Netzwerk: TP-Link-Router senden noch immer ungefragt Daten an Avira

Mehr als 80.000 Anfragen sendet ein TP-Link-Router an Avira-Server. Dabei hat die betroffene Person Avira-Dienste abgeschaltet.

Artikel veröffentlicht am ,
Avira sammelt Daten von TP-Link-Kunden.
Avira sammelt Daten von TP-Link-Kunden. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/Pixabay License)

Wie es scheint, senden einige neuere TP-Link-Router noch immer ungefragt Daten zum Geschäftspartner Avira. Das hat Reddit-Mitglied ArmoredCavalry herausgefunden (via Winfuture). Der eigene TP-Link Archer AX55 mit Wi-Fi 6 sendet mehr als 80.000 Anfragen an die Domain safethings.avira.com - innerhalb von 24 Stunden. Das seien weit mehr Anfragen als von jedem anderen Dienst.

Die Domain wird mit dem Avira-Produkt Home Shield in Verbindung gebracht, das im August 2020 von beiden Unternehmen präsentiert wurde und diverse Sensoren, Geräte und Clients im Heimnetz vor externen Bedrohungen schützen soll. Das Problem: ArmoredCavalry hat alle damit verbundenen Dienste abgeschaltet. Trotzdem werden Daten an Avira gesendet. Es ist wahrscheinlich, dass darin auch IP-Adressen der Sender enthalten sind, also im Sinne der DSGVO personenbezogene Daten.

DNS-Block führt zu Anfrageschleife

Teile der Reddit-Community haben versucht, die Avira-DNS-Anfragen zu blocken. Allerdings scheint der Router dann nicht mehr zu funktionieren und steckt in einer Schleife fest. Dabei werden nicht nur viele Daten ungefragt an Dritte gesendet, sondern auch die Netzwerkleistung durch die gestiegene Sende- und Empfangslast generell beeinflusst.

Interessanterweise soll TP-Link bereits vor einiger Zeit versprochen haben, durch ein Firmware-Update ein solches Verhalten zu unterbinden. Dies ist nämlich dem Magazin XDA-Developers beim Test des TP-Link Deco X68 aufgefallen, das sich direkt an den Hersteller wandte. "Die Avira-Cloud-Datenbank unterscheidet, ob die Netzwerkanfrage sicher ist oder als Malware eingestuft wird", lautete die damalige Begründung des Herstellers. Das System scheint also einen Großteil des eigenen Traffics zu analysieren. Offensichtlich ist ein entsprechendes Firmware-Update noch immer nicht gekommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  2. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

  3. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /