Abo
  • Services:
Anzeige
Adblocker auf Netzwerkebene sind künftig nicht mehr erlaubt.
Adblocker auf Netzwerkebene sind künftig nicht mehr erlaubt. (Bild: Savetheinternet)

Netzneutralität: Bittorent und VPN dürfen gedrosselt werden, Werbung nicht

Adblocker auf Netzwerkebene sind künftig nicht mehr erlaubt.
Adblocker auf Netzwerkebene sind künftig nicht mehr erlaubt. (Bild: Savetheinternet)

Werbeanzeigen auf Netzebene zu blockieren, ist mit den neuen Regeln zur Netzneutralität nicht vereinbar. Verschiedene Provider in Europa hatten entsprechende Technologien getestet. Die Drosselung von Bittorent und ähnlichen Diensten könnte jedoch zulässig sein.

Netzbetreiber dürfen Werbeanzeigen nicht ohne weiteres auf Netzwerkebene blockieren, wie die Financial Times berichtet. Das hat das Gremium Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (Gerek, engl. Abkürzung Berec) in seinen Richtlinien zur Netzneutralität festgelegt. Anders sieht es offenbar bei VPN oder Bittorent-Diensten aus, wie der Standard berichtet. Aktivisten hatten die Regeln begrüßt, was nicht jeder verstand.

Anzeige

Die Entscheidung über die Zulässigkeit von Werbeblockern auf Netzwerkebene geht auf mehrere britische Mobilfunkprovider zurück. Der Provider Three etwa blockierte bereits in den vergangenen Monaten testweise Werbung auf Netzwerkebene. Nach Angaben der Financial Times war das Unternehmen zuversichtlich, dass die Praxis mit den neuen Regeln zur Netzneutralität vereinbar sei.

Doch in dem von Berec veröffentlichten Papier heißt es, das Provider "Werbung nicht blockieren, drosseln, verändern, beschränken oder anderweitig in die Auslieferung eingreifen sollen, wenn sie Internetzugangsdienste anbieten". Der Anbieter der Adblock-Lösung, die israelische Firma Shine, kritisierte die Entscheidung. "Europäische Bürger haben das Recht, sich vor Tracking und Profiling durch Werbetechnologien zu schützen", teilte das Unternehmen mit. Die Entscheidung führt das Unternehmen auf Lobbying zurück.

Die Entscheidung beeinflusst nicht die Zulässigkeit auf den Geräten der Nutzer selbst installierter Adblocker, die in Deutschland vor allem durch den Axel-Springer-Verlag immer wieder gerichtlich angezweifelt wurde, bislang erfolglos.

Bei Bittorent und VPN soll es anders sein

Der Standard berichtet, dass die Regeln es aber sehr wohl zulassen würden, wenn Provider sich entscheiden, VPN-Verbindungen oder Bittorent-Dienste zu verlangsamen. Dazu zitiert das Blatt ebenfalls die Berec-Richtlinien: "Der erste Subparagraph soll Internetprovider nicht daran hindern, angemessene Maßnahmen zum Trafficmanagement zu setzen. Um als 'angemessen' anerkannt zu werden, müssen diese Maßnahmen transparent, diskriminierungsfrei und verhältnismäßig sein."

Es dürfen jedoch keine kommerziellen Absichten dahinterstehen, ein Provider dürfte also wohl nicht einen VPN-Dienst eines Konkurrenten blockieren, eine eigene Lösung aber durchlassen. Die vom Standard zitierten Passagen enthalten keinen generellen Freibrief, die eine Blockierung der Dienste ermöglichen würden. Bei einer Überlastung des Netzes dürfte es für Provider aber zulässig sein, bandbreitenhungrige Dienste wie Bittorent zu drosseln. Letztlich werden aber wohl Gerichte entscheiden müssen.


eye home zur Startseite
tingelchen 10. Sep 2016

Den Begriff "Spezialdienste" hat man absichtlich nicht rein geschrieben, weil er stark...

Buddhisto 09. Sep 2016

Danke für den Hinweis! Lustigerweise hat Golem vom "Der Standard" abgeschrieben, diese...

Cyber 07. Sep 2016

+1

Cyber 07. Sep 2016

Selten so gelacht... SRY... 1. Die Idee mit den Bilderrahmen über VPN genial! Wirklich...

Neuro-Chef 06. Sep 2016

Ist das nicht eines der zentralen Probleme der Menschheit? Sobald etwas interessantes...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. IBM Client Innovation Center Germany GmbH, Frankfurt/Main
  2. Continental AG, Ingolstadt
  3. über Hays AG, Leipzig
  4. über Hays AG, Mannheim


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. WLAN

    Zahl der Vodafone-Hotspots steigt auf zwei Millionen

  2. Linux-Grafiktreiber

    Mesa 17.3 verbessert Vulkan- und Embedded-Treiber

  3. Gemini Lake

    Intel bringt Pentium Silver mit Gigabit-WLAN

  4. MG07ACA

    Toshiba packt neun Platter in seine erste 14-TByte-HDD

  5. Sysinternals-Werkzeug

    Microsoft stellt Procdump für Linux vor

  6. Forschungsförderung

    Medizin-Nobelpreisträger Rosbash kritisiert Trump

  7. Sicherheit

    Keylogger in HP-Notebooks gefunden

  8. IBM AC922

    In Deep Learning schlägt der Power9 die X86-Konkurrenz

  9. FTTH

    Telekom kündigt weitere Glasfaser-Stadt an

  10. 2-Minuten-Counter gegen Schwarzfahrer

    Das sekundengenaue Handyticket ist möglich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Steuerstreit Apple zahlt 13 Milliarden Euro an Irland
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

Dynamics 365: Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
Dynamics 365
Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
  1. Microsoft Kollaboratives Whiteboard als Windows-10-Preview verfügbar
  2. Microsoft-Studie Kreative Frauen interessieren sich eher für IT und Mathe
  3. Connect 2017 Microsoft setzt weiter auf Enterprise-Open-Source

Amazon Video auf Apple TV im Hands on: Genau das fehlt auf dem Fire TV
Amazon Video auf Apple TV im Hands on
Genau das fehlt auf dem Fire TV
  1. Amazon Verkaufsbann für Apple TV bleibt bestehen
  2. Smartphone-Speicherkapazität Wie groß der Speicher eines iPhones sein sollte
  3. Mate 10 Pro im Test Starkes Smartphone mit noch unauffälliger KI

  1. Re: Und wieviele Nobelpreistraeger waren illegale...

    divStar | 16:27

  2. Re: Homescreen unbrauchbar!

    a user | 16:27

  3. Re: So einen Reaktor hätte ich gerne in meinem keller

    Der Held vom... | 16:25

  4. Re: Wie halten die das Helium da drin?

    HerrMannelig | 16:24

  5. Re: Bravo zur Entscheidung von Birkernstock

    Bouncy | 16:24


  1. 15:57

  2. 15:20

  3. 15:00

  4. 14:46

  5. 13:30

  6. 13:10

  7. 13:03

  8. 12:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel