Netzpolitik.org: Anna Biselli löst Markus Beckedahl ab

Nach fast 20 Jahren hört Markus Beckedahl als Chefredakteur bei Netzpolitik.org auf. Künftig soll es eine Doppelspitze für das Portal geben.

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Markus Beckedahl (r) mit André Meister auf der Demo gegen die Landesverrats-Ermittlungen
Markus Beckedahl (r) mit André Meister auf der Demo gegen die Landesverrats-Ermittlungen (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der Gründer von Netzpolitik.org, Markus Beckedahl, gibt die Leitung des Internetportals nach fast 20 Jahren ab. Die Chefredaktion des Portals solle künftig durch ein Zweierteam gebildet werden, hieß es in einer Mitteilung. Die Informatikerin und Journalistin Anna Biselli, bislang auch freie Mitarbeiterin von Golem.de, soll Beckedahl als Teil des neuen Teams folgen. Die zweite Person wird noch gesucht.

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Der Netzaktivist Beckedahl hat Netzpolitik.org in den Jahren 2002/2003 als "Hobbyprojekt", wie er auf Twitter schreibt, zu digitalpolitischen Themen gegründet. Inzwischen hat das Portal nach eigenen Angaben 17 Angestellte auf 12,5 Vollzeitstellen und verfügte im Jahr 2021 über ein Jahresbudget von etwa einer Million Euro, das fast ausschließlich über Spenden von Lesern finanziert wird.

Ermittlungen wegen Landesverrats

Beckedahl will sich jedoch nicht komplett von Netzpolitik.org zurückziehen, sondern "sich wieder verstärkt auf Analysen, Kommentare und Podcasts konzentrieren". Außerdem übernehme er im Team und nach außen "weiter eine vernetzende und beratende Rolle".

Bundesweit bekannt wurde das Portal in den vergangenen Jahren vor allem durch Ermittlungen der Bundesanwaltschaft wegen Landesverrats. Dem Blog wurde nach Anzeigen des damaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen vorgeworfen, im Februar und April 2015 über geheime Haushaltspläne des Bundesamtes für Verfassungsschutz berichtet zu haben. In Folge der Affäre entließ der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) den Generalbundesanwalt Harald Range, der dem Ministerium einen "unerträglichen Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz" vorgeworfen hatte.

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