Abo
  • Services:

Netzwerke: Huawei stellt Leitfaden für sichere Hardware vor

Huawei hat im Auswärtigen Amt in Berlin einen Leitfaden für sichere Hardware vorgestellt. Mit dabei war das East West Institute (EWI) aus den USA. "Nichts vermuten, niemandem glauben, alles überprüfen", rät der Leitfaden.

Artikel veröffentlicht am ,
John Suffolk (Bildmitte), Global Cyber Security Officer bei Huawei in Berlin
John Suffolk (Bildmitte), Global Cyber Security Officer bei Huawei in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Huawei hat nach den Snowden-Enthüllungen am Mittwoch in Berlin ein internationales White Paper mit dem Titel Cyber Security Perspectives vorgestellt. Wie Golem.de aus dem Unternehmen erfuhr, geht es darum, internationale Sicherheitsstandards für den Kauf von Hardware vorzuschlagen, um möglichst hohe Security-Qualitätsanforderungen als ein Produktkriterium einzuführen. Huawei sei als chinesisches Unternehmen bereits seit längerem mit starken Sicherheitsaudits durch die Netzbetreiber konfrontiert.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Verschiedene Standorte
  2. Wilken GmbH, Greven

Der Leitfaden sei ein Vorschlag von Huawei, den das East West Institute (EWI) aus den USA weiterentwickeln werde. Bruce McConnell, Senior Vice President des EWI, erklärte: "Der Ansatz von Huawei gibt wichtige Anstöße und unterstützt die Bemühungen, eines der drängendsten Probleme im Bereich der Cybersicherheit zu adressieren."

Konkret empfiehlt Huawei 100 Kriterien für Hardware-Einkäufer in Bereichen wie Fehler und Schwachstellen, Auditierung, Produktion, Verifizierung, Standards und Prozesse oder Forschung und Entwicklung. Bei der Verifizierung rät der Leitfaden: "Nichts vermuten, niemandem glauben, alles überprüfen."

John Suffolk, Global Cyber Security Officer bei Huawei, sagte, dass es trotz der Snowden-Enthüllungen noch keine Zusammenarbeit von Regierungen, Regulierungsbehörden, Unternehmen und Verbrauchern gebe, um Produktqualität und -Sicherheit im Bereich der ITK zu verbessern. "Wir hoffen, dass unser neues White Paper helfen wird, diesen Prozess in Gang zu bringen. "

Die Auswahl des East West Institute aus New York durch Huawei ist kein Zufall. Ein Ausschuss des US-Kongresses hatte Telekom-Unternehmen vor einiger Zeit abgeraten, mit den chinesischen Firmen Huawei und ZTE zusammenzuarbeiten. Doch es wurde berichtet, dass die NSA Spionageoperationen gegen die chinesische Staatsführung sowie chinesische Banken und Telekommunikationsunternehmen betriebe. Besonderen Aufwand betrieb die NSA bei einer Operation im Jahr 2009 gegen Huawei. Einer Spezialeinheit sei es gelungen, an rund 100 Stellen das Computernetzwerk von Huawei zu infiltrieren und interne Dokumente zu kopieren. Zudem habe sich die NSA Zugang zum geheimen Quellcode einzelner Produkte verschafft.

"Es gibt keine Beweise gegen uns", sagte Konzernsprecher Joe Kelly der Seattle Times.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 399€

SchmuseTigger 04. Dez 2014

Wenn die aber selbst sagen "niemand trauen, alles selbst prüfen" dann hört sich das aber...

FreiGeistler 04. Dez 2014

Hrm.. "SUSE" Zugegeben, gibt praktischeres.

User2 03. Dez 2014

Ich bin mir sicher das so gut wie jede Person die mich gebildet hat etwas vom "kritischen...


Folgen Sie uns
       


Toshiba Dynaedge ausprobiert

Das Dynaedge ist wie Google Glass eine Datenbrille. Allerdings soll sie sich an den industriellen Sektor richten. Die Brille paart Toshiba mit einem tragbaren PC - für Handwerker, die beide Hände und ein PDF-Dokument brauchen.

Toshiba Dynaedge ausprobiert Video aufrufen
Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Geforce RTX 2080 (Ti) im Test: Nvidias Turing-Grafikkarten sind konkurrenzlos
    Geforce RTX 2080 (Ti) im Test
    Nvidias Turing-Grafikkarten sind konkurrenzlos

    Technisch gibt es an der Geforce RTX 2080 (Ti) nichts zu meckern: Die Grafikkarten mit Nvidias Turing-Architektur sind extrem schnell und das Referenz-Design ist dabei dennoch erfreulich leise. Wer Deep-Learning- oder Raytracing-Optik will, muss aber teuer bezahlen und vorerst warten.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Grafikkarten Das kann Nvidias Turing-Architektur
    2. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
    3. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt

      •  /