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Netzbetreiber: Ericsson und Nokia könnten Huawei nicht ersetzen

Ein führender europäischer Netzbetreiber fürchtet um seinen 5G-Ausbau, sollte Huawei ausgeschlossen werden. Die beiden europäischen Ausrüster könnten hier nicht so einfach einspringen. Auch die GSMA warnt eindringlich.

Artikel veröffentlicht am ,
LTE-Netz der Deutschen Telekom
LTE-Netz der Deutschen Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Ein Verbot von Huawei als Netzwerkausrüster würde den 5G-Ausbau in Europa erheblich verzögern. Das berichtet das Onlinemagazin Light Reading unter Berufung auf hochrangige Manager bei einem nicht genannten großen europäischen Mobilfunkbetreiber und Huawei-Kunden. Ericsson und Nokia hätten dafür nicht die Kapazitäten, sagte einer der Manager.

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Ericsson konzentriere sich weitgehend auf den US-Markt, wo Huawei bereits seit Jahren bei den großen Netztreibern de facto ausgeschlossen sei. "Sie haben nicht das Produktportfolio, sie haben nicht die Lagerkapazität, sie haben nicht die [Support]-Ressourcen", sagte der Manager im Gespräch mit Light Reading. "Sie können Huawei nicht ersetzen."

Ein anderer europäischer Betreiber sagte Light Reading, Huawei reagiere sofort auf jedes Problem, während Ericsson mehrere Tage bräuchte. Der damalige Telekom-Technikchef Bruno Jacobfeuerborn sagte Golem.de im Jahr 2017: "Wenn ich die anderen Netzausrüster bei Problemen kontaktiere, schicken sie mir einen Link auf das Handbuch. Huawei setzt sofort 30 Experten in ein Flugzeug, die das Problem am nächsten Tag lösen."

Für jeden wichtigen Netzbetreiber in Deutschland habe Huawei ein Team von 250 bis 300 Experten, die jeden möglichen Wunsch der Firma erkennen sollen, bevor er formuliert werde, sagte ein Unternehmens-Insider Golem.de im Frühjahr 2018.

Der Weltverband der Mobilfunkbetreiber und -Ausrüster, die GSMA (GSM Association), erklärte am 14. Februar: "Wenn europäische Entscheidungsträger nach Möglichkeiten suchen, um die Netzwerkinfrastruktur weiter abzusichern, bitten wir sie dringend, nicht den Fokus auf alle relevanten politischen Ziele zu verlieren - Sicherheit, Wettbewerb, Innovation und die Auswirkungen auf die Verbraucher." Dies erfordere aber einen fakten- und risikobasierten Ansatz. Besonders Maßnahmen, die die Versorgung mit Ausrüstung für die verschiedenen Segmente des Netzes (Zugang, Transport und Kernnetz) unterbrechen, würden die Kosten für europäische Betreiber, Unternehmen und Bürger erhöhen, die Einführung von 5G in ganz Europa verzögern und möglicherweise das Funktionieren bestehender 4G-Netzwerke gefährden, auf denen 5G aufgebaut werden soll.



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Kommentator2019 18. Feb 2019

Dann ist ja alles gefixed. Gut! Können wir ja ohne Bedenken NOKIA/Ericsson einsetzen...

Kommentator2019 18. Feb 2019

Nimm allein Huwaei Deutschland https://www.kununu.com/de/huawei-technologies...

Kommentator2019 18. Feb 2019

Quellen wie gewünscht: https://www.computerweekly.com/news/450429707/Swisscom-picks...

berritorre 18. Feb 2019

Eher nicht. Du glaubst ja wohl nicht, dass die Anbieter weniger Gewinne einstreichen...

DY 18. Feb 2019

scheinbar wechselt das "große Geld" die Pferde in Richtung Fernost. Der Modellstaat für...


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