Netzsicherheit: Weltweiter Hackerangriff könnte 53 Milliarden Dollar kosten

Ein hypothetischer Hackerangriff könnte laut Versicherungsdienstleister Lloyd's of London viel Schaden anrichten. Er wird sogar mit dem Hurrikan Sandy verglichen. Wannacry und Notpetya seien dagegen fast harmlos. Ein Schaden durch Hacks lasse sich aber nur schwer einschätzen.

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Ein weltweiter Hackerangriff könnte teuer werden.
Ein weltweiter Hackerangriff könnte teuer werden. (Bild: Pixabay.com)

53 Milliarden US-Dollar könnte ein globaler böswilliger Hackerangriff kosten, sagt das Onlinemagazin Venturebeat und bezieht sich dabei auf einen Bericht, der vom Versicherungsdienstleister Lloyd's of London in Kooperation mit dem Unternehmen Cyence erstellt wurde. Demnach sei das Ausmaß an wirtschaftlichen Schäden mit einer Naturkatastrophe wie etwa dem Hurricane Sandy, der 2012 über die USA fegte, vergleichbar.

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Das Szenario spiegelt den Schaden wider, der bei einem hypothetischen Hack eines großen und global agierenden Cloud Service Providers wie etwa Amazon Web Services, Google oder Microsoft entstünde. Im theoretischen Modell sollen Hacker Malware verbreiten, die erst ein Jahr später Daten von betroffenen Systemen beschädigt. Das gewährleiste eine optimale Infektionsreichweite und damit einen maximalen wirtschaftlichen Schaden.

Fast siebenmal so viel Schaden wie Wannacry

Für Versicherungsfirmen, die theoretische Schäden einschätzen müssen, seien Hacks besonders schwer abzuschätzen, da sie sich auf wenig historische Daten stützen können. Inga Beale, Chefin des Versicherungsunternehmens Lloyd's of London, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Weil Cyberkriminalität sich virtuell abspielt, ist es so eine schwierige Aufgabe abzuschätzen, wie sich Kosten bei einem großen Ereignis auswirken." Die angegebenen 53 Milliarden US-Dollar Schaden sind also nur eine grobe Schätzung.

Diese Zahl ist allerdings im Angesicht des kürzlich erfolgtem großen Hackerangriffes Wannacry, der geschätzt 8 Milliarden US-Dollar kostete, sehr hoch. Laut Venturebeat ist der Bericht aber auch eine Antwort auf das kürzlich verbreitete Virus Notpetya, das in der Ukraine 850 Millionen US-Dollar Schaden verursachte und auf den Energiesektor abzielte.

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ArcherV 18. Jul 2017

Die ganzen Linux Botserver sind aber nicht an dir vorbei gegangen?

Dwalinn 18. Jul 2017

Ist doch gut, mehr ITler werden eingestellt, Unternehmen können mehr verkaufen (da neue...

subjord 17. Jul 2017

Das Szenario, dass Amazon geknackt wird und ein Jahr lang malware verbreitet dürfte doch...

Anonymer Nutzer 17. Jul 2017

gute it kostet immer mehr als der schaden.



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