamte Modellpalette elektrifizieren. "Eine wichtige Rolle spielt dabei Entwicklung einer neuen Generation von Elektrofahrzeugen auf Basis der neuen Plattform RGEV Medium 2.0, die auf Reichweite, Effizienz und ultraschnelles Laden ausgelegt ist" , teilte das Unternehmen am 10. März 2026 mit(öffnet im neuen Fenster) .
Diese mittelgroße Plattform sei für das C- und D-Segment ausgelegt, worunter die Kompaktklasse und die obere Mittelklasse verstanden werden. Die Plattform verfüge über eine 800-Volt-Architektur und drei Antriebsvarianten. Der normale Elektroantrieb soll dabei eine Reichweite von bis zu 750 km liefern.
Beim Allradantrieb nennt Renault keine Reichweite, aber eine Anhängelast von bis zu zwei Tonnen. Ein zusätzlicher Verbrennungsmotor (Range Extender) soll die Reichweite auf 1.400 km erhöhen. Dabei lägen die CO 2 -Emissionen unter 25 Gramm pro km.
Neue 800-Volt-Architektur
Die 800-Volt-Technik soll laut Renault(öffnet im neuen Fenster) "superschnelles Laden in nur zehn Minuten" ermöglichen, wobei kein genauer Ladehub und keine maximale Ladeleistung genannt werden. Das Batteriemodul in Cell‑to‑Body‑Architektur könne sowohl Pouchzellen als auch prismatische und Blade‑Zellen aufnehmen.
Zudem setzt Renault auf unterschiedliche Zellchemien, vermutlich NMC- und LFP-Akkus. Die Akkus mit höherer Energiedichte (NMC) würden von 2028 an schrittweise auf 800 Volt umgestellt. Bei den LFP-Akkus für Kleinwagen und Varianten mit Standardreichweite im Kleinst- und Kleinwagenbereich nutzt Renault auch künftig ein 400-Volt-System. Der Strategie zufolge ermöglicht die RGEV-Plattform auch mit LFP-Akkus größere Reichweiten ohne Einbußen bei der Ladegeschwindigkeit.
Für die neue Plattform will Renault weiterhin eine Stromerregte Synchronmaschine nutzen. Diese kommt im Gegensatz zu permanenterregten Maschinen (g+) ohne Magnete im Rotor aus und benötigt daher keine Seltenerdmetalle. Der geplante Motor verfüge über einen Wirkungsgrad von 93 Prozent auf der Autobahn und mit 205 kW über 25 Prozent mehr Leistung. Der Motor soll sowohl als Heck- als auch als Frontantrieb eingesetzt werden. In Verbindung mit einer neuen Leistungselektronik werde die dritte Generation des Antriebs um 20 Prozent günstiger als die Vorgängerversion.
Bei der künftigen Produktion setzt Renault generell darauf, die Kosten zu senken.
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