Netzspeicher: Tesla-Speicher verhindert Stromausfall in Australien

Wegen des Ausfalls eines Kohlekraftwerks hätten Menschen im Süden Australiens früher eine Weile ohne Strom auskommen müssen. Der von Tesla gebaute und kürzlich in Betrieb genommene Netzspeicher hat den Stromausfall verhindert.

Artikel veröffentlicht am ,
Teslas Netzspeicher in South Australia: Kraftwerksausfall im benachbarten Bundesstaat Victoria
Teslas Netzspeicher in South Australia: Kraftwerksausfall im benachbarten Bundesstaat Victoria (Bild: Tesla/Screenshot: Golem.de)

Bewährungsprobe bestanden: Der von Tesla in Australien installierte Netzspeicher hat nach dem Ausfall eines Kraftwerks die Energieversorgung übernommen. Überraschend war, wie schnell das ging.

Stellenmarkt
  1. Ingenieur als Datenarchitekt mit dem Schwerpunkt Asset Performance Management (all genders)
    TenneT TSO GmbH, Bayreuth, Lehrte
  2. IT-Projektleiter Digitalisierung (m/w/d)
    Helios IT Service GmbH, Hamburg
Detailsuche

Etwa einen Monat, nachdem der Speicher in Betrieb genommen wurde, konnte er seinen Nutzen schon unter Beweis stellen: Als das Kohlekraftwerk Loy Yang im australischen Bundesstaat Victoria ausfiel, hielt der Speicher im benachbarten Bundesstaat South Australia die Stromversorgung in den betroffenen Regionen aufrecht.

Der Akku lieferte schockierend schnell Strom

Es habe nur 140 Millisekunden gedauert, bis der Speicher gespeicherten Strom ins Netz speiste. Das sei geradezu schockierend schnell gewesen, sagte Tom Koutsantonis, Energieminister von South Australia, in einem Radiointerview.

Vor allem ging es deutlich schneller als bei den bisherigen Systemen, die bei einem Stromausfall eingesetzt wurden: Ihre Notfallgeneratoren seien erst in etwa 10 bis 15 Minuten einsatzbereit, sagte Koutsantonis, das Kraftwerk Torrens Island sogar erst in einer halben bis einer ganzen Stunde.

Der größte Speicher mit Lithium-Ionen-Akkus

Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der von Tesla gebaute Akku speichert den Strom von einem nahegelegenen Windkraftwerk. Er hat eine Kapazität von über 120 Megawattstunden und ist damit der derzeit größte Speicher mit Lithium-Ionen-Akkus.

Der Bundesstaat South Australia hatte den Bau des Speichers beschlossen, um die Stromversorgung zu sichern, vor allem in den Sommermonaten Dezember bis März. Anlass war ein großer Stromausfall im September 2016, von dem der gesamte Bundesstaat mit etwa 1,7 Millionen Einwohnern betroffen war.

Tesla-Chef Elon Musk hatte gewettet, dass das Unternehmen es schaffen werde, einen solchen Speicher in 100 Tagen nach Vertragsunterzeichnung zu bauen. Falls es diese Frist nicht einhalte, übernehme Tesla die gesamten Kosten. Als der Vertrag Ende September unterzeichnet wurde, war die Anlage aber bereits zu einem nicht unerheblichen Teil fertig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


B.I.G 29. Dez 2017

Ich muss schon sagen, umwerfende Argumente. Viele fragen sich was die denn vorhaben...

Anonymer Nutzer 27. Dez 2017

Nichts was Elon Musk macht ist irgendwie komplett unmöglich, total genial usw. usf...

elf 27. Dez 2017

+1 Danke fuer diesen Beitrag. Ich kann diese eine Platte auch nicht mehr hoeren. Denn...

der_wahre_hannes 27. Dez 2017

Ja, denn so eine Anlage als USV zu konzipieren ist ja schließlich auch nichts...

masel99 26. Dez 2017

Es gab einen Ausfall von 560MW Generatorleistung (über einen gewissen Zeitraum) aber...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. G413 SE, G413 TKL SE: Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld
    G413 SE, G413 TKL SE
    Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld

    Normalerweise sind mechanische Tastaturen von Logitech sehr teuer - nicht so die G413 SE und TKL SE. Die verzichten dafür auf RGB.

  2. Deutschland: E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall
    Deutschland
    E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall

    E-Commerce wird immer mehr als das Normale und Übliche empfunden, meint der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel.

  3. Letzte Meile: Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen
    Letzte Meile
    Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen

    Die Telekom will von 1&1, Vodafone und Telefónica künftig erheblich mehr für die Anmietung der letzten Meile.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /