Netzneutralität: Verbraucherschützer werfen Mobilfunkbetreibern Verstöße vor

Eine US-Verbraucherschutzgruppe hat den großen Mobilfunkbetreibern des Landes vorgeworfen, Kunden über die Drosselung ihrer Verbindungen im Unklaren zu lassen. Damit verletzten die Anbieter geltende Regeln zur Netzneutralität.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
US-Verbraucherschützer wehren sich gegen die Praktiken der Mobilfunkanbieter.
US-Verbraucherschützer wehren sich gegen die Praktiken der Mobilfunkanbieter. (Bild: Karen Bleier/Afp/Getty Images)

Die US-Verbraucherschutzgruppe Public Knowledge wirft den vier größten US-Mobilfunkbetreibern die Verletzung von bestehenden Transparenzregeln des Gesetzes zur Netzneutralität vor.

Stellenmarkt
  1. SAP Business Analyst CO (m/w/d)
    Informations-Verarbeitungs-Zentrum (IVZ), verschiedene Standorte
  2. FPGA-Entwickler (m/w/d)
    Basler AG, Ahrensburg bei Hamburg, Mannheim
Detailsuche

Am Mittwoch schickte die Gruppe entsprechende Briefe an AT&T, Sprint, T-Mobile und Verizon, in denen sie die Anbieter beschuldigte, nicht ausreichend Informationen über die Handhabung ihrer Netzkapazitäten zu veröffentlichen. Die Schreiben sind der erste Schritt, um anschließend eine formelle Beschwerde bei der Kommunikationsaufsicht FCC einreichen zu können.

Die Regel, dass Anbieter Informationen über die Leistung und das Management ihrer Netze veröffentlichen müssen, war auch nach dem Urteil von Januar bestehen geblieben. Damals hatte ein Gericht entschieden, dass die Behörde zwar grundsätzlich das Recht habe, den Breitbandverkehr zu regulieren, aber die bisherigen Regeln dafür nicht ausreichten. Derzeit wird deshalb über eine Neuregelung diskutiert.

T-Mobile erschwert Geschwindigkeittests

"Sprint und Verizon liefern keine ausreichenden Informationen darüber, welche Kunden möglicherweise von einer Drosseling betroffen sind", schreibt Public Knowledge in dem Brief. AT&T, Sprint und Verizon wiederum teilten ihren Kunden nicht mit, welche Bereiche ihres Netzes besonders hoher Belastung ausgesetzt seien und deshalb ausgebremst würden.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

T-Mobile gebe Kunden, deren Verbindungen verlangsamt sind, keine Informationen über die tatsächliche Geschwindigkeit ihres Netzes. Die Gruppe wirft der Telekom-Tochter außerdem vor, Anwendungen zum Testen der Geschwindigkeit von der Drosselung auszuschließen. Das mache es schwer für die Kunden, die tatsächliche Geschwindigkeit ihrer gedrosselten Verbindung zu bestimmen.

Public Knowledge hat nun zehn Tage Zeit, um eine formelle Beschwerde bei der FCC einzureichen. Im vergangenen Monat hatte die Behörde die Mobilfunkanbieter noch einmal offiziell an ihre Verpflichtung erinnert, die Transparenzregel weiterhin einzuhalten.

Anbieter handhaben Drosselungen unterschiedlich

Dazu müssten die Anbieter einmal monatlich einen Bericht mit den Kriterien für eine Drosselung veröffentlichen, hieß es von Public Knowledge. Prozentuale Angaben zu den Grenzwerten seien dabei nicht ausreichend. Drittanbieter müssten die Möglichkeit haben, auf die Informationen zuzugreifen, um sie etwa bei der Entwicklung von Anwendungen berücksichtigen zu können.

AT&T legt die Grenze für eine Drosselung derzeit mit 3GB für Nicht-LTE-Kunden und 5GB für LTE-Kunden fest. Sprint und Verizon behalten sich vor, die Schwelle von Monat zu Monat neu festzulegen.

Public Knowledge hatte T-Mobile in der Vergangenheit bereits vorgeworfen, die Netzneutralität zu verletzen, indem der Anbieter bestimmte Musikdienste von der Drosselung ausschließe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Astro
Amazons erster Roboter kostet 1.500 US-Dollar

Astro heißt der erste Roboter von Amazon. Es ist eine Art rollender Echo Show mit Schwerpunkt auf Videoüberwachung.

Astro: Amazons erster Roboter kostet 1.500 US-Dollar
Artikel
  1. Amazon Alexa: Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt
    Amazon Alexa
    Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt

    Amazon erfindet den Echo Show neu: Der Echo Show 15 hat ein besonders großes Display und kann Personen erkennen.

  2. Cupra Urban Rebel: VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an
    Cupra Urban Rebel
    VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an

    Autobauer Cupra bringt mit dem Urban Rebel ein günstiges Elektroauto für all jene auf den Markt, denen der ID.Life von VW zu langweilig ist.

  3. Blink Video Doorbell: Amazon stellt Videotürklingel für 60 Euro vor
    Blink Video Doorbell
    Amazon stellt Videotürklingel für 60 Euro vor

    Amazon hat eine Videotürklingel unter dem Blink-Label vorgestellt. Sie soll vor allem mit einem günstigen Preis überzeugen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Echo Show 15 249,99€ • eero 6 Wifi 6 System 3er-Pack 299€ • Saturn-Aktion: Win 10-Laptop oder PC kaufen, kostenloses Upgrade auf Win 11 erhalten • Bosch Professional & PC-Spiele von EA günstiger • Alternate (u. a. Asus TUF Gaming-Monitor 23,8" FHD 165Hz 179,90€) • 6 UHDs kaufen, nur 4 bezahlen [Werbung]
    •  /