Abo
  • Services:
Anzeige
Das Netz ist auf dem Weg zu HTTPS für alle Webseiten.
Das Netz ist auf dem Weg zu HTTPS für alle Webseiten. (Bild: Screenshot / bearbeitet: Hanno Böck)

Mythos: HTTPS ist viel zu langsam

Anzeige

In den meisten Fällen sind die kryptographischen Operationen von HTTPS in Sachen Performance nahezu vernachlässigbar. Laut einer älteren Aussage von Google-Entwickler Adam Langley musste Google keinerlei zusätzliche Hardware anschaffen, um den Betrieb von Gmail vollständig auf HTTPS umzustellen.

Praktisch irrelevant für die Performance ist die symmetrische Verschlüsselung. Geringe Performancekosten hat man bei den asymmetrischen Operationen, also bei der Verifikation von Signaturen und beim Schlüsselaustausch. Doch auch die bewegt sich nur im Millisekundenbereich. Das einzige wirkliche Performanceproblem von HTTPS sind zusätzliche Round-Trips beim Verbindungsaufbau. Doch die sind kein grundsätzliches Problem, sie treten nur bei nicht optimalen Serverkonfigurationen auf.

Ilya Grigorik, bei Google als Experte für Webperformance angestellt, betreibt eine Webseite mit dem Namen istlsfastyet.com, auf der er erläutert, welche Performanceprobleme bei TLS-Verbindungen auftreten können und wie man diese vermeidet. So sollten Serverbetreiber etwa die Funktion OCSP-Stapling anschalten und gewährleisten, dass die Browser die Funktion TLS False Start einsetzen können. Wenn man HTTPS in Kombination mit SPDY oder HTTP/2 einsetzt, kann man sogar in Sachen Performance gewinnen.

Google-Entwickler Chris Palmer argumentiert, dass HTTPS zwar sehr geringe Kosten in Sachen Performance hat, aber die wenigsten Webseiten reizen bislang andere Möglichkeiten der Optimierung voll aus. Dazu gehören etwa die komprimierte Übertragung von HTML, CSS und Javascript, die Optimierung von Bildern und vieles mehr. Insofern ist es in den meisten Fällen so, dass man durch einfache Optimierungen an anderer Stelle die Verluste durch HTTPS kompensieren kann.

Mythos: Bei HTTPS benötigt man eine eigene IP für jeden Domainnamen

Ursprünglich wurde HTTPS so entwickelt, dass der Server das Zertifikat übertragen hatte, bevor er wusste, auf welchen Domainnamen sich eine Verbindung bezieht. Das führte dazu, dass man mit HTTPS keine virtuellen Hosts einsetzen konnte und für jeden Hostnamen eine eigene IP benötigte. Doch diese Zeiten sind längst vorbei.

2003 wurde die TLS-Erweiterung Server Name Indication (SNI) definiert. Mit SNI ist es möglich, beliebig viele HTTPS-Webseiten mit eigenen Zertifikaten auf einer einzigen IP zu hosten. Das wird heute auch von allen Browsern unterstützt. Selbst mit älteren Browsern sind Probleme extrem selten. Der Internet Explorer 7 unter Windows Vista unterstützte bereits SNI, Firefox kann das Protokoll seit Version 2.0. Die einzigen Browser, die Probleme mit SNI haben, sind der Internet Explorer unter Windows XP und der interne Browser von alten Android-2-Systemen.

 Netzverschlüsselung: Mythen über HTTPSMythos: Die Zertifizierungsstellen geben alle privaten Schlüssel an Geheimdienste weiter 

eye home zur Startseite
kinjo 14. Jan 2017

Ich habe err_ssl_protocol_error Problem in meinem PC

hjp 22. Dez 2014

Als ich das vor einiger Zeit bei StartSSL probiert habe, ging das ebenfalls über ein...

hjp 22. Dez 2014

Der Schlüssel wird bei dem von mir beschriebenen Verfahren eben nicht von der CA...

spiderbit 19. Dez 2014

naja 1. wird der key automatisch erzeugt 2. ist die aufnahme der ausname ein y enter...

HubertHans 19. Dez 2014

Ich glaube du hast es nicht richtig gelesen und bist den Uebertreibungen aufgesessen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BG-Phoenics GmbH, München
  2. Veridos GmbH, München
  3. Accenture, Frankfurt
  4. Deutsche Telekom AG, Bonn, Darmstadt, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 84,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Mobilfunk

    Patentverwerter klagt gegen Apple und Mobilfunkanbieter

  2. Privatsphäre

    Bildungsrechner spionieren Schüler aus

  3. Raumfahrt

    Chinesischer Raumfrachter Tanzhou 1 dockt an Raumstation an

  4. Die Woche im Video

    Kein Saft, kein Wumms, keine Argumente

  5. Windows 7 und 8

    Github-Nutzer schafft Freischaltung von neuen CPUs

  6. Whitelist umgehen

    Node-Server im Nvidia-Treiber ermöglicht Malware-Ausführung

  7. Easy S und Easy M

    Vodafone stellt günstige Einsteigertarife ohne LTE vor

  8. UP2718Q

    Dell verkauft HDR10-Monitor ab Mai 2017

  9. Datenschutzreform

    EU-Kommission lehnt deutschen Sonderweg ab

  10. Moby-Projekt

    Docker bekommt eigenes Upstream-Projekt zum Basteln



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Garmin Fenix 5 im Test: Die Minimap am Handgelenk
Garmin Fenix 5 im Test
Die Minimap am Handgelenk

Trutzbox Apu 2 im Test: Gute Privacy-Box mit kleiner Basteleinlage
Trutzbox Apu 2 im Test
Gute Privacy-Box mit kleiner Basteleinlage
  1. Malware Schadsoftware bei 1.200 Holiday-Inn- und Crowne-Plaza-Hotels
  2. Zero Day Exploit Magento-Onlineshops sind wieder gefährdet
  3. Staatstrojaner Office 0-Day zur Verbreitung von Finfisher-Trojaner genutzt

Creators Update im Test: Erhöhter Reifegrad für Windows 10
Creators Update im Test
Erhöhter Reifegrad für Windows 10
  1. Microsoft Zwei große Updates pro Jahr für Windows 10
  2. Windows 10 Version 17xx-2 Stromsparmodus kommt für die nächste Windows-Version
  3. Windows as a Service Die erste Windows-10-Version hat noch drei Wochen Support

  1. Re: immer diese Chinesen...

    KlugKacka | 06:43

  2. Re: Chrome in Firmennetz

    Apfelbrot | 03:55

  3. Re: Eines ist Fakt

    gaym0r | 03:04

  4. Re: Ist das nun Sabotage von "Computersystemen?"

    gaym0r | 03:03

  5. Re: Ihr hab doch keine Ahnung

    jo-1 | 02:54


  1. 15:19

  2. 13:40

  3. 11:00

  4. 09:03

  5. 18:01

  6. 17:08

  7. 16:43

  8. 16:15


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel