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Netztest: Deutsche Mobilfunknetze werden langsamer

Die Netzbetreiber verstehen die Ergebnisse nicht, doch im Test der Computer-Bild stehen alle schlechter da als im Vorjahr, teilweise mit deutlichem Rückgang.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobilfunkausrüstung von Vodafone in der Berliner U-Bahn
Mobilfunkausrüstung von Vodafone in der Berliner U-Bahn (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Im Vergleich zum Vorjahr ist die mittlere Datenübertragungsrate deutscher Smartphone-Nutzer im Mobilfunknetz zurückgegangen. Das ergab die Auswertung der Computer-Bild-Netztest-App vom 19. November 2019, die laut den Angaben auf Ergebnissen von 65.000 Nutzern beruht. Im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom und Vodafone brach das Tempo im Mittel um mehr als 15 MBit/s ein: Die Telekom fiel von 43,7 auf 28,1 MBit/s zurück, Vodafone von 36,4 auf 21,1 MBit/s.

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Gemäßigt verlief der Rückgang im O2-Netz der Telefónica von 26,9 auf 20,5 MBit/s, allerdings auf niedrigerem Niveau.

Vor allem ländliche Regionen sind weiter benachteiligt. Im Netz von Telekom und Vodafone erhalten Städter doppelt so schnelle Datenraten wie Landbewohner. Smartphone-Nutzer im Vodafone-Netz müssten auf dem Land zu fast einem Viertel auf LTE verzichten, im Netz von O2 sind es sogar mehr als ein Drittel der Nutzer.

Testsieger ist die Telekom mit der Note 1,8 (gut), dicht gefolgt von Vodafone mit der Note 1,9 (gut). In Städten ist die Telefónica in vielen Punkten fast auf Augenhöhe, erreichte erstmals im Netztest die Test-Note gut mit einem Wert von 2,4.

"Die Messergebnisse des Computerbild-Netztests zur mittleren Geschwindigkeit beim mobilen Surfen widersprechen zahlreichen intern wie extern ermittelten Werten", sagte Vodafone-Sprecher Tobias Krzossa Golem.de auf Anfrage. Detaillierte Informationen zum Test lägen Vodafone aktuell nicht vor. Mit Hilfe welcher Verfahren die abweichenden Ergebnisse für mittlere Geschwindigkeiten ermittelt wurden, versucht Vodafone laut Krzossa zurzeit bei der Computerbild in Erfahrung zu bringen. "Das Ergebnis ist für uns schwer nachvollziehbar. Es steht im Widerspruch zu unseren eigenen Messungen und auch zu Untersuchungen wie etwa von Umlaut", sagte Telekom-Sprecher Markus Jodl. "Das Sample ist mit 65.000 Nutzern sehr gering. Schließlich gibt es in Deutschland rund 140 Millionen Mobilfunkanschlüsse."

Auch laut dem aktuellen Bericht von Opensignal nimmt der Vorsprung der Telekom zunehmend ab. Die Erfahrungen mit 4G-Verfügbarkeit und der Download-Geschwindigkeit stagnierten und hätten sich seit dem vorigen Opensignal-Bericht nicht verbessert. Dennoch gewann die Telekom in der Kategorie Download- und Upload-Geschwindigkeit mit einem komfortablen Vorsprung.

Wenig Bewegung gab es bei der 4G-Verfügbarkeit der Telekom, während sich die Bewertung der Vodafone-Nutzer um mehr als zwei Prozentpunkte verbessert hat. Beim Drittplatzierten O2 konnte eine Verbesserung um fünf Prozentpunkte festgestellt werden.

"Die beschriebene Netzsituation deckt sich nicht mit unseren eigenen Messdaten. Allein bis September 2019 haben wir mehr als 7.000 neue LTE-Sender errichtet", sagte Telefónica -Sprecher Florian Streicher. Bei den ermittelten Durchschnittsgeschwindigkeiten sei zu beachten, dass gegebenenfalls auch Kunden von Zweit- und Partnermarken mit eventuellen Drosselungen auf 21,6 MBit/s einbezogen worden seien. Bei wenigen Tausend Teilnehmern könne dies einen entscheidenden Unterschied machen.

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Eheran 21. Nov 2019

Langsam wird W10 nicht einfach so. Und wo die Daten nun liegen, die die Programme...

Role88 21. Nov 2019

Bei mir im Dorf auch, DSL steckt noch zwischen 2Mbit und DSLlite. LTE wird zur Abend...

spezi 20. Nov 2019

Mit Abschreibungen werden die Investitionen beim Gewinn berücksichtigt. Dadurch sinkt...

Ein User 20. Nov 2019

Hauptsache irgendwelche Statistiken auspacken .... kennt man schon^^

bofhl 20. Nov 2019

Was nutzt die Erhöhung der Bandbreite wenn dafür mehr Nutzer einloggen? Bei 50Mbit/s...


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