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Produktionskosten bei E-Autos um 40 Prozent senken

So will das Unternehmen "durchschnittlich 30 Prozent weniger Bauteile pro Fahrzeug einsetzen und 350 humanoide Roboter der neuen Generation einführen, die schwere oder geringwertige Tätigkeiten übernehmen" . Mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) will Renault die Produktionspausen in den Werken halbieren und den Energieverbrauch um 25 Prozent senken. Das soll die Produktionskosten um 20 Prozent reduzieren. Insgesamt sollen die Kosten im Vergleich zur aktuellen Elektroautogeneration um 40 Prozent sinken.

Nicht nur der Antrieb, auch die Softwarearchitektur wird bei der RGEV-Plattform auf den neuesten Stand gebracht. Das wird als Software Defined Vehicle (SDV) bezeichnet, bei der die bisherigen separierten Domaincontroller durch eine zentrale Architektur ersetzt werden. Dadurch ließen sich künftig 90 Prozent der Fahrzeugfunktion aus der Ferne aktualisieren. "Gleichzeitig entsteht das erste gemeinsam mit unserem Partner Google entwickelte carOS auf Android‑Basis" , schreibt Renault.

Der nächste Schritt sei die Weiterentwicklung des SDV zum Artificial Intelligence Defined Vehicle (AIDV), "das Infotainment, Fahrerassistenzsysteme (ADAS) und Fahrwerk intelligent steuern kann" . Parallel dazu werde die bisherige Domain‑Control-Architektur jedoch weiterhin eingesetzt.

Drei neue elektrische Dacias

Mit Blick auf die verschiedenen Marken will der Hersteller in Europa zwölf neue Renaults präsentieren. International seien 14 neue Modelle geplant. Die Einstiegsmarke Dacia soll neben dem Spring bis 2030 drei weitere vollelektrische Modelle anbieten.

Einen ersten Ausblick auf die neuen Modelle lieferte Renault mit dem Bridger Concept. Das knapp vier Meter lange Kompakt-SUV soll in weniger als zwei Jahren in Indien entwickelt werden. Es basiere auf der neuen modularen Plattform RGMP small und werde je nach Markt als Verbrenner-, Hybrid- oder Elektroversion erhältlich sein. Das Modell werde zunächst Ende 2027 in Indien auf den Markt kommen und dann schrittweise in anderen internationalen Märkten eingeführt.

Renault ist spät dran

In Deutschland bietet Renault derzeit sechs elektrische Pkw-Modelle an (R4, R5 ( Praxistest ), Megane, Scenic, Twingo und Kangoo). Mit 1.851 Neuzulassungen von E-Autos rangiert Renault in diesem Jahr in Deutschland auf Rang 17, noch hinter Fiat und Peugeot.

Für eine Aufholjagd in der Mittelklasse kommt die neue Plattform relativ spät. Hersteller wie BMW oder Mercedes-Benz verfügen mit dem iX3 oder dem CLA bereits über Modelle mit 800-Volt-Technik und zentraler Softwarearchitektur. Hersteller aus Südkorea oder China bieten ebenfalls schon E-Autos mit hohen Ladeleistungen an.


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