Netzwerkprotokolle: OpenVPN setzt IPv6 vollständig um

Der OpenVPN-Entwickler Gert Doering hat die Veröffentlichung von OpenVPN 2.3.0 bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Künftig lässt sich OpenVPN mit IPv6 nutzen. Ein schwerer Fehler in der letzten Betaversion hatte die Veröffentlichung um wenige Tage verzögert. Der Fehler wurde kurz vor Weihnachten entdeckt.
OpenVPN 2.3.0 bringt weitere neue Funktionen mit, darunter die optionale Verwendung für PolarSSL. Die Kombination aus OpenVPN und PolarSSL(öffnet im neuen Fenster) wird bereits seit 2011 von der niederländischen Regierung unter dem Namen OpenVPN-NL eingesetzt.
Ferner wurde das API für Plugins überarbeitet, so dass es künftig leichter erweitert werden kann. Mit dem neuen API in Version 3 lassen sich etwa X.509-Zertifikate direkt als Plugins einbinden. Auch die Unterstützung für UTF-8 wurde erweitert, etwa in Zertifikatsfeldern. Auch in der Windows-Version lässt sich UTF-8 in Dateinamen nutzen. Außerdem wurde in der Linux-Version On-Links eingeführt. Damit sollen Fehler vermieden werden, die der Paramter --redirect-gateway verursachte, wenn Verbindungen über die Hardware und nicht mit IP-Adressen konfiguriert werden.
Die Benutzerschnittstelle wurde ebenfalls um etliche Optionen erweitert. RSA-Schlüssel lassen sich mit dem Parameter --management-external-key importieren oder angemeldete Clients mit client-kill abmelden. Außerdem lässt sich der Name jedes angemeldeten Benutzers anzeigen.
Eine Liste der Änderungen in OpenVPN 2.3.0 ist im entsprechenden Changelog zusammengefasst(öffnet im neuen Fenster) . Der Quellcode sowie Installer für Windows in einer 32- und 64-Bit-Version stehen auf den Servern des Projekts zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster) .