Netzwerkausrüster: Nvidia kauft Mellanox für 7 Milliarden US-Dollar

Eine Milliarde US-Dollar mehr als Intel: Nvidia will bei internen Angeboten für den Netzwerkausrüster mehr Geld aufbringen als die Konkurrenz. Im wichtigen Datacenter-Segment gibt es nur wenige Alternativen zu Mellanox.

Artikel veröffentlicht am ,
Nvidia-CEO Jensen Huang und Mellanox-CEO Eyal Waldman auf der GTC 2019
Nvidia-CEO Jensen Huang und Mellanox-CEO Eyal Waldman auf der GTC 2019 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Der GPU-Entwickler Nvidia soll ein Angebot über 7 Milliarden US-Dollar für den israelischen Netzwerkausrüster Mellanox abgegeben und damit Intels Offerte von 6 Milliarden US-Dollar überboten haben. Das berichtete die israelische Tageszeitung The Capitalist am gestrigen Sonntag. Die Übernahme von Mellanox durch Nvidia könne schon am heutigen Montag verkündet werden.

Stellenmarkt
  1. PreSales Solution Architect (w/m/d) im Vertriebsinnendienst
    Ascom Deutschland GmbH, Ratingen, Berlin, Frankfurt am Main
  2. Administrator ServiceNow (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg, München
Detailsuche

Mellanox ist der größte Hersteller von Interconnects wie Infiniband sowie Ethernet für Server, also Netzwerkhardware vom Chip bis zum Switch, um einzelne Knoten miteinander zu verknüpfen. Mellanox' Infrastruktur ist weit verbreitet, so basieren Systeme von Dell, HPE, IBM und Lenovo darauf. Gerade im High-Performance-Computing-(HPC-) oder im Supercomputer-Segment sind Ethernet und Infiniband der vorherrschende Standard, nur wenige Unternehmen entwickeln selbst Verbindungen. Seitens Cray gibt es etwa Slingshot, von Fujitsu den Tofu v3 und von Intel das hauseigene Omni-Path.

Nvidia arbeitet seit Jahren daran, die Datacenter-Sparte zu stärken. Neben den GPU-basierten Tesla-Beschleunigern verkaufen die Kalifornier auch Systeme wie das DGX-2H, für welches Nvidia sogar einen eigenen NV-Switch gebaut hat. Der weist zwei Milliarden Transistoren im 12FFN-Herstellungsverfahren auf und zeigt, wie wichtig der Geschäftsbereich mittlerweile ist. Die Gaming-Abteilung hingegen büßte zuletzt massiv an Umsatz und Gewinn ein, was unter anderem an den hohen Preisen der RTX-Grafikkarten liegt.

Mellanox wurde 1999 gegründet, dahinter stehen ehemalige Mitarbeiter von Intel, das in Israel ebenfalls stark vertreten ist. Das Headquarter befindet sich zwar im kalifornischen Sunnyvale, die meisten der rund 2.500 Angestellten aber sind bei Mellanox in Jokne'am in Israel beschäftigt (siehe PDF, stand Januar 2019).

Nachtrag vom 11. März 2019, 12:30 Uhr

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Wie erwartet wurde Mellanox von Nvidia für 6,9 Milliarden US-Dollar übernommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Astro
Amazons erster Roboter kostet 1.500 US-Dollar

Astro heißt der erste Roboter von Amazon. Es ist eine Art rollender Echo Show mit Schwerpunkt auf Videoüberwachung.

Astro: Amazons erster Roboter kostet 1.500 US-Dollar
Artikel
  1. Amazon Alexa: Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt
    Amazon Alexa
    Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt

    Amazon erfindet den Echo Show neu: Der Echo Show 15 hat ein besonders großes Display und kann Personen erkennen.

  2. Cupra Urban Rebel: VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an
    Cupra Urban Rebel
    VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an

    Autobauer Cupra bringt mit dem Urban Rebel ein günstiges Elektroauto für all jene auf den Markt, denen der ID.Life von VW zu langweilig ist.

  3. Blink Video Doorbell: Amazon stellt Videotürklingel für 60 Euro vor
    Blink Video Doorbell
    Amazon stellt Videotürklingel für 60 Euro vor

    Amazon hat eine Videotürklingel unter dem Blink-Label vorgestellt. Sie soll vor allem mit einem günstigen Preis überzeugen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Echo Show 15 249,99€ • eero 6 Wifi 6 System 3er-Pack 299€ • Saturn-Aktion: Win 10-Laptop oder PC kaufen, kostenloses Upgrade auf Win 11 erhalten • Bosch Professional & PC-Spiele von EA günstiger • Alternate (u. a. Asus TUF Gaming-Monitor 23,8" FHD 165Hz 179,90€) • 6 UHDs kaufen, nur 4 bezahlen [Werbung]
    •  /