Abo
  • Services:

Mythos: Die Zertifizierungsstellen geben alle privaten Schlüssel an Geheimdienste weiter

Einige Zertifizierungsstellen bieten eine Funktion an, bei der die Zertifizierungsstelle den privaten Schlüssel für ein HTTPS-Zertifikat erstellt. Diese Funktion ist umstritten, insbesondere StartSSL steht dafür immer wieder in der Kritik.

Stellenmarkt
  1. Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg
  2. AFS Aviation Fuel Services GmbH, Hamburg

Allerdings: Kein Kunde wird zur Nutzung dieser Funktion gezwungen, auch wenn dies immer wieder fälschlicherweise behauptet wird. Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, selbst einen privaten Schlüssel und ein sogenanntes CSR (Certificate signing request) zu erstellen und dieses von der Zertifizierungsstelle signieren zu lassen. Dann kann man sich auch sicher sein, dass der private Schlüssel nicht in fremde Hände gelangt.

Mythos: Es ist wichtig, dass ich das Zertifikat bei einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle erhalte

Aus Sicherheitsgründen ist es völlig egal, von welcher Zertifizierungsstelle man sein Zertifikat erhält. Manche Webseitenbetreiber haben in der Vergangenheit damit geworben, dass sie Zertifikate von einem europäischen Anbieter erwerben, weil sie US-Anbietern nicht trauen. Solche Aussagen zeigen nur, dass die Personen offenbar nicht wissen, wie das Zertifikatssystem funktioniert.

Im Browser sind in der Regel alle Zertifizierungsstellen gleichberechtigt (es gibt wenige Ausnahmen). Wer sein Zertifikat von einer besonders vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle erhält, kann weiterhin von einer der vielen anderen angegriffen werden.

Mythos: Das System der Zertifizierungsstellen ist korrupt, daher ist HTTPS nutzlos

Zunächst einmal ist es richtig, dass es viel bereichtigte Kritik an der Arbeit der Zertifizierungsstellen gibt. Viele wurden in der Vergangenheit gehackt, und es wurden Zertifikate durch unauthorisierte Dritte ausgestellt. Dafür stehen beispielsweise die Namen Comodo, Türktrust und Diginotar. Das grundsätzliche Problem des ganzen Systems ist, dass eine einzige kompromittierte Zertifizierungsstelle ausreicht, um jede beliebige Webseite anzugreifen. Viele Zertifizierungsstellen befinden sich in den USA und sind vermutlich verpflichtet, der NSA bei Bedarf zu helfen.

Daraus zu schließen, dass HTTPS komplett nutzlos ist, würde jedoch weit über das Ziel hinausschießen. Selbst wenn die NSA in der Lage wäre, alle HTTPS-Verbindungen anzugreifen, würde die Technologie Nutzer immer noch in vielen Szenarien schützen. Denn auch wenn Zertifizierungsstellen von Geheimdiensten kompromittiert werden können: Für einfache Kriminelle, die beispielsweise Zugangsdaten zu Mailaccounts mitlesen wollen, um sie für Spamangriffe zu missbrauchen, ist dies vermutlich eine nicht zu überwindende Hürde.

Viel wichtiger ist aber folgendes: In Folge der diversen Skandale um Zertifizierungsstellen wurden inzwischen Technologien entwickelt, die die Nutzung kompromittierter Zertifikate zwar nicht in allen Fällen ausschließen, aber doch enorm erschweren. Dazu gehört die Funktion HTTP Public Key Pinning (HPKP), mit der ein Seitenbetreiber bestimmte Keys im Browser des Nutzers für einen definierten Zeitraum festlegen kann. Das System Certificate Transparency sorgt außerdem dafür, dass es erschwert wird, die Fälschung von Zertifikaten zu vertuschen. Diese werden von Log-Servern in einem kryptographisch abgesicherten Log gespeichert.

 Mythos: HTTPS ist viel zu langsamAlternative DANE 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,49€
  2. 99,99€
  3. 19,99€
  4. 59,99€

kinjo 14. Jan 2017

Ich habe err_ssl_protocol_error Problem in meinem PC

hjp 22. Dez 2014

Als ich das vor einiger Zeit bei StartSSL probiert habe, ging das ebenfalls über ein...

hjp 22. Dez 2014

Der Schlüssel wird bei dem von mir beschriebenen Verfahren eben nicht von der CA...

spiderbit 19. Dez 2014

naja 1. wird der key automatisch erzeugt 2. ist die aufnahme der ausname ein y enter...

HubertHans 19. Dez 2014

Ich glaube du hast es nicht richtig gelesen und bist den Uebertreibungen aufgesessen...


Folgen Sie uns
       


PUBG für Smartphones - Test

Wir testen PUBG für Smartphones - eine sehr gute Umsetzung der ursprünglichen Version für PC und Konsole.

PUBG für Smartphones - Test Video aufrufen
God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /