Netzpolitik: Rechte Community-Webseite Voat macht Schluss

Mit religiösem Unterton verabschiedet sich der Betreiber von Voat von der eigenen Community. Die verband ihn zum Ende noch mit dem Mossad.

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Voat muss schließen, da das Geld ausgegangen ist.
Voat muss schließen, da das Geld ausgegangen ist. (Bild: Pixabay.com)

Puttitout, der Betreiber der Online-Community Voat, hat das Ende des Dienstes bekannt gegeben. "Ich kann nicht mehr weitermachen", schreibt er in einem längeren Blogpost. Voat wurde ursprünglich als Alternative zu Reddit gegründet und sollte unzensierte freie Meinungsäußerung bieten. Das Portal entwickelte sich schnell zu einer Diskussionsplattform für Verschwörungstheorien und rechtsextremes Gedankengut. Auch die Qanon-Bewegung nutzte Voat als Kommunikationszentrum.

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Der Betreiber ist laut eigenen Aussagen bis zum Ende seiner Idee treu geblieben und hielt Voat für die "größte dysfunktionale Familie im Internet". Der Grund für den Niedergang der Seite ist schnell erklärt: Nachdem im März 2020 Geldgeber verschwunden waren, bezahlte der Betreiber die Seite mit eigenem Geld. Er wollte die Webseite noch bis nach der US-Wahl 2020 aufrechterhalten. "Aber jetzt habe ich kein Geld mehr", sagt er.

Rechtfertigen vor der eigenen Community

Dass Voat zum 25. Dezember 2020 geschlossen wird, ist für Puttiout nicht ohne Grund passiert. "Ich habe Weihnachten als den Tag gewählt, um dies in Ehren der einzig wahren Sache zu tun, die ihr in dieser Welt findet - und das ist Jesus Christus." Der Abschied ist für ihn auch noch einmal eine Gelegenheit, die eigene Arbeit und die seines Kollegen Atko zu loben.

In mehreren Edits rechtfertigt sich Puttiout bei der eigenen Community, die er selbst als so ehrlich und familiär bezeichnet hat. "Sogar jetzt beschuldigt ihr mich, dass ich dem Mossad angehöre oder das hier ein Honeypot ist." Auch zitiert er den Vers Römer 12:19 aus der Bibel als Reaktion darauf, dass dem Portal die finanzielle Unterstützung entzogen wurde: "Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes." Es scheint, als wurde dem Ersteller der umstrittenen Community zum Schluss noch der Spiegel vorgehalten.

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