Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

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Seekabel SEA-ME-WE 5 im Jahr 2016
Seekabel SEA-ME-WE 5 im Jahr 2016 (Bild: Boris Horvat/AFP via Getty Images)

Google und Meta wehren sich gegen Vorwürfe auf einer Veranstaltung der Deutschen Telekom, nach denen große Internetkonzerne außer Rechenzentren und Content Delivery Networks (CDNs) nichts zum Netzausbau beitragen würden und gesetzlich dazu verpflichtet werden sollten.

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"Wir haben Investitionen in 19 Kabel auf der ganzen Welt angekündigt, darunter die von Google finanzierten Kabel Curie, Dunant, Equiano, Firmina und Grace Hopper sowie Kabel von Konsortien wie Blue, Echo, Havfrue und Raman", erklärte Google. Dem Konzern zufolge werden 98 Prozent des internationalen Internetverkehrs über Seekabel um die Welt transportiert.

Google Cloud betreibe 29 Cloud-Regionen und 88 Zonen auf der Welt. Man habe im Jahr 2021 zehn künftige Regionen angekündigt und fünf Cloud-Regionen eröffnet - in Warschau (Polen), Delhi (Indien), Melbourne (Australien), Toronto (Kanada) und Santiago (Chile).

Meta betonte seinen Beitrag zu Seekabeln und zur Technologie. Ein Meta-Sprecher erklärte Golem.de auf Anfrage: "Seit 2013 konnte Meta Connectivity gemeinsam mit Partnern schon mehr als 300 Millionen Menschen einen schnelleren Internetzugang ermöglichen. Wir konzentrieren uns dabei auf die Entwicklung von Programmen, Technologien und Geschäftsmodellen, die die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von hochwertigem Internet erhöhen, insbesondere in unterversorgten Regionen."

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Metas erstes transatlantisches Seekabelsystem verbinde zukünftig über 24 Faserpaare in Europa mit den USA. Das neue Kabel biete damit eine 200-mal größere Kapazität als Transatlantikkabel aus den 2000er Jahren. "Damit knüpfen wir an das kürzlich vorgestellte Projekt 2Africa Pearls an. Dieses Unterseekabel verbindet Afrika, Asien und Europa und macht 2Africa zum weitläufigsten Seekabelsystem der Welt", sagte der Sprecher.

60-GHz-Band: Terragraph von Facebook bereits im Einsatz

Terragraph von Facebook/Meta versorge in Anchorage in Alaska bereits über 6.500 Haushalte und auch in Perth (Australien) sei die Technik erfolgreich im Einsatz. Bei Terragraph werden in einem drahtlosen Multi-Node-System viele preisgünstige Wigig-Access-Points entsprechend dem Standard IEEE 802.11ad eingesetzt, auch bekannt als Wireless Display. Dieser funkt im lizenzfreien 60-GHz-Band (Millimeterwellenfunk).

Der größte Nachteil von Funkverbindungen mit so hohen Frequenzen ist, dass sie Gegenstände nur sehr schlecht durchdringen können. Die Telekom setzte diese Technologie selbst zu Testzwecken ein.

"Das Open-Source-Projekt Magma ermöglicht es, Mobilfunkanbietern in Zusammenarbeit mit Amazon Web Service (AWS) 4G- und 5G-Netzwerke schneller bereitzustellen. Im Juni 2021 haben wir die Integration von Magma in die Edge-Computing-Dienste von AWS angekündigt", betonte der Sprecher. Zudem werde das Programm Evenstar die Einführung von 4G und 5G Netzen im OpenRAN (Radio Access Network) beschleunigen. Evenstar sei bereits Teil des Open-RAN -Einführungsprogrammes von Vodafone in Großbritannien.

Dennoch bleibt, gemessen an den Milliardengewinnen von Google/ Alphabet und Meta, der Beitrag der Konzerne zur weltweiten Konnektivität gering.

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TheBlueFire 26. Jan 2022

Die Kosten früher waren sehr viel höher. Was da früher am Personal gesessen hat das war...

masel99 24. Jan 2022

double paid traffic d.h. der Anschlußinhaber zahlt und der Internetdienst auch. Hat mit...

mapet 22. Jan 2022

Das liegt häufiger am nicht peering der Telekom und dem daraus resultierenden Überlauf...

Inori-Senpai 22. Jan 2022

Natürlich ist es Verarsche seitens Meta und Google. Dake News ist ja schließlich das...



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