Abo
  • Services:

Netzwerkausrüster: Von 45 Milliarden US-Dollar auf 0 US-Dollar

Der Hersteller optischer Switches, Sycamore Networks, ist im März 2000 an der Börse 45 Milliarden US-Dollar wert gewesen, die Beschäftigten des Startups fuhren Porsche. Nun stimmten die Aktionäre für die Auflösung der Firma.

Artikel veröffentlicht am ,
Sycamore-Networks-Gründer Guraraj Deshpande im Oktober 1999
Sycamore-Networks-Gründer Guraraj Deshpande im Oktober 1999 (Bild: Jim Bourg/Reuters)

Die Aktionäre von Sycamore Networks haben die Auflösung des Unternehmens beschlossen. Im März 2000 hatte der Hersteller optischer Switches aus Chelmsford im US-Bundesstaat Massachusetts einen Wert von fast 45 Milliarden US-Dollar. Am vergangenen Freitag lag der Wert von Sycamore Networks bei rund 66 Millionen US-Dollar.

Stellenmarkt
  1. datango Beteiligungs GmbH, Kaarst
  2. Henry Schein Services GmbH, Langen

Sycamore Networks wurde 1998 von Daniel Smith und Gururaj Deshpande gegründet und ging 1999 an die Börse. Am ersten Handelstag wurde das Startup mit 14 Milliarden US-Dollar bewertet. Zu der Zeit hatte Sycamore Networks einen Umsatz von 11 Millionen US-Dollar und machte noch keinen Gewinn. Der Kurs der Aktie stieg in den folgenden sechs Monaten stark an. Der Netzwerkausrüster erreichte am 2. März 2000 einen Börsenwert von 44,8 Milliarden US-Dollar.

In den Zeiten der Internetblase hatten auch andere Netzwerkausrüster hohe Börsennotierungen. Ciena war 42 Milliarden US-Dollar wert, JDS Uniphase notierte mit 127 Milliarden US-Dollar und Marktführer Cisco Systems hatte einen Börsenwert von 551 Milliarden US-Dollar.

Der Hardwareentwickler Khanh Le begann im Sommer 2000, für Sycamore Networks zu arbeiten. Er sagte dem Wall Street Journal, dass zu der Zeit die Mitarbeiter aus der Anfangszeit des Unternehmens mit dem Porsche zur Arbeit fuhren, nachdem sie ihre Aktienoptionen eingelöst hatten.

Als die ersten Internet-Startups zusammenbrachen, gaben auch die Börsenkurse der Netzwerkausrüster nach. Le wurde im Mai 2001 nach knapp einem Jahr bei Sycamore Networks entlassen. Der Aktienkurs war um 90 Prozent gefallen. "Die Entlassungen kamen für viele überraschend", die gehofft hatten, Millionäre zu werden. "Sie fingen an dort zu arbeiten, und nach nicht einmal einem Jahr war alles vorbei."

Gegenwärtig hat Ciena einen Börsenwert von 1,6 Milliarden US-Dollar, JDS Uniphase liegt bei 3,5 Milliarden US-Dollar und Cisco erreicht 111 Milliarden US-Dollar.

Die Firma wird als Privatunternehmen Sycamore Network Solutions weiterexistieren.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 7,99€ inkl. FSK-18-Versand
  2. 4,25€

nicoledos 06. Feb 2013

Immos fressen auf Dauer Kapital, Versicherungen, Wartungs- und Instandhaltungskosten. Mit...

gaym0r 05. Feb 2013

IT News für Profis. Profis sollten zumindest von der Firma gehört haben. Gruß

madMatt 04. Feb 2013

Man könnte aus dieser Meldung auch den Schluss ziehen, dass auch ein Unternehmen in der...

theonlyone 04. Feb 2013

Wird man in Aktien "bezahlt" kann das eben richtig gut sein. Man muss nur genug "blöde...

Husten 04. Feb 2013

der film ist echt empfehlenswert. lag vor jahren mal als dvd der brandeins bei. titel der...


Folgen Sie uns
       


Bethesda E3 2018 Pressekonferenz -Live

Fallout 76 wird Multiplayer bieten, Starfield und Elder Scrolls 6 werden angekündigt und Bethesda bringt mit Rage 2 und Doom Eternal jede Menge Action: Konnte uns das im nächtlichen Stream begeistern?

Bethesda E3 2018 Pressekonferenz -Live Video aufrufen
Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Samsung Flip im Test: Brainstorming mit Essstäbchen und nebenbei Powerpoint
Samsung Flip im Test
Brainstorming mit Essstäbchen und nebenbei Powerpoint

Ob mit dem Finger, dem Holzstift oder Essstäbchen: Vor dem Smartboard Samsung Flip sammeln sich in unserem Test schnell viele Mitarbeiter und schreiben darauf. Nebenbei läuft Microsoft Office auf einem drahtlos verbundenen Notebook. Manche Vorteile gehen jedoch auf Kosten der Bedienbarkeit.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Indien Samsung eröffnet weltgrößte Smartphone-Fabrik
  2. Foundry Samsung aktualisiert Node-Roadmap bis 3 nm
  3. Bug Samsungs Messenger-App verschickt ungewollt Fotos

    •  /