Netzbetreiber: Bundesland schließt Pakt gegen Funklöcher

Drei Mobilfunkbetreiber wollen in Nordrhein-Westfalen viele Funklöcher schließen. Dafür setzt sich Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart bei der Bundesnetzagentur in Sachen 5G für die Interessen der Konzerne ein.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Gipfel zum Mobilfunkausbau
Der Gipfel zum Mobilfunkausbau (Bild: Landeswirtschaftsministerium NRW)

Telefónica, Telekom Deutschland und Vodafone haben zugesagt, bis zum Jahr 2020 rund 1.350 neue Mobilfunkstandorte in Nordrhein-Westfalen zu errichten und 5.500 weitere zu modernisieren, um Funklöcher zu schließen. Das gab der Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart (FDP) am 25. Juni 2018 bekannt. Das Land öffnet die Standorte des Behördenfunks für die Mobilfunkbetreiber und beschleunigt die Genehmigungsverfahren, um den Netzausbau zu unterstützen.

Stellenmarkt
  1. IT-Prozessmanagerin bzw. IT-Prozessmanager(w/m/d)
    Handwerkskammer Düsseldorf, Düsseldorf
  2. Testmanager (d/m/w) IT-Planung / Steuerung
    NÜRNBERGER Versicherung, Nürnberg
Detailsuche

Im Gegenzug engagiert sich das Bundesland bei der Bundesnetzagentur für die Interessen der Netzbetreiber und gegen hohe Ausbauverpflichtungen bei 5G. In Nordrhein-Westfalen haben die Telekom und Vodafone ihren Hauptsitz, die Telefónica betreibt große Standorte mit mehreren tausend Beschäftigten.

"Ein beschleunigter Ausbau des Mobilfunknetzes wird bis 2020 spürbare Verbesserungen in Nordrhein-Westfalen bringen. Dazu haben sich die Unternehmen heute freiwillig und nachprüfbar bereit erklärt, über ihre vertraglichen Verpflichtungen hinaus zur schnellen Schließung der Versorgungslücken beizutragen", sagte Pinkwart. Entlang von Verkehrswegen, zum Beispiel an Autobahnen und Bahntrassen sowie im ländlichen Raum, gebe es zahlreiche Funklöcher. Die drei Betreiber haben sich verpflichtet, ihre Netze eigenwirtschaftlich weiterzuentwickeln. Dazu sollen auch neue Softwareanwendungen zur Verbesserung der Netzqualität genutzt werden. Bis Ende 2019 sollen rund 99 Prozent aller Haushalte in Nordrhein-Westfalen versorgt sein. Dort, wo am Ende noch Funklöcher übrig blieben, könnte das Land eventuell mit eigener Förderung einspringen, sagte Pinkwart.

Telekom will 1.000 neue Mobilfunkstationen bauen

Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter sagte: "Erstmals spricht sich eine Landesregierung offen gegen nationales Roaming, gegen Drittanbieterverpflichtungen und für eine Mobilfunkförderung aus. Auf dieser Basis können Infrastrukturunternehmen auch verlässlich und signifikant investieren."

Golem Akademie
  1. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Walter Goldenits, Vorstand Technik Telekom Deutschland, erklärte: "Entscheidend ist es jetzt, vernünftige Bedingungen bei der anstehenden Frequenzvergabe zu schaffen. Wir begrüßen, dass die Landesregierung hier klar Position bezieht - für vernünftige Auflagen, gegen nationales Roaming, gegen regionale Reservierung von Spektrum und gegen eine Zugangsverpflichtung für Dritte." Das schaffe die Voraussetzungen für die nötigen 5G-Investitionen. Allein 1.000 neue Mobilfunkstationen baue die Telekom, davon 150 in "entlegeneren Gebieten", wie Goldenits sagte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Fusionsgespräche: Orange und Vodafone wollten zusammengehen
    Fusionsgespräche
    Orange und Vodafone wollten zusammengehen

    Die führenden Netzbetreiber in Europa wollen immer wieder eine Fusion. Auch aus den letzten Verhandlungen wurde jedoch bisher nichts.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /