Wi-Fi ist störanfällig, kurzwelliges 5G aber auch

Die jüngst für über sechs Milliarden Euro ersteigerten 5G-Frequenzen um 3,5 GHz haben eine Wellenlänge von circa 8,5 cm. Die Übertragungseigenschaften des exklusiv von 5G genutzten Frequenzbands liegen also physikalisch zwischen dem 2,4-GHz-WLAN-Band und dem 5-GHz-WLAN-Band.

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Wi-Fi verwendet aktuell in Deutschland lizenzfreie Frequenzbänder bei 2,4 GHz, 5 GHz und 60 GHz. Das entspricht Wellenlängen von 12 cm, 6 cm und 0,5 cm. Wegen der sehr kurzen Reichweite von Millimeterwellen gibt es bislang kaum WLANs, die im 60-GHz-Band arbeiten.

Obwohl 60-GHz-Wi-Fi seit Jahren existiert und bis zu 2,16 GHz breite Übertragungskanäle für Gigabit-Geschwindigkeiten bietet, wird es bislang von Endbenutzern kaum verwendet. Es ist schlicht zu teuer, der Markt für 60-GHz-Wi-Fi-Geräte ist verschwindend klein und die Reichweite beträgt bei freier Sicht bestenfalls einige Dutzend Meter. Sehr kleine Reichweite, hohe Störanfälligkeit, starke Dämpfung und ausgeprägte quasi-optische Übertragungseigenschaften machen den Betrieb viel ungünstiger als im 5-GHz-Wi-Fi-Band, das mit bis zu 160 MHz breiten Kanälen auch rasante und weit weniger störanfällige Übertragungsraten bietet und wenig kostet.

Aus dem gleichen Grund weist 5-GHz-Wi-Fi wiederum ungünstigere physikalische Übertragungseigenschaften als 2,4-GHz-Wi-Fi auf. 5-GHz-Wi-Fi reicht weniger weit als 2,4-GHz-Wi-Fi, bietet aber ein breiteres Frequenzband für breitere Kanäle und damit mehr Geschwindigkeit. Die Störreichweite von WLAN-Accesspoints ist im 5-GHz-Bereich kleiner - und da insgesamt weniger WLANs das breitere Frequenzband nutzen, funkt auch weniger dazwischen. Das ist in dicht besiedelten Gebieten von Vorteil. 2,4 GHz reicht etwas weiter, aber deswegen stören sich die vielen WLANs in den Innenstädten auch gegenseitig mehr. Abgesehen davon wird 2,4 GHz noch von vielen anderen störenden Anwendungen genutzt und es gibt insgesamt nur vier 2,4-GHz-Wi-Fi Kanäle, die sich nicht überlappen (1, 5, 9, 13).

5G hat kaum bessere Eigenschaften als 60-GHz-Wi-Fi

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Der 5G-Millimeterbereich bei 28 GHz hat eine Wellenlänge, die mit knapp über einem Zentimeter nur etwa doppelt so lang wie bei 60-GHz-Wi-Fi ist. mmWave2 - in der 5G-Marketingsprache - weist daher kaum bessere Eigenschaften als 60-GHz-Wi-Fi auf.

Bereits Regen, Schnee und Nebel dämpfen oberhalb von 10 GHz stark. Regentropfen sind bei 1 cm Wellenlänge als störende Objekte nicht mehr zu vernachlässigen. Auch die Freifelddämpfung (Abschwächung der Signale über die Distanz, auch ohne störende Objekte) ist bei kürzeren Wellenlängen physikalisch bedingt größer.

Was die Reichweite und Störanfälligkeit angeht, kann Wi-Fi also durchaus mit 5G auf extrem kurzen Wellenlängen mithalten. Denn sie verwenden ähnliche Frequenzbereiche und sind somit beide für die Abdeckung einer großen Fläche eher ungeeignet. Aber wie sieht es mit den Latenzen aus? Immerhin verspricht die 5G-Werbung extrem kurze Verzögerungen.

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 5G übernimmt das Wi-Fi-KonzeptDie 1-Millisekunde-Latenz ist ein gewagtes Versprechen 
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hubby 16. Dez 2019

"Gewinne sicherlich, aber keineswegs Antennengewinne. Wie stellst du dir vor, soll solch...

UweFO 16. Dez 2019

Aber gewiß doch, D/E-Netz, WiFi, Bluetooth, DECT, TETRA, NFC, DAB, DVT, SAT, WiMAX etc...

bombinho 09. Dez 2019

Witzigerweise macht das sogar Sinn, da bei den Mobilgeraeten die Sendespannung erheblich...

tirox 09. Dez 2019

Darf ich vorstellen? Satoshi Nakamoto

Akhelos 06. Dez 2019

Es gibt Leute die nicht mindestens ein FM Radio haben?



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