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Worin sich 5G und Wi-Fi 6 unterscheiden

In funktechnischer Hinsicht unterscheiden sich die Konkurrenten vor allem bei den verfügbaren Frequenzbändern und den erlaubten Sendeleistungen unter Einberechnung des Antennengewinns, der äquivalenten isotropen Strahlungsleistung (EIRP). Bei Wi-Fi im 2,4-GHz-Band sind nur bis zu 0,1 Watt effektive Sendeleistung erlaubt. Die 5G-Basisstation Ericsson AIR 5121 arbeitet mit bis zu 40 Watt effektiver Sendeleistung pro Richtstrahl. 5G-Netze haben außerdem das Privileg, exklusive und ungestörte Wellenbereiche nutzen zu können, die nicht mit anderen Funkanwendungen geteilt werden müssen.

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Diese Unterschiede sind in erster Linie regulatorischer Natur. Wesentlich für den Mobilfunk ist jedoch vor allem das automatische Handover zwischen den Basisstationen und die automatische Authentifizierung per SIM. Wi-Fi-Hotspots sind dagegen in der Regel nur für einen kleinen Benutzerkreis offen, ohne automatische Authentifizierung. Nur in Ausnahmefällen gibt es automatisches Handover oder automatische Authentifizierung bei professionell organisierten WLAN-Netzwerken. Das WLAN-Angebot ist daher aktuell kleinräumig und auf einen kleinen Nutzerkreis zugeschnitten.

Es gibt auch einige offene, vermaschte Wi-Fi-Hotspots der Freifunk-Bewegung mit automatischem Handover, wie sie manche Freifunk-Communitys anbieten. Da das Freifunk-Netz offen für alle ist, ist eine Authentifizierung nicht nötig, doch die WLAN-Abdeckung der Freifunk-Hotspots ist in der Regel auf wenige Hotspots mit kleinräumiger Abdeckung beschränkt, also stark fleckig, mit vielen Funklöchern.

Hat man das WLAN-Endgerät jedoch einmal für die WLAN-Hotspots der jeweiligen Freifunk-Community konfiguriert, kann es sich automatisch überall da einbuchen, wo es Freifunk gibt. Und es bleibt durch automatisches Handover nahtlos verbunden, solange es die Abdeckung zulässt. Dafür sorgen in den betreffenden Freifunk-Netzen angepasste Routing-Protokolle.

Die heute mit 5G konkurrierende Masse von vielen kleinen, preiswerten WLAN-Funkzellen wäre bei entsprechender Koordination für Ballungszentren ökonomisch effizient und mit den wenigen, zwar relativ reichweitenstarken, aber dafür teuren Mobilfunkzellen als direkter Konkurrent kaum zu schlagen.

Vermaschtes Wi-Fi als 5G-Konkurrenz

Sie könnten zum Beispiel nach dem Prinzip der vermaschten Freifunk-Hotspots mit automatischem Handover und mit größerem ökonomischem Aufwand vernetzt werden. Allerdings taugt WLAN wegen der ungeeigneten Frequenzbereiche und niedrigeren Sendeleistung nicht für die Versorgung in der Fläche, wie es LTE kann. Diesen Vorteil hat aber der Mobilfunk mit 5G in SHF- und EHF-Bändern auch nicht.

Es wird einige Zeit dauern, bis die heutigen LTE-Bänder für den 5G-Betrieb umgenutzt werden. Zudem ist fraglich, wie Antennensysteme mit zum Beispiel 64x64-Antennen in diesen langwelligeren Frequenzbändern technisch umgesetzt werden könnten. Längst gäbe es die technische Möglichkeit, alle älteren LTE-Basen auf LTE Advanced Pro mit 8x8 MIMO aufzurüsten. In Deutschland gibt es jedoch noch heute Mobilfunk-Basisstationen, die nur mit GSM (1G) arbeiten.

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hubby 16. Dez 2019

"Gewinne sicherlich, aber keineswegs Antennengewinne. Wie stellst du dir vor, soll solch...

UweFO 16. Dez 2019

Aber gewiß doch, D/E-Netz, WiFi, Bluetooth, DECT, TETRA, NFC, DAB, DVT, SAT, WiMAX etc...

bombinho 09. Dez 2019

Witzigerweise macht das sogar Sinn, da bei den Mobilgeraeten die Sendespannung erheblich...

tirox 09. Dez 2019

Darf ich vorstellen? Satoshi Nakamoto

Akhelos 06. Dez 2019

Es gibt Leute die nicht mindestens ein FM Radio haben?


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