• IT-Karriere:
  • Services:

Netzpolitik: Die Netzgemeinde ist tot, es lebe die Gesellschaft!

Urheberrecht, Vorratsdatenspeicherung, Datenschutz: Die Themen, die auf der Re:publica diskutiert werden, sind seit Jahren dieselben. Geändert hat sich dabei vor allem eins.

Artikel veröffentlicht am ,
Neues Publikum, alte Diskussionen: Die Gesellschaft hat die Netzgemeinde abgelöst.
Neues Publikum, alte Diskussionen: Die Gesellschaft hat die Netzgemeinde abgelöst. (Bild: Leonard Bentley/Flickr/CC BY-SA 2.0)

Manchmal bringen Debatten wenig. So wie im Fall des Urheberrechts. Seit Jahren wird über ein verändertes Recht gesprochen. Getan hat sich nichts. Manchmal verändern Debatten aber etwas. So wie die Diskussion über die Überwachungspraktiken der NSA. Die Enthüllungen durch Edward Snowden haben ein neues Bewusstsein über den Umgang mit Daten geschaffen. Und manchmal verändert sich ganz viel. Zum Beispiel eine komplette Gesellschaft, die diese Debatten führt.

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Bonn, Bonn
  2. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Die Zeiten, in denen eine Gruppe von Netzaktivisten solche Debatten geführt hat, ist laut Markus Beckedahl vorbei. Der Mitbegründer der Re:publica sagte auf der diesjährigen Konferenz: "Die ganze Gesellschaft ist jetzt die Netzgemeinde." Jeder könne bei netzpolitischen Diskussionen mitreden. Denn solche Debatten würden heute längst nicht mehr nur in kleinen Kreisen geführt, sagte Beckedahl. Selbst Parteien wie die SPD diskutierten "mittlerweile in ihren Ortsvereinen" über Netzpolitik.

Handelsabkommen mit komplizierten Abkürzungen

Laut Netzpolitik-Redakteur Leonhard Dobusch haben dazu auch Diskussionen wie die um das Handelsabkommen Acta beigetragen. Seit der Acta-Debatte schreckten zumindest Akronyme nicht mehr ab, sagte er. Für andere Abkommen mit komplizierten Abkürzungen wie TTIP, TISA und Ceta seien die Menschen jetzt empfindlicher und würden schneller dagegen protestieren.

Auch Themen wie der geplante flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes bis 2018 führten dazu, dass die Netzpolitik in der gesamten Gesellschaft angekommen sei. Über alle Generationen hinweg bestehe Einigkeit darüber, dass ein Netz mit einer Geschwindigkeit von 50 Mbit/s notwendig sei, sagte Dobusch. Laut Beckedahl ist auch eine Forderung nach öffentlichem WLAN wie in London und New York sinnvoll.

Teenageinternetwork im kommenden Jahr

Dass netzpolitische Themen immer weiter in der Gesellschaft verankert werden, dafür machen sich auch die beiden Re:publica-Mitgründer Tanja und Johnny Haeusler stark. Ende Mai 2016 wollen sie nach der Re:publica ein Festival für digitale Jugendkultur veranstalten. Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren sollen sich an drei Tagen auf der Teenageinternetwork (Tincon) auch mit netzpolitischen Themen auseinandersetzen können.

Die Re:publica hingegen soll das Treffen der Erwachsenen bleiben. Auch wenn es nicht mehr die Netzaktivisten sind, die künftig auf der Konferenz zusammenkommen, sondern Teile der Gesellschaft. So werden die netzpolitischen Themen in den kommenden Jahren wohl dieselben bleiben: Urheberrecht, Datenschutz und Überwachung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,62€
  2. (-75%) 4,99€
  3. 4,32€
  4. 26,99€

matok 06. Mai 2015

Kann sein, dass jetzt mehr Menschen über IT Themen reden, was auch relativ normal ist...

Jasmin26 06. Mai 2015

Nein, nur weil außer mir 100000 de sich mit mir die Autobahn teilen verbindet uns nicht...


Folgen Sie uns
       


Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test

Wir haben die neuen Airpods von Apple mit den Galaxy Buds von Samsung verglichen. Beim Klang schneiden die Airpods 2 wieder sehr gut ab. Es bleibt der Nachteil, dass Android-Nutzer die Airpods nur eingeschränkt nutzen können. Umgekehrt können iPhone-Nutzer die Galaxy Buds nur mit Beschränkungen verwenden. Die Galaxy Buds haben eine ungewöhnlich lange Akkulaufzeit.

Apples Airpods 2 und Samsungs Galaxy Buds im Test Video aufrufen
Support-Ende von Windows 7: Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist
Support-Ende von Windows 7
Für wen Linux eine Alternative zu Windows 10 ist

Windows 7 erreicht sein Lebensende (End of Life) und wird von Microsoft künftig nicht mehr mit Updates versorgt. Lohnt sich ein Umstieg auf Linux statt auf Windows 10? Wir finden: in den meisten Fällen schon.
Von Martin Loschwitz

  1. Lutris EA verbannt offenbar Linux-Gamer aus Battlefield 5
  2. Linux-Rechner System 76 will eigene Laptops bauen
  3. Grafiktreiber Nvidia will weiter einheitliches Speicher-API für Linux

Europäische Netzpolitik: Die Rückkehr des Axel Voss
Europäische Netzpolitik
Die Rückkehr des Axel Voss

Elektronische Beweismittel, Nutzertracking, Terrorinhalte: In der EU stehen in diesem Jahr wichtige netzpolitische Entscheidungen an. Auch Axel Voss will wieder mitmischen. Und wird Ursula von der Leyen mit dem "Digitale-Dienste-Gesetz" wieder zu "Zensursula"?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  2. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

Mr. Robot rezensiert: Domo Arigato, Mr. Robot!
Mr. Robot rezensiert
Domo Arigato, Mr. Robot!

Wie im Achtziger-Klassiker Mr. Roboto von Styx hat auch Elliot in Mr. Robot Geheimnisse. Die Dramaserie um den Hacker ist nicht nur wegen Rami Malek grandios. Sie hat einen ganz eigenen beeindruckenden visuellen Stil und zeigt Hacking, wie es wirklich ist. Wir blicken nach dem Serienfinale zurück.
Eine Rezension von Oliver Nickel und Moritz Tremmel

  1. Openideo-Wettbewerb Die fünf besten Hacker-Symbolbilder sind ausgewählt
  2. Cyberangriffe Attribution ist wie ein Indizienprozess
  3. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken

    •  /