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Teilt eure WLANs!

Entscheidend ist, was unter dem Strich ankommt. Am meisten profitieren die Nutzer von dem Trend zu Systemen mit immer mehr Antennen und MU-MIMO-Streams, selbst wenn ihre Geräte gar nicht so viele parallele Streams empfangen können. Dieser Trend existiert für Mobilfunk und WLANs gleichermaßen. Die Übertragungseigenschaften von sehr kurzen Wellenlängen bewirken eine fleckige Abdeckung. Weiße Flecken und Flecken mit Empfang wechseln sich bei SHF- und EHF-Frequenzen ab. Hier bringt der massive Ausbau von Antennensystemen einen Fortschritt - wenn er denn durchgeführt wird.

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Für die Funklöcher auf dem Land ist also auf absehbare Zeit durch 5G wenig bis gar nichts zu erwarten. Erst wenn auf den langwelligeren 700- und 800-MHz-LTE-Bändern 5G-Systeme oder - realistischer - LTE-Systeme mit massiven Mehrfachantennen-Systemen Einzug halten, kann es hier zu einem Fortschritt kommen. Die Erhöhung der Symbolraten auf theoretische 1024-QAM bringt ohne Empfangsverbesserungen in der Fläche nichts.

Spektrum-Auktionen machen den Mobilfunk teuer

Gerade in Deutschland sind Datentarife für Mobilfunk im internationalen Vergleich sehr beschränkt und teuer. Eine Mitschuld daran tragen die hohen Investitionen in Spektrum-Lizenzen. Natürlich erwarten Investoren eine rasche Amortisation ihrer Ausgaben. So verteuern die Auktionen die mobile Internetnutzung. Für die insgesamt 6,55 Milliarden Euro, die bei der letzten 3,5-GHz-Frequenz-Auktion der Bundesnetzagentur ausgehandelt wurden, könnten Endverbraucher 16,4 Millionen voll ausgestattete 6G-WLAN-Access Points kaufen, ohne einen Mengenrabatt zu verhandeln.

Fast überall außerhalb Deutschlands ist es üblich, das eigene WLAN zu teilen. Das WLAN öfter zu teilen oder sogar per Funkmesh untereinander zu vernetzen, ist das Bestreben von Community-Netzwerk-Initiativen wie der Freifunk-Bewegung.

Das Alleinstellungsmerkmal des Mobilfunks dürfte die Versorgung mit relativ begrenzten Datenraten und vergleichsweise teurem Datenvolumen in der Fläche bleiben, allen anderslautenden bisherigen Ankündigungen zum Trotz. Gäbe es mehr öffentlich zugängliche WLANs und hätte die Bevölkerung weniger Bedenken, ihre WLANs untereinander zu vernetzen und freizügiger zu teilen, träfe der Hype um 5G möglicherweise auf eine kritischere Öffentlichkeit.

Bei jeder Einführung eines neuen Mobilfunk-Standards wurden hohe Erwartungen geschürt, aber der Abgleich mit den Zahlen der Breitbandmessungen zeigt, dass es noch reichlich Raum für Verbesserungen gibt. So verfügten nur 1,5 Prozent der Mobilfunk-Nutzer 2017/2018 über die vertraglich zugesicherte mobile Bandbreite. 50 Prozent der Nutzer konnten mindestens 16,1 Prozent der versprochenen Bandbreite nutzen und 80 Prozent bekamen mindestens 3,3 Prozent der zugesicherten Bandbreite.

Ein eigenes Netz in Bürgerhand

Es ist absehbar, dass sich durch die Einführung von 5G keine Zeitenwende in der digitalen Versorgung ereignet. Die Politik täte gut daran, der Bevölkerung auch dabei zu helfen, sich selbst zu helfen.

Dafür gäbe es durchaus Spielraum: Mehr lizenzfreies Spektrum für WLAN freizugeben, wäre zum Beispiel ein großer Gewinn für die ganze Gesellschaft. Mit zusätzlichen Flächenfrequenzen für WLAN unterhalb von 1 GHz könnten Bürger und Freifunker in Funklöchern zur Selbsthilfe greifen, anstatt weiterhin auf den lokalen Aufbau des Mobilfunks durch den Markt zu hoffen, der sich aus Sicht der Anbieter gar nicht auszahlt.

Die Digitale Dividende, die jetzt an die Mobilfunk-Unternehmen lizenziert wird, hat die Bevölkerung durch die Abschaffung des analogen Fernsehens und den Neukauf von DVB-T-Geräten schließlich mitfinanziert.

Überall schnelles Internet per Glasfaser, das die Bevölkerung über ein vermaschtes WLAN teilt, dazu gut ausgebauten Mobilfunk in der Fläche ohne nennenswerte Funklöcher, der gern auch etwas kosten darf - das wäre doch etwas.

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 Worin sich 5G und Wi-Fi 6 unterscheiden
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  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

hubby 16. Dez 2019 / Themenstart

"Gewinne sicherlich, aber keineswegs Antennengewinne. Wie stellst du dir vor, soll solch...

UweFO 16. Dez 2019 / Themenstart

Aber gewiß doch, D/E-Netz, WiFi, Bluetooth, DECT, TETRA, NFC, DAB, DVT, SAT, WiMAX etc...

bombinho 09. Dez 2019 / Themenstart

Witzigerweise macht das sogar Sinn, da bei den Mobilgeraeten die Sendespannung erheblich...

tirox 09. Dez 2019 / Themenstart

Darf ich vorstellen? Satoshi Nakamoto

Akhelos 06. Dez 2019 / Themenstart

Es gibt Leute die nicht mindestens ein FM Radio haben?

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