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Netzneutralität: Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

Zwei Wochen reichen der Deutschen Telekom nicht aus. Wie die Zukunft von Stream On aussehen könnte, entscheidet sich erst im November.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Deutsche Telekom ist bei Stream On im Zugzwang.
Die Deutsche Telekom ist bei Stream On im Zugzwang. (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom muss erst in drei Wochen auf die Vorgaben der Bundesnetzagentur zu ihrer Zero-Rating-Option Stream On reagieren. Die von der Regulierungsbehörde gesetzte Frist sei bis zum 10. November 2017 verlängert worden, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur am Freitag auf Anfrage von Golem.de. Die Bonner Regulierungsbehörde hatte dem Unternehmen vor zwei Wochen mitgeteilt, dass die Option "gegen die Vorschriften über die Netzneutralität und das Roaming verstößt". Zudem wurde dem Unternehmen bis zum 20. Oktober Zeit gegeben, "hierzu Stellung zu nehmen und Abhilfe zu schaffen".

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Die Bundesnetzagentur hatte der Telekom untersagt, in ihrem Tarif L die Datenübertragungsrate beim Videostreaming von HD-Qualität auf DVD-Qualität zu reduzieren. Zudem muss das Angebot nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU zur Verfügung stehen. Damit kann der Datentraffic der Stream-On-Nutzer zum einen deutlich größer werden als von der Telekom kalkuliert, zum anderen darf die Telekom im Ausland diesen größeren Traffic nun nicht mehr auf Kosten des Nutzers abrechnen und müsste ihn selbst bezahlen.

Kostenfalle Ausland

Die Telekom hatte ankündigt, den Bescheid der Bundesnetzagentur genau zu prüfen. Sollte sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen, könnte die Bundesnetzagentur laut Mitteilung "in einem nächsten Schritt die zur Einhaltung der Verpflichtung erforderlichen Maßnahmen anordnen". Allerdings könnte die Telekom auch versuchen, den Bescheid der Bundesnetzagentur juristisch anzugreifen.

Zudem könnte sie sich aus finanziellen Erwägungen dafür entscheiden, das Angebot teilweise oder ganz einzustellen. Denn die kostenlose Datendurchleitung für die Kunden könnte für den Provider im Ausland selbst zum großen Kostenfaktor werden. Ein 90-minütiger Film in HD-Qualität benötigt bei fünf MBit/s ein Datenvolumen von 3,375 GByte. Bei einem Großhandelstarif von derzeit 7,70 Euro pro Gigabyte würde das die Telekom 26 Euro kosten, wenn ein Kunde einen solchen Film im Ausland streamt.



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Anonymer Nutzer 21. Okt 2017

Die Rüge der Bundesnetzagentur ist kein göttliches Urteil. Der Telekom steht der...


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