Abo
  • Services:
Anzeige
Error 404 statt Stoppschilder: Das Konzept funktioniert laut Bundesregierung.
Error 404 statt Stoppschilder: Das Konzept funktioniert laut Bundesregierung. (Bild: Golem.de)

Netzsperren: "Löschen statt sperren" funktioniert

Mit dem Stopp der Netzsperren hatte die Netzgemeinde einen großen Erfolg errungen. Nun zeigt sich, dass das Löschen von Seiten mit kinderpornografischen Inhalten sehr schnell möglich ist.

Anzeige

Die Bundesregierung sieht im Löschen von Internetseiten ein wirksames Mittel im Kampf gegen Kinderpornografie. "Ich bin mit den Erfolgen durchaus zufrieden: Die hohen Löschquoten und die relativ kurzen Bearbeitungszeiten sind ein Beleg dafür, dass das Konzept 'Löschen statt sperren' insgesamt wirkungsvoll ist", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin. Das Kabinett beschloss einen Prüfbericht, wonach im Inland innerhalb von einer Woche eine Löschquote von 98 Prozent, nach zwei Wochen eine vollständige Löschung aller gemeldeten Inhalte erreicht worden sei. Bei Inhalten aus dem Ausland konnte eine Löschquote von mehr als 97 Prozent innerhalb von vier Wochen erreicht werden. Justizminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Das heute vorgelegte Ergebnis der Löschmaßnahmen kann sich sehen lassen."

Im Jahr 2012 bearbeitete das Bundeskriminalamt (BKA) demnach 6.209 Hinweise zu kinderpornografischen Inhalten. Davon seien 5.463 Hinweise an die jeweiligen Internetprovider weitergeleitet worden, um die Seiten löschen zu lassen. Rund drei Viertel der Fälle hätten im Ausland gehostete Seiten betroffen. Bei 545 Hinweisen konnte dem BKA zufolge der Standort des Servers wegen der Nutzung des Anonymisierungsdienstes TOR nicht ermittelt werden. In 157 Fällen wurden die Hinweise nicht weitergeleitet, weil in Ländern wie Guatemala, Kuwait, Lesotho, Mauretanien und Uganda die Todesstrafe wegen solcher Delikte verhängt wird. Der Großteil der Hinweise sei über private Hotlines zur Meldung kinderpornografischer Inhalte eingegangen.

Sehr kurze Bearbeitungszeiten

Die Bearbeitungszeit vom Eingang des Hinweises beim BKA bis zur Löschung durch einen inländischen Provider betrug im Jahr 2012 durchschnittlich 1,26 Tage. Im Ausland dauere die Löschung länger, es seien aber 73 Prozent der Inhalte innerhalb einer Woche entfernt worden. Bei den gemeldeten Medien handelte es sich in 24 Prozent der Fälle um Bilder, bei 20 Prozent um Downloads und bei 19 Prozent um Webseiten.

Dem Bericht zufolge könnte die Zusammenarbeit zwischen den Beschwerdestellen und dem BKA noch verbessert werden. Es gibt aber offenbar Probleme, eine "verbesserte IT-Unterstützung" finanzieren zu können. "Dennoch funktioniert die Löschung kinderpornografischer Inhalte sehr gut", heißt es in dem Bericht.

Bundesregierung und Bundestag hatten im Jahr 2011 entschieden, die zunächst beschlossenen Netzsperren wieder abzuschaffen und auf das Prinzip "Löschen statt sperren" zu setzen. Die Bundesregierung muss nun jedes Jahr einen Bericht über das Ergebnis der Löschungen vorlegen.


eye home zur Startseite
HolgerKlages 31. Mär 2014

Perfekt, also stellt man den Server so ein, dass er Kinderpornos nur an GeoIP Adressen...

Yes!Yes!Yes! 27. Feb 2014

Wenn ich Verbrechen im Internet planen würde, würde ich mir dazu nun nicht unbedingt ein...

Andrej553 26. Feb 2014

Selbstverständlich sind 20% der Hinweise Downloads etc. Mich würde doch gerade...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bosch Sicherheitssysteme Engineering GmbH, Grasbrunn bei München
  2. Robert Bosch GmbH, Hildesheim
  3. Hays Professional Solutions GmbH, München
  4. QSC AG, Hamburg, Köln


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 39,99€
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. (täglich neue Deals)

Folgen Sie uns
       


  1. Datenschutz

    US-Provider dürfen private Nutzerdaten ungefragt verkaufen

  2. DVB-T2

    Freenet TV gibt es auch als monatliches Abo

  3. Betrugsnetzwerk

    Kinox.to-Nutzern Abofallen andrehen

  4. Innogy

    Energieversorger macht Elektroautos und Hybride zur Pflicht

  5. Patentantrag

    Apple will iPhone ins Macbook stecken

  6. Prozessor

    Lightroom CC 6.9 exportiert deutlich schneller

  7. Telia

    Schwedischer ISP muss Nutzerdaten herausgeben

  8. Nokia

    Deutlich höhere Datenraten durch LTE 900 möglich

  9. Messenger

    Facebook sagt "Daumen runter"

  10. Wirtschaftsministerin

    Huawei wird in Bayern Netzwerkausrüstung herstellen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
NZXT: Lüfter auch unter Linux steuern
NZXT
Lüfter auch unter Linux steuern
  1. Creoqode 2048 Tragbare Spielekonsole zum Basteln erhältlich
  2. FluoWiFi Arduino-kompatibles Board bietet WLAN und Bluetooth
  3. Me Arm Pi Roboterarm zum Selberbauen

Mass Effect Andromeda im Test: Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
Mass Effect Andromeda im Test
Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
  1. Mass Effect Countdown für Andromeda
  2. Mass Effect 4 Ansel und Early Access für Andromeda
  3. Mass Effect Abflugtermin in die Andromedagalaxie

Technik-Kritiker: Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
Technik-Kritiker
Jaron Lanier will Facebook zerschlagen
  1. Let's Play Facebook ermöglicht Livevideos vom PC
  2. Facebook & Co Bis zu 50 Millionen Euro Geldbuße für Hasskommentare
  3. OCP Facebook rüstet das Rechenzentrum auf

  1. Re: Früher...

    Meisterqn | 11:17

  2. Re: Gab's doch schon! - Asus Padfone

    DetlevCM | 11:15

  3. Re: Ach Golem!

    Schnubertus | 11:14

  4. Re: Nicht

    matzenordwind | 11:13

  5. Re: Beschwert ihr euch?

    x2k | 11:12


  1. 11:22

  2. 09:32

  3. 08:31

  4. 07:22

  5. 07:11

  6. 18:26

  7. 18:18

  8. 18:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel