Neubrandenburg: Telekom hält Performance von Open RAN geheim
Die Deutsche Telekom macht keine Angaben zur Performance ihrer ersten O-RAN-Mobilfunkstationen in Deutschland, die in das Live-Netz integriert wurden. "Also, wir haben ja jetzt den Start von O-RAN Town mitgeteilt. Sie werden über die nächsten Monate noch mehr dazu hören. Bitte noch etwas Geduld, gerade was Details angeht" , sagte Telekom-Sprecher Stephan Broszio Golem.de auf Anfrage.
Insider gehen davon aus, dass die technischen Daten nicht überwältigend waren, sonst hätte die Telekom sie bereitwillig bekanntgegeben. Golem.de wollte wissen, welche Performance das Netzwerk bietet und welche Datenrate erreicht wurde. Auch nach der Energieeffizienz und der Größe der RAN-Ausrüstung im Vergleich zu Antennen von etablierten Ausrüstern hatten wir gefragt. Die Antwort der Telekom erhielt Golem.de bereits am 29. Juni, seitdem wurden keine weiteren Angaben nachgeliefert.
Kritik am Open-RAN Kurs der Telekom
Die Sprecherin für Europapolitik der Grünen, Franziska Brantner, hatte die Telekom und Orange für ihre Unterstützung von Open RAN kritisiert . "Es ist nicht im Interesse der EU, den großen Betreibern Deutsche Telekom und Orange bei ihrer Präferenz für Open RAN zu folgen" . Sie appellierte an die EU-Kommissare Thierry Breton und Margrethe Vestager, den Open-RAN-Kurs zu ändern.
Sie bezog sich auf Aussagen des US-Open-RAN-Herstellers Mavenir, der offen sagte, es gehe darum, mit der Technologie "die amerikanischen Führung bei 5G durchzusetzen."
Die Bundesregierung stellte zwei Milliarden Euro für Open RAN bereit. Es gehe um "zukünftigen Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland und Europa" , hieß es in dem Dokument von Bundesforschungsministerium, Verkehrsministerium, Wirtschaftsressort und Innenministerium.
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