Netze: Huawei sieht zu wenig stabile 5G-Geschäftsmodelle

Die Zahl der 5G-Anwendungen in großen Unternehmen sei immer noch sehr niedrig und zu viel finde nur in China statt, sagt ein führender Manager.

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Huawei-Top-Manager Ken Hu
Huawei-Top-Manager Ken Hu (Bild: Huawei)

Weltweit existieren noch nicht genügend nachhaltige Geschäftsmodelle zu 5G. Das sagte Ken Hu, rotierender Vorstandsvorsitzender von Huawei, am 13. Oktober 2021 auf dem Mobile Broadband Forum (MBBF) 2021 in Dubai. "Die Zahl dieser Anwendungen für große Unternehmen ist immer noch niedrig. Wir brauchen hier mehr nachhaltige Geschäftsmodelle für 5G", betonte Hu.

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Im Moment befinde sich zudem mehr als die Hälfte der weltweit 10.000 5G-Projekte von Konzernen in China. Es gebe bereits eine Vielzahl von Anwendungsfällen. "5G-Anwendungen in Branchen wie Fertigung, Bergbau und Häfen haben bereits die Erprobungsphase bestanden und werden in großem Maßstab repliziert", sagte Hu über die Entwicklung in China.

Um ein cloudbasiertes Extended Reality (XR) vorzubereiten, sei es aber nötig, dass die Betreiber die Leistungsfähigkeit ihrer Netze auf 4 GBit/s im Downlink und die Latenz auf 10 Millisekunden ausbauen, forderte der Huawei-Manager, natürlich auch, um das eigene Kerngeschäft weiter zu stärken. Hu betonte: "Ein starkes Netzwerk ist der Schlüssel zu 5G-Anwendungen für den industriellen Einsatz, daher müssen die Betreiber die Netzwerkfunktionen wie Uplink, Positionierung und Sensorik ständig verbessern."

Weltweit 176 kommerzielle 5G-Netze

In fünf Jahren seit kommerzieller Einführung habe 5G aber das mobile Erlebnis der Nutzer erheblich verbessert. "Die Fortschritte traten viel schneller ein, als wir erwartet hatten, insbesondere in Bezug auf die Abonnentenbasis und die Netzwerke", sagte Hu.

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Derzeit gebe es weltweit 176 kommerzielle 5G-Netze, die mehr als 500 Millionen Nutzer bedienten. Für Endnutzer seien die durchschnittlichen 5G-Download-Datenraten etwa 10-mal höher als die von 4G.

Doch diese Aussagen sind nur bedingt richtig: Das langsamere 5G, das Netzbetreiber wie Deutsche Telekom und Vodafone in Deutschland zusammen mit LTE großflächig anbieten, verlangt viel Kapazität für das Dynamic Spectrum Sharing (DSS). Laut dem Mobilfunkexperten und Buchautor Martin Sauter, der Senior Project Manager bei der Telekom ist, gehen bei DSS 30 Prozent für Signalisierung ab, weil der gleichzeitige Betrieb von LTE und 5G Kapazitäten in der Funkzelle benötigt.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei an der Veranstaltung teilgenommen. Die Kosten für Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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