Abo
  • Services:

Wegfall bedeutet kein Recht auf Sonderkündigung

Da der Verstoß gegen die Netzneutralität bei der Videoreduzierung so offensichtlich ist, könnte die Telekom schon damit gerechnet haben, die Datenrate nach Intervention der Bundesnetzagentur wieder erhöhen zu müssen. Vodafone ist von Anfang an vorsichtiger gewesen und schreibt in seinen FAQ lediglich: "Wir behalten uns aber vor, in Zukunft zur Optimierung des Verkehrsflusses und des Nutzungserlebnisses eine Komprimierung von Videostreaminginhalten auf eine Übertragungsqualität von 480p einzuführen." Diese Option dürfte nun entfallen sein. Eine entsprechende Anfrage von Golem.de hat Vodafone bislang nicht beantwortet.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Kaiserslautern, Kaiserslautern
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart

Ob die Anbieter unter den gegenwärtigen Bedingungen tatsächlich das Zero-Rating aufrechterhalten können, ist daher alles andere als sicher. Dies dürfte auch davon abhängen, wie hoch die Kosten durch das Videostreaming im Ausland tatsächlich ausfallen werden. Die Telekom wird sicher nicht lange dabei zusehen, von den reisefreudigen Deutschen im Urlaub ins Minus gestreamt zu werden. Bei den vielen schlechten Hotel-WLANs wäre eine intensive Nutzung von Mobilfunk durchaus nachvollziehbar.

Wenn es dem Unternehmen nicht gelingt, die Entscheidung der Bundesnetzagentur erfolgreich vor Gericht anzufechten, könnte mit Stream On daher bald Schluss sein. Für die Kunden, die deswegen eigens den teureren Tarif genommen haben, wäre das sehr ärgerlich. Denn ein Wegfall der Option bedeute kein Recht auf Sonderkündigung, hatte die Telekom ihren Nutzern auf Anfrage erklärt. Der Imageschaden für die Telekom im besonderen und für Zero-Rating-Angebote im allgemeinen wäre beträchtlich.

Kein Zero-Rating trotz Kuhhandel?

Es wäre auch eine Ironie des Geschichte, wenn ausgerechnet das kostenlose EU-Roaming das Zero-Rating unmöglich machte. Schließlich wurden die Vorgaben zur Netzneutralität auch deswegen so schwammig formuliert, um die Provider zur vollständigen Abschaffung des Roamings zu bewegen.

Doch nun stehen die Provider vor dem Dilemma: Je erfolgreicher das Angebot ist und umso mehr Inhaltepartner und Kunden es nutzen, desto eher könnte es für sie selbst zur Kostenfalle im Ausland werden. Die Verfechter der Netzneutralität könnte man daher im nächsten Urlaub daran erkennen, dass sie ein zweites Smartphone mit Multi-SIM-Karte dabei haben und Youtube im Autoplay-Modus laufen lassen. So absurd kann der digitale Binnenmarkt in Europa inzwischen sein.

Nachtrag vom 18. Oktober 2017, 10:08 Uhr

Vodafone teilte am Mittwoch auf Anfrage von Golem.de mit: "Wir gehen davon aus, dass die Bundesnetzagentur die Prüfung des Vodafone Pass in den kommenden Wochen abschließen und uns die Ergebnisse mitteilen wird. An Spekulationen vorab werden wir uns nicht beteiligen."

 Netzneutralität: Warum die Telekom mit Stream On noch scheitern könnte
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 32 GB 6,98€, 128 GB 23,58€)
  2. (u. a. Fractal Design Meshfy Light Tint 69,90€)
  3. 119,90€

torrbox 21. Nov 2018

Bullshit

Matty194 19. Okt 2017

Dann hast du (Monatspreis/Großhandelspreis)*2 GB pro Monat. Je nachdem ob dein Anbieter...

blubberer 19. Okt 2017

Pauschal stimmt das nicht. Das stimmt. Ich glaube den Wortlaut der Fernsehwerbung noch im...

Labbm 19. Okt 2017

Das seh ich ganz anders. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, andere...

Anonymer Nutzer 19. Okt 2017

Das, glaube ich, wissen wir alle nicht wirklich. Die Anwälte der Telekom sicherlich...


Folgen Sie uns
       


Energizer Power Max P18K Pop - Hands on (MWC 2019)

Ein Smartphone wie ein Ziegelstein: das Energizer Power Max P18K Pop hat einen 18.000 mAh starken Akku.

Energizer Power Max P18K Pop - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Mobile Bezahldienste: Wie sicher sind Apple Pay und Google Pay?
Mobile Bezahldienste
Wie sicher sind Apple Pay und Google Pay?

Die Zahlungsdienste Apple Pay und Google Pay sind nach Ansicht von Experten sicherer als klassische Kreditkarten. In der täglichen Praxis schneidet ein Dienst etwas besser ab. Einige Haftungsfragen sind aber noch juristisch ungeklärt.
Von Andreas Maisch

  1. Anzeige Was Drittanbieter beim Open Banking beachten müssen
  2. Finanzdienstleister Wirecard sieht kein Fehlverhalten
  3. Fintech Wirecard wird zur Smartphone-Bank

Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
Display-Technik
So funktionieren Micro-LEDs

Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
Von Mike Wobker

  1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

Überwachung: Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert
Überwachung
Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert

Videokameras, Wanzen, GPS-Tracker, Keylogger - es gibt viele Möglichkeiten, mit denen Firmen Mitarbeiter kontrollieren können. Nicht wenige tun das auch und werden dafür mitunter bestraft. Manchmal kommen sie aber selbst mit heimlichen Überwachungsaktionen durch. Es kommt auf die Gründe an.
Von Harald Büring

  1. Österreich Bundesheer soll mehr Daten bekommen
  2. Datenschutz Chinesische Kameraüberwachung hält Bus-Werbung für Fußgänger
  3. Überwachung Infosystem über Funkzellenabfragen in Berlin gestartet

    •  /