Abo
  • Services:

Netzneutralität: EU verwässert Regeln für Internetanbieter

Eigentlich wollte die EU-Kommission klare Regeln zur Netzneutralität schaffen. Doch nun scheint ein Papier zu entstehen, über das sich Anbieter wie die Telekom oder Vodafone freuen könnten.

Artikel veröffentlicht am , Thorsten Schröder
Demonstranten in Los Angeles fordern Netzneutralität
Demonstranten in Los Angeles fordern Netzneutralität (Bild: Reuters/Jonathan Alcorn)

Die EU-Mitgliedstaaten wollen für Internetanbieter offenbar weniger strenge Regeln zur Netzneutralität einführen als ursprünglich geplant. Das berichtete die Seite euractiv.com am Mittwoch unter Berufung auf einen Entwurf der EU-Kommission, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen soll.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen bei Freiburg im Breisgau

Den Plänen nach dürften Firmen den Internetverkehr zwar nicht "blockieren, verlangsamen, verändern, herunterstufen oder bestimmte Inhalte benachteiligen". Doch das Papier definiere weder den Begriff Netzneutralität noch "spezialisierte Angebote" auf der Positivliste, hieß es. Damit sei unklar, welche Art von Inhalten die Anbieter bevorzugen dürften. Große Telekommunikationsfirmen wollen Diensten wie Youtube und Netflix, die viel Bandbreite benötigen, schnellere Internetzugänge ermöglichen und sich das extra bezahlen lassen.

Kampf um Gleichberechtigung im Netz

Der Begriff Netzneutralität beschreibt die Möglichkeit, internetbasierte Angebote - egal welcher Art - zu nutzen, ohne dass sich die Verbindungsgeschwindigkeit zwischen Angeboten unterscheidet. Das EU-Parlament stimmte im April für strikte Regeln zur Netzneutralität, um Telekom-Anbieter wie Orange und die O2-Mutter Telefonica daran zu hindern, bestimmte Formen des Internetverkehrs zu bevorzugen.

Viel Aufmerksamkeit erhielt das Thema Netzneutralität in der vergangenen Woche. US-Präsident Barack Obama hatte die Kommunikationsbehörde FCC aufgefordert, klare Regeln zum Schutz der Netzneutralität aufzustellen. In Deutschland haben sich die Telekom und Vodafone offen für die Einführung von "Qualitätsklassen" im Internet ausgesprochen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

ha00x7 20. Nov 2014

Den Plänen nach dürften Firmen den Internetverkehr zwar nicht "blockieren, verlangsamen...

deinkeks 20. Nov 2014

@OxKing Immerhin machen sich einige in diesem Land Gedanken dazu, so wie du, also steht...

Yes!Yes!Yes! 20. Nov 2014

Doch, völlig klar: gar keinen. 'Den Plänen nach dürften Firmen den Internetverkehr zwar...

Wallbreaker 20. Nov 2014

Was haste denn erwartet? Die EU ist und bleibt eine Gurkentruppe.

Wallbreaker 20. Nov 2014

Wer mag sich wohl hinter dieser linguistischen Meisterleistung verbergen? ;)


Folgen Sie uns
       


Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht

Der Alstom Aptis kann mit beiden Achsen lenken und ist deshalb besonders wendig. Wir sind in Berlin eine Runde mit dem Elektrobus gefahren.

Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht Video aufrufen
Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. SteamVR Tracking 2.0 36 m² Spielfläche kosten 1.400 Euro
  2. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  3. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort

Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Soziales Netzwerk Facebook will in Deutschland Vertrauen wiedergewinnen
  2. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  3. Facebook-Anhörung Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

    •  /