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Netzneutralität: Verizon erzieht seine Kunden zum fairen Datenverbrauch

Um Altkunden mit unbegrenztem Datenverkehr Einhalt zu gebieten, drosselt Verizon Wireless die Surfgeschwindigkeit. Der Netzbetreiber hält das für angemessen: So will er einer schlechten Verbindung für andere Nutzer vorbeugen.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Verizon hat etwas gegen Dauernutzer
Verizon hat etwas gegen Dauernutzer (Bild: Getty Images / Tara Moore)

Leute, die ihr Smartphone nicht aus der Hand legen, stören nicht nur ihre Mitmenschen, sondern paradoxerweise auch US-Netzbetreiber. Zumindest Verizon: So hält die Wireless-Geschäftssparte es für angemessen, Kunden mit unbegrenztem Datenverbrauch bei überlasteten Smartphonediensten die Geschwindigkeit zu drosseln. Wie Ars Technica berichtet, sollen sie so davon abgehalten werden, ihre Telefone weiter so exzessiv zu benutzen.

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Hintergrund der Erklärung von Verizon ist ein Brief des Chefs der US-Regulierungsbehörde FCC, Tom Wheeler, der dem Unternehmen vorwirft, auf diese Weise mehr Geld machen zu wollen. Verizon bietet nämlich keine Verträge mit unbegrenztem Datenverkehr mehr an, wie sie einige Altkunden noch haben. Die neuen und kostenspieligeren Datentarife sind von der Drosselung ausgenommen.

Verizon Wireless informiere seine Kunden darüber, dass sogenannte Heavy User "unter bestimmten Umständen auf verstopften Seiten fürs Smartphone gedrosselt werden, um all unseren Kunden einen großartigen drahtlosen Dienst bereitstellen zu können", erklärte der Netzbetreiber gegenüber der Aufsichtsbehörde. Die Drosselung betrifft demnach die Top-Fünf-Prozent der Datenmengenverbraucher. Ähnliche Regelungen haben auch Wettbewerber wie AT&T, Sprint und T-Mobile.

Neuregelung der Netzneutralität

Derweil räumt die FCC ein, es nicht nur auf Verizon abgesehen zu haben. "Wir schauen uns an, ob andere Netzbetreiber eine ähnliche Praxis betreiben", sagte eine Sprecherin der Behörde Ars Technica.

Eine Neuregelung der Netzneutralität in den USA durch die FCC war notwendig geworden, weil ein Gericht im Januar die bisherigen FCC-Bestimmungen zur Netzneutralität teilweise für unzulässig erklärt hatte. Die Regelvorschläge nehmen aktuell Netzbetreiber noch überwiegend aus.

In einer Stellungnahme zu einer Onlinepetition hatte sich das Weiße Haus noch für den Erhalt der Netzneutralität starkgemacht und geschrieben: "Ohne Netzneutralität kann das Internet zu einer kostspieligen privaten Mautstrecke werden, die für die nächste Generation von Visionären unerreichbar sein wird."



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matok 06. Aug 2014

So ist es. Und ich weiß auch nicht, wo das Problem ist. Wenn schnelles mobiles Internet...

Spaghetticode 06. Aug 2014

Jetzt weiß man immer noch nicht, wann und wie gedrosselt wird. Ab wie vielen MB pro Tag...

Baron Münchhausen. 06. Aug 2014

1. Verkaufe mehr Verträge, als die Technik zulässt! 2. Baue die Technik nicht aus! 3...


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