Abo
  • Services:

Netzfreiheit: "Wir stehen für ein freies und offenes Internet"

Aktivisten haben eine Erklärung über die Freiheit des Netzes verfasst. Solche Manifeste gibt es immer wieder - und das ist ein schlechtes Zeichen.

Artikel veröffentlicht am , Kai Biermann/Zeit Online
Erklärung über die Freiheit des Internets
Erklärung über die Freiheit des Internets (Bild: netzpolitik.org/Screenshot: Golem.de)

Wirklich verändert hat sich die Diskussion seit 1996 offensichtlich nicht. Damals verkündete der bis dahin vor allem als Texter der Rockband Grateful Dead bekannte John Perry Barlow beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Unabhängigkeit des Internets. Aus Wut über ein in den USA gerade verabschiedetes Gesetz, den Telecom Reform Act, hatte er eine entsprechende Erklärung verfasst. Barlow wollte mit seiner Erklärung den aus seiner Sicht ahnungslosen Urhebern des Gesetzes etwas mitteilen: "Well, fuck them."

Inhalt:
  1. Netzfreiheit: "Wir stehen für ein freies und offenes Internet"
  2. Analphabeten bestimmen, was gelesen wird

Inzwischen leben wir im Jahr 2012. Und Aktivisten und Bürgerrechtsorganisationen wie die amerikanische Electronic Frontier Foundation - einst von Barlow mitbegründet - haben gerade eine neue Erklärung der Internetfreiheit veröffentlicht, hier auch als Grafik.

Der Tonfall ist inzwischen etwas versöhnlicher, der Anlass aber der gleiche wie damals. Aus Wut über in den USA diskutierte Gesetze wie Sopa, Pipa und Cispa wollen sie "in die Gegenoffensive" gehen und die Politik "auf ein paar Basisforderungen" festnageln, wie Netzpolitik bloggt. Betreiber Markus Beckedahl ist auch Mitgründer des Vereins Digitale Gesellschaft, der die Erklärung mitunterzeichnete.

Die neue Erklärung ist sehr viel weniger wütend formuliert und hat nicht mehr den Charakter einer zugeschmissenen Tür. Im Kern aber sind die Forderungen ähnlich:

Stellenmarkt
  1. Dataport, Verschiedene Standorte
  2. GALERIA Kaufhof GmbH, Köln

Der erste Satz der eigentlichen Erklärung (nach der Präambel) lautet: "Wir stehen für ein freies und offenes Internet." Es geht den Autoren im Folgenden um den Schutz der Meinungsfreiheit und darum, Zensur zu verhindern. Sie fordern transparente Politik für das Netz, einen bezahlbaren Zugang für jeden und Privatsphäre für alle, die es wünschen. Sie treten für eine offene Infrastruktur ein, die niemanden diskriminiert und wehren sich gegen Versuche, durch rigide Patente und Gesetze Innovation zu behindern.

Die Unabhängigkeitserklärung ist nur eine von mehreren vergleichbaren Anläufen. Vor zweieinhalb Jahren etwa hatte der amerikanische Journalistikprofessor und Blogger Jeff Jarvis eine Bill of Rights zur Diskussion gestellt. Darin postulierte er ähnliche Forderungen in Form von Rechten: "Wir haben das Recht, zu reden, wir haben das Recht, uns zu versammeln, wir haben das Recht auf Kontrolle über unsere Daten..."

Analphabeten bestimmen, was gelesen wird 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 5,99€
  2. (-25%) 29,99€
  3. (-82%) 8,88€
  4. 59€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 28.09.)

Charles Marlow 05. Jul 2012

Und die "etablierten" Parteien sind massgeblich daran Schuld.


Folgen Sie uns
       


Casio WSD-F30 - Hands on (Ifa 2018)

Die WSD-F30 von Casio ist eine Smartwatch, die sich besonders gut fürs Wandern eignen soll. Sie zeigt verschiedene Messwerte an - auch auf einem zweiten LC-Display.

Casio WSD-F30 - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
  3. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten

Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

    •  /