Netzwerk in einer Box: T-Mobile US stellt 5G on Demand für Firmen vor
Ulf Ewaldsson, President of Technology bei T-Mobile US, hat am 8. Oktober 2024 auf dem Mobile World Congress in Las Vegas das tragbare 5G On Demand für Firmenkunden vorgestellt. "Es ist tatsächlich ein Netzwerk in einer Box. Eine kleine Box, die glasfaserähnliche Datenraten erreicht. Es lässt sich in weniger als 48 Stunden einrichten" , sagte(öffnet im neuen Fenster) Ewaldsson.
Bis Ende 2024 werde 5G On Demand kommerziell verfügbar sein. Derzeit ist es am Messestand von T-Mobile US in Las Vegas zu sehen.
Tatsächlich ist 5G On Demand eine Box in der Größe eines kleinen Kühlschranks. Sie wiegt über 90 Kilo und enthält eine Ericsson EP5G-Box(öffnet im neuen Fenster) , die als privater 5G-Kern läuft und sich an das T-Mobile-Makronetzwerk anschließt.
5.5G kommt noch dieses Jahr
"Unternehmen, die ein privates Netzwerk nur vorübergehend benötigen, können damit auf ein privates Netzwerk zugreifen, ohne die Bereitstellungskosten, die Bereitstellungsressourcen und die Planung" , sagte Mishka Dehghan, Senior Vice President bei T-Mobile US dem Magazin SdXCentral(öffnet im neuen Fenster) . Das Produkt wurde bereits im Medienbereich bei zwei Golfturnieren eingesetzt.
Anfangs konnte 5G on Demand nur das Millimeterwellenspektrum (mmWave) von T-Mobile US nutzen. Nun habe das System Zugriff auf alle verfügbaren Frequenzbänder des Netzbetreibers, erklärte Dehghan.
Am Ende des Jahres werde T-Mobile US 5G Advanced einführen, kündigte Ewaldsson an. 5G Advanced oder 5.5G bietet ungefähr eine Verzehnfachung der Leistung von 5G bei der Datenrate. Der neue Mobilfunkstandard 5.5G erreicht sein volles Potenzial von 10 GBit/s aber nur, wenn auch mmWave genutzt wird.
In Deutschland ist die Situation anders: Hier hatte die Bundesregierung seit November 2019 gesonderte Mobilfunkfrequenzen reserviert, damit Unternehmen unabhängig von öffentlichen Netzen eine eigene geschlossene 5G-Infrastruktur aufbauen können. Die Frequenzgebühren bewegen sich bei 50.000 Euro für eine Fabrik. Die privaten 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz waren nicht Gegenstand der Mitte Juni 2019 zu Ende gegangenen 5G-Auktion.
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