Wi-Fi 6 und 5G versprechen gleich hohe Raten

Die Anzahl der Antennen lässt sich also in den Endgeräten nicht beliebig steigern. Auf der Seite der Basisstationen - egal ob 5G oder Wi-Fi 6 - können und dürfen es dagegen gerne sehr viele MU-MIMO-Antennen sein. Mit der Anzahl der im Raum verteilten Antennen auf der Seite der Basisstationen steigt die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein oder mehrere parallele Funkpfade mit gutem Signal-Rauschabstand zum Endgerät existieren. Davon haben die Nutzer wirklich einen Gewinn, sofern die Betreiber entsprechend in die Technik investieren.

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Die Qualität der Funkabdeckung steigt durch Mehrfachantennensysteme auf der Seite der Basisstation, weil sich die Empfangssituation angesichts der Multi-Pfad-Ausbreitung verbessert. Dies trifft auch dann zu, wenn das Endgerät weder MU-MIMO oder MIMO kann. Dazu kommt bei 5G- und Wi-Fi-6-Systemen noch das Beamforming. Dabei werden die Antennenelemente einzeln so angesteuert, dass sie sich wie eine elektronisch ausrichtbare Richtantenne verhalten, die die Endgeräte gezielt anpeilen und anfunken kann.

Übertragungsfehler können leicht vorkommen

Diese Ausbaumaßnahmen bei den Basisstationen bringen in der Praxis von 5G und Wi-Fi 6 eben mehr als theoretische extreme Datenraten, die nur unter Idealbedingungen auf kürzeste Distanz funktionieren. Nach dem Shannon-Hartley-Gesetz muss für eine 1024-QAM-Modulation mathematisch ein Signal-Rauschverhältnis von mindestens Faktor 1023 bestehen (entsprechend 30 dB), in der praktischen technischen Implementierung noch mehr. Bereits minimale Abweichungen in der Synchronisation der Phasenlage und ein wenig Rauschvarianz verursachen Übertragungsfehler bei der Decodierung der Bits und Bytes. Passt das Signal-Rauschverhältnis nicht, bleibt kaum etwas von den angekündigten Datenraten übrig.

Bringt wenig in der Praxis, klingt aber gut

Schon bei Wi-Fi 5, dem Vorgänger von Wi-Fi 6, ist der Chiphersteller Broadcom mit der nicht standardkonformen Erweiterung der Symbolraten von 256- auf 1024-QAM vorgeprescht. Konkurrent Qualcomm bezweifelte indes den praktischen Nutzen. Nun gehört 1024-QAM bei Wi-Fi 6 und 5G zum Standard. Zwar bringt es in der Praxis tatsächlich kaum etwas. Bei der Produktwerbung sehen erhöhte theoretische Übertragungsraten aber gut aus.

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Tatsächlich wird jedoch ständig auf sehr viel niedrigere und robustere Symbolraten heruntergeschaltet und man landet zum Beispiel bei 2 (4-QAM) statt 10 Bit pro Zeichen. Für einen Vierseiten-Hof im Märkischen Sand bringen solche Zahlenspiele ohnehin nichts, wenn er sich nicht in unmittelbarer Nähe der Basisstation befindet.

Ist die Basisstation mit einem ausgezeichneten MU-MIMO-System ausgestattet, verbessert das die Abdeckung und damit das Signal-Rauschverhältnis. Um Strom und Kosten zu sparen, werden aber eben nicht alle 5G-Stationen den Maximalausbau von 64x64-Streams bieten, sondern nur 32x32, 16x16 oder 8x8. Die aktuelle Situation von LTE, dass Basisstationen aus Kostengründen ohne MIMO oder nur mit 2x2-MIMO arbeiten, wird sich bei 5G absehbar wiederholen.

Die Versprechen, was 5G werden soll und was es voraussichtlich sein wird, klaffen also weit auseinander. Und nicht nur das: Im Vergleich zum Wi-Fi hat es einige Minuspunkte - vor allem was die Strahlung und die Offenheit der Netze angeht.

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 5G ist keine Revolution, Wi-Fi ist genauso gutWorin sich 5G und Wi-Fi 6 unterscheiden 
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hubby 16. Dez 2019

"Gewinne sicherlich, aber keineswegs Antennengewinne. Wie stellst du dir vor, soll solch...

UweFO 16. Dez 2019

Aber gewiß doch, D/E-Netz, WiFi, Bluetooth, DECT, TETRA, NFC, DAB, DVT, SAT, WiMAX etc...

bombinho 09. Dez 2019

Witzigerweise macht das sogar Sinn, da bei den Mobilgeraeten die Sendespannung erheblich...

tirox 09. Dez 2019

Darf ich vorstellen? Satoshi Nakamoto

Akhelos 06. Dez 2019

Es gibt Leute die nicht mindestens ein FM Radio haben?



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