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Netzwerke: Maas fordert Verzicht der Parteien auf Social Bots

Mit computergenerierten Nachrichten auf Facebook, Twitter und in anderen sozialen Netzwerken lassen sich Meinungen manipulieren. Bundesjustizminister Heiko Maas mahnt die Parteien zur Zurückhaltung.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Bundesjustizminister Heiko Maas bei einer Kabinettssitzung.
Bundesjustizminister Heiko Maas bei einer Kabinettssitzung. (Bild: STEFFI LOOS/AFP/Getty Images))

Bundesjustizminister Heiko Maas fordert von den Parteien den Verzicht auf sogenannte Social Bots. "Politische Parteien sollten im Wahlkampf und auch sonst komplett auf den Einsatz von Social Bots verzichten", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

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Wenn Social Bots massenhaft Beiträge in Online-Netzwerken posteten und fälschlich den Eindruck erweckten, es würden Menschen miteinander kommunizieren, bestehe die Gefahr, dass Meinungen beeinflusst und manipuliert würden. "Das steht im Widerspruch zu unserer pluralistischen Gesellschaft", sagte Maas.

Mit Social Bots können Einträge bei Diensten wie Twitter und Facebook automatisch generiert werden, die so aussehen wie Posts von menschlichen Nutzern. In Deutschland lehnen die etablierten Parteien den Einsatz von Social Bots ab. Die Union und die Grünen hatten zuletzt auf eine Kennzeichnungspflicht gedrungen.

Auch den Netzwerken selbst schaden die Social Bots

"Computerprogramme können Trends setzen und Debatten so dominieren, dass andere Äußerungen verdrängt und nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden", sagte Maas. "Am Ende entscheiden Algorithmen darüber, was wir im Netz wann sehen. Niemand sollte das ignorieren. Ich will ein Netz der Selbstbestimmung, Vielfalt und Teilhabe."

Maas rief dazu auf, häufiger infrage zu stellen, ob sich hinter einer Nachricht ein Mensch oder eine Maschine verberge. "Je mündiger wir Bürgerinnen und Bürger auch im Netz sind, desto weniger anfällig sind wir für Beeinflussungen und Manipulationen."

Der Minister sieht aber auch die Betreiber sozialer Netzwerke in der Pflicht. Es dürfe den Unternehmen nicht gleichgültig sein, welche Auswirkungen ihr Handeln für die demokratische Streitkultur und die politische Meinungsbildung habe. "Sie müssen ein eigenes Interesse daran haben, Meinungsroboter und Fake-Profile frühzeitig zu identifizieren und von den Plattformen zu entfernen. Denn: Niemand will auf Plattformen kommunizieren, auf der sich überwiegend Maschinen als Gesprächspartner befinden", sagte Maas.

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klaus9999 15. Jul 2017

Zumindest keine die eigenständig in Foren oder sozialen Medien Nachrichten posten. Sie...

Ach 15. Jul 2017

Meine Zustimmung hast du, ist eine gute Sache. Noch witziger find ich allerdings den...

Trockenobst 14. Jul 2017

Als ich vor einem Jahr bei einem lokalen Treffen der Grünen war, sind die ganzen tollen...

Anonymer Nutzer 14. Jul 2017

...wer trotzdem welche einsetzt muss mit Geldbuße bis zu 50.000.000 euro rechnen.

matok 14. Jul 2017

Internetminister in spe. Mit seinen (für CDU Verhältnisse) jugendlichen 50 Jahren ist er...


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