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Netzneutralität: Telekom-Unternehmen fordern "Qualitätsklassen" fürs Netz

Gegner nennen den Vorstoß einen Angriff auf die Netzneutralität: Die Deutsche Telekom und Vodafone sprechen sich offen für die Einführung von "Qualitätsklassen" im Internet aus.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Deutsche Telekom und Vodafone wollen bestimmten Anwendungen einen bevorzugten Zugang zum Netz garantieren.
Deutsche Telekom und Vodafone wollen bestimmten Anwendungen einen bevorzugten Zugang zum Netz garantieren. (Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images News)

Durch "Qualitätsklassen" im Internet wollen die Deutsche Telekom und Vodafone sicherstellen, dass bestimmte Anwendungen für Gesundheitswesen oder Logistik ruckelfrei laufen. Mit der Forderung könnten die Telekom-Anbieter auf den Widerstand von Netzaktivisten stoßen, die sich für die Gleichbehandlung aller Daten im Internet einsetzen.

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"Wir brauchen Antworten dafür, wie wir diese Qualitätsklassen entsprechend im Netz etablieren wollen", sagte Telekom-Chef Timotheus Höttges am Dienstag. Darüber hätten die Firmen in der Netzallianz Digitales Deutschland mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur diskutiert.

Dobrindt: Netzallianz steht hinter Netzneutralität

"Die Industrie wirbt dafür, dass wir innovations- und investitionsfähig bleiben durch die Bereitstellung weitergehender Qualitätsklassen, die über das allgemeine Niveau hinausgehen und dort auch entsprechend monetär honoriert werden dürfen", sagte Vodafones Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum.

Gegner befürchten, dass Kunden gezwungen werden könnten, für die ungestörte Übertragung bestimmter Dienste extra zu zahlen. Schulte-Bockum betonte, die Industrie lehne "jegliche Aufweichung von Netzneutralität unter dem Gesichtspunkt Zugang zu Inhalten im Netz" ab. Auch Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, die Teilnehmer der Netzallianz stünden hinter der Netzneutralität.

Aktivisten sehen Gleichberechtigung im Netz gefährdet

Aktivisten sehen eine Einführung unterschiedlicher Qualitätsklassen als Widerspruch zu dem Prinzip der gleichberechtigten Durchleitung aller Daten.

Erst am Montag hatte die EU-Kommission die Deutsche Telekom und zwei weitere europäische Anbieter von dem Vorwurf freigesprochen, ihre Vormachtstellung bei Endkunden missbraucht zu haben, um große Internet-Datenübertragungsfirmen auszubooten und den Datenverkehr beeinflusst zu haben.



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Freiheit 25. Okt 2014

Es geht hier doch nicht um VoIP oder andere Dienste. Es geht um die Frage, an welcher...

matok 08. Okt 2014

Es gibt einen großen Unterschied zwischen QoS und dem, was die Provider mit der...

ridoxx 08. Okt 2014

Nun über Worte lässt sich nicht immer die Tonlage einer Meinung ablesen, deshalb kann es...

hw75 08. Okt 2014

Wer glaub denn wirklich allen Ernstes, dass es sowas wie Netzneutralität geben wird? Das...

purzelbaum 08. Okt 2014

Im damaligen Unternehmen hatten wir einen sogenannten business vertrag. Die telekom war...


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