Neuausrichtung: Suse will Mitarbeiter zum freiwilligen Abschied bewegen
Der Linux-Anbieter Suse hat ausgewählten Angestellten Angebote zum freiwilligen Ausscheiden und zum Vorruhestand unterbreitet. Wie The Register(öffnet im neuen Fenster) auf Basis von Aussagen des Unternehmens berichtet, ist das Ziel der Maßnahme, die Geschäftsstruktur an langfristigen strategischen Prioritäten auszurichten.
Die Angebote zum freiwilligen Verlassen des Unternehmens richten sich dem Bericht nach vor allem an langjährige Angestellte, insbesondere jene mit mehr als zehn Jahren Firmenzugehörigkeit. Die Kontaktaufnahme soll unter anderem im Anschluss an eine aus Singapur übertragene Online-Betriebsversammlung erfolgt sein.
Unabhängig davon gab es am Suse-Standort in Prag personelle Entwicklungen: Die dortigen Beschäftigten haben sich gewerkschaftlich organisiert. Die neu gegründete Suse Workers Union schloss sich der tschechischen ICT-Gewerkschaft an, die auch Angestellte anderer großer IT-Konzerne in Tschechien vertritt.
Neuausrichtung der Unternehmensstrategie
Darüber hinaus nahm das Unternehmen laut The Register grundlegende Veränderungen in der strategischen Ausrichtung vor, die maßgeblich durch die Übernahme des Container-Spezialisten Rancher geprägt sind. Im Zuge der Akquisition stiegen mehrere Manager von Rancher in leitende Positionen bei Suse auf und begleiten die Neuausrichtung der Unternehmensstrategie.
Auf technischer Ebene schlägt sich dieser Wandel in erheblichen Modifikationen der eigenen Linux-Distribution nieder, was beim Release Candidate von Opensuse Leap 16 sichtbar wird. Dabei wurden althergebrachte Suse-Werkzeuge wie das Konfigurationstool Yast, der bisherige Installer, X.org und 32-Bit-Kompatibilitätsbibliotheken gestrichen oder durch Alternativen ersetzt.
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