Netzbetreiber: Neuer Lockdown lässt Datennutzung nur gering ansteigen

Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica legen erste Zahlen für die Nutzung seit dem Teil-Lockdown vor.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Geschlossenes Lokal in Berlin am 11. November 2020
Geschlossenes Lokal in Berlin am 11. November 2020 (Bild: TOBIAS SCHWARZ/AFP via Getty Image)

Nach der coronabedingten Schließung von Restaurants und Freizeiteinrichtungen hat sich an der Internetnutzung der Bundesbürger nur wenig geändert. Bei Vodafone zog das genutzte Festnetz-Datenvolumen in der Woche ab vergangenem Montag (2. November) im Vergleich zur Vorwoche zwar um sieben Prozent an. Aber in der Märzwoche, als deutlich härtere Coronaregeln griffen, viele Bürobeschäftigte ins Homeoffice wechselten und sich mit ihren Kollegen in Videokonferenzen austauschten, lag das Plus noch bei 40 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

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Die Deutsche Telekom und Telefónica meldeten keine großen Corona-Effekte seit Anfang November. Im Festnetz der Telekom lagen die Peaks bei der Datennutzung in der vergangenen Woche zwar auf dem Level vom März, wie das Unternehmen mitteilte. Allerdings habe dies auch saisonale Effekte - im Frühjahr und Sommer sind die Menschen grundsätzlich mehr draußen und sitzen weniger daheim vor dem Fernseher oder vor dem Laptop. Am Internetknoten DE-CIX in Frankfurt am Main wurde am 3. November 2020 erstmals die Marke von 10 Terabit pro Sekunde beim Datendurchsatz durchbrochen. Das bedeutete eine Steigerung beim Spitzentraffic im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 23 Prozent. "Mit Blick auf die US-Wahlen sind weltweit speziell diese Woche zusätzliche Auswirkungen auf den Datenverkehr zu spüren", sagte Chief Technology Officer Thomas King zur Begründung.

Einschnitte der jetzigen Maßnahmen nicht so weitreichend

Telefónica registrierte hingegen "keine besonderen Peaks durch den Teil-Lockdown", sagte ein Firmensprecher. Die Einschnitte der jetzigen Maßnahmen seien nun mal nicht so weitreichend wie noch im März. Einzelhandel, Schulen und Kitas seien weiterhin offen und viele Menschen ohnehin schon seit März weitgehend im Homeoffice tätig. "Eine erneute Migrationsbewegung der Datennutzung dorthin wie im Frühjahr fand nicht statt. Es gab nun keine große neue Welle."

Im Vergleich zum Vorjahr - also vor der Coronapandemie - ist der Unterschied in der Datennutzung aber deutlich: Bei Vodafone schnellte das Festnetz-Datenvolumen von Anfang November 2019 bis Anfang November 2020 um fast 40 Prozent in die Höhe, zudem wurde Festnetztelefonie deutlich mehr benutzt. "Die Menschen surfen und telefonieren mehr, weil sie von zu Hause aus arbeiten, lernen und mit ihren Freunden in Kontakt bleiben", sagte Vodafones Technikchef Gerhard Mack. "Abends gibt es wieder öfter den guten alten Filme-Abend mit der Familie." Der höchste Datendurchsatz ist derzeit bei Vodafone am Abend gegen 21 Uhr. Allerdings liege ein Teil des Datenzuwachses im Vorjahresvergleich am allgemeinen Trend hin zu datenintensiveren Anwendungen im Netz.

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